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Wind und Sturm bremsen Bootsverleih

Warnemünde Wind und Sturm bremsen Bootsverleih

Bootsterrassen-Inhaber Fred Matuchniak hofft auf ruhigen Herbst / Angler sorgen ab Oktober für gutes Geschäft

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Bootsterrassen-Betreiber Fred Matuchniak und sein Partner Ingmar Zuhl spüren die Auswirkungen des schlechten Wetters.

Quelle: Foto: Lara Lichtenthäler

Warnemünde. Erneut startet ein Motorboot voll besetzt Richtung Ostsee. Fred Matuchniak, der Inhaber des Bootverleihs Bootsterrassen, schaut hinterher. Während heute das Geschäft gut läuft, bereitet ihm der Rest des Jahres mehr Sorgen. Nicht die Touristen sind der Grund für sinkende Umsätze. Die Witterung bereitet ihm Sorgen. „Mit jedem Jahr nehmen die Stürme zu. Bei starkem Wind kann ich keine Boote rauslassen“, sagt der 56-jährige Inhaber.

Seit zehn Jahren betreibt er die Bootsterrassen in Warnemünde mit mehr als 15 Booten. In den letzten Jahren konnte er diese allerdings immer seltener für die Besucher freigeben.

Zu seiner größten Einnahmequelle zählen die zahlreichen Angler, die vor allem in der Vor- und Nachsaison an die Ostsee reisen. Diese können das gesamte Jahr auf Bestellung Boote mieten. Für den nicht-angelnden Touristen schließen die Bootsterrassen bald ihre Pforten. Diese können nur noch bis Mitte Oktober Boote ausleihen. Doch obwohl die Angler noch fleißig ihre Routen schwingen und das Interesse der Touristen ungebrochen scheint, spürt Matuchniak die Auswirkungen der schlechten Wetterlagen immer deutlicher. Als Bootsverleiher geht Sicherheit vor, seit dem Start seines Verleihs habe es keinen einzigen Unfall gegeben. Für die nächsten Jahre hofft er auf besseres Wetter und einen Anstieg des Umsatzes.

Wenn das Wetter es zulässt, sind Gastronomie und Bootsvermietung voll ausgelastet. Besonders beliebt sind die 15 PS starken Motorboote. Seit Oktober 2012 dürfen diese ohne Führerschein gefahren werden. Deswegen gibt es eine Einweisung vor der Benutzung. Von Matuchniaks 15 Booten dürfen zwölf ohne Bootsführerschein gefahren werden. Er war einer der Ersten, der seine führerscheinlosen Kunden mit diesen Booten fahren ließ. Matuchniak: „Einige Zeit waren die 15-PSer überall vergriffen. Zum Glück hab ich mir früh genug einen Schwung besorgt.“ Gerade mit diesen Booten probieren sich viele aus oder machen eine Art Schnupperkurs mit dem Motorboot. Der eine oder andere wird danach direkt von Matuchniak an eine Schule für den Bootsführerschein vermittelt.

Ihm zur Seite steht Ingmar Zuhl (47). Er weist die Kunden in die Bootsführung ein, kümmert sich um die Boote und macht sie bereit für neue Kunden. Zuhl: „Es ist wichtig, den Leuten die Grundlagen zu erklären, bevor sie losdüsen.“ Darin inbegriffen sind die Steuerung der Boote und auch die nötige Sicherheit in Form von Rettungswesten. Dabei stellt er fest, dass sich die Angler klar von den anderen Kunden unterscheiden. „Viele wollen sich nur austesten und bleiben höchstens ein paar Stunden auf dem Wasser. Angler fahren den ganzen Tag hinaus aufs Meer“, sagt Zuhl. Diese bringen oft auch schon eine gewisse Erfahrung im Umgang mit Motorbooten mit, selbst wenn sie keinen Führerschein besitzen.

Mit dem neuesten Trend – dem Stand Up Paddling – gehen die Bootsterrassen nicht mit. „Ich würde gerne Paddelboote und Stand Up Paddling anbieten. Doch der Berufsverkehr auf dem Seekanal macht die Sache zu gefährlich“, sagt Matuchniak.

Tatsächlich dürfen zumindest die Motorboote hinaus auf die Ostsee fahren und kommen so den großen Fähren und noch größeren Kreuzfahrtschiffen sehr nah. Ein Boot ohne Motor birgt in solchen Situationen ein zu hohes Risiko.

Lara Lichtenthäler

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