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Wiro baut Studentenwohnungen mit Blick auf die Ostsee

Warnemünde Wiro baut Studentenwohnungen mit Blick auf die Ostsee

Wohnungsunter- nehmen hat neue Pläne für das Hochhaus an der Mittelmole. Mehr als 100 Studenten sollen in Warnemünde wohnen.

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Die Zimmer werden denen im Lichtenhäger „Wirotel“ ähneln.

Warnemünde. Das städtische Wohnungsunternehmen Wiro baut Studentenwohnungen in exklusiver Lage – mit Blick auf die Ostsee. Das ehemalige Scandlines-Hochhaus soll dafür saniert werden. Mehr als 100 junge Leute könnten an der Mittelmole ein neues Zuhause finden. Das teilte die Wiro am Dienstag auf der Sitzung des Ortsbeirates Warnemünde mit.

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Wohnungsunter- nehmen hat neue Pläne für das Hochhaus an der Mittelmole. Mehr als 100 Studenten sollen in Warnemünde wohnen.

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Die Wiro betreibt bereits ein Jugendwohnheim in Lichtenhagen, ein Jugend- und Studentenhaus in der Südstadt sowie das Studentenhaus in der Elisabethwiese in der KTV, ihre sogenannten „Wirotels“. „Wir konnten im letzten Jahr 80 konkrete Anfragen nicht bedienen“, sagte Christian Jentzsch, Leiter Investition und Grundstücke beim Wohnungsunternehmen. „Der Bedarf ist da.“

58 Zimmer sollen in dem Hochhaus nördlich des Bahnhofs ausgebaut werden. Jentzsch spricht von 110 Betten. „Außen wird kaum etwas geändert“, sagt er. Allerdings müsse ein Fluchttreppenhaus gebaut werden. Das vorraussichtliche Investitionsvolumen beziffert die Wiro auf rund drei Millionen Euro. „Eine gute Lösung für das Projekt“, sagte Jentzsch. Schon lange wird überlegt, wie man das Gebäude umnutzen kann. Bis zuletzt hatte die Wiro es als Zwischenlösung genutzt und Mitarbeiter nach Warnemünde ausgelagert, die wegen des Umbaus in der Langen Straße ihr Büro räumen mussten. Auch Vereine nutzten Räume, andere für Besprechungen. 2018 sollen nach Plänen der Wiro Studenten, Auszubildende und Sportler einziehen. Den Bauantrag hat die Wiro bereits im Dezember gestellt. Ebenso habe das Unternehmen bereits Gespräche mit der Stadt geführt und einen Umnutzungsantrag eingereicht. Und weil die Genehmigung dazu noch fehle, sei man zurückhaltend, sagt Alexander Prechtel (CDU): „Wir nehmen das beobachtend zur Kenntnis.“ Erst, wenn Stadt und Wiro sich einig seien, sei die erste Hürde genommen. Der Ortsbeiratsvorsitzende sagt aber auch: „Wenn dort eine Unterkunft für Studenten entsteht, ist das etwas Positives.“

Teurer als ein Zimmer in der KTV, Lichtenhagen oder der Südstadt soll es laut Jentzsch an der Mittelmole nicht werden. Dort liegen die Preise je nach Doppel- oder Einzelzimmer, Größe und Ausstattung zwischen 175 und 370 Euro monatlich. Die Zimmer sind möbliert. Noch immer ist unklar, wie die Mittelmole im Gesamten einmal aussehen soll. Seit dem Aus der Fährverbindung 1995 liegt ein Großteil des Areals brach. Die bisherigen Pläne der Stadt und der Wiro waren bei den Warnemündern umstritten. Was mit dem alten Lokschuppen passiere, wollte ein Warnemünder aus dem Publikum wissen. „Das ist ein separates Thema“, sagte Jentzsch. Und was ist mit den Plänen, in dem Hochhaus ein Stadtteil- und Begegnungszentrum zu bauen – oder ein Sportlerhotel? Auch das, so Jentzsch, werde in die Gesamtplanungen für die Mittelmole einbezogen.

Alexander Prechtel betont, dass die „Wirotel“-Pläne keinen Einfluss darauf hätten, was sich die Warnemünder für die Mittelmole wünschen. Damit sei keine der bisherigen Ideen vom Tisch.

Studentisches Wohnen in der Hansestadt

3 Wohnheime betreibt die Wiro in Rostock bereits: in der Südstadt, in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) und in Lichtenhagen. Die Zimmer variieren in Größe und Ausstattung. Es gibt in den „Wirotels“ Gemeinschaftsküchen- und Bäder. Die Appartements haben diese separat.

3600 Erstsemester haben in etwa im Wintersemester an der Uni Rostock angefangen zu studieren. Hinzu kommen Auszubildende, die nicht aus Rostock kommen. Auch sie suchen günstigen Wohnraum. Die Hansestadt ist ein wichtiger Berufsschulstandort für MV.

Das Studentenwerk betreibt neun Wohnheime in der Innenstadt, KTV, Lichtenhagen, Südstadt und in Warnemünde in der Friedrich-Barnewitz-Straße.

Angesichts steigender Mieten und zu wenig Wohnungen fordern Politiker und Studentenwerk weitere Unterkünfte für Studenten.

Philip Schülermann

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