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Wiro sucht Ideen für Haus des Sports

Warnemünde Wiro sucht Ideen für Haus des Sports

Die Entscheidung ist gefallen: Das Haus des Sports wird weder Pension noch Hotel oder ein anderes Feriendomizil — es wird ein Wohnhaus.

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Von 1954 bis 2015 trainierten in dem Haus die Warnemünder Sportler. Jetzt wird das Gebäude zu einem Wohnhaus umgebaut.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Die Entscheidung ist gefallen: Das Haus des Sports wird weder Pension noch Hotel oder ein anderes Feriendomizil — es wird ein Wohnhaus. „Wir haben das Haus vor ein paar Tagen übernommen, es gehört jetzt zu unserem Bestand“, sagt Carsten Klehn, Sprecher der Rostocker Wohnungsgesellschaft Wiro. Auch wenn man noch keinen Plan habe, was dort wie genau geschehen werde, „ist jedoch klar, dass es ein Wohnhaus wird“, so Carsten Klehn.

Haus voller Geschichte

Die 1848er Märzkämpfer Carl Schurz und Gottfried Kinkel haben auf ihrer Flucht vor der preußischen Justiz 1850 in „Wöhlerts Gasthof“ (Haus des Sports) übernachtet. Sie verließen Deutschland auf einem Schiff. Später reisten sie in die USA. Schurz wurde dort General im Bürgerkrieg, später sogar Innenminister der USA.

Die Wiro hole jetzt Angebote ein, um überhaupt erst einmal eine Studie erarbeiten zu lassen, was an dem Standort generell möglich sei, erläutert Klehn. Wenn es eine im Unternehmen bestätigte Idee gibt, beginne das eigentliche Planungsgeschehen. Bis zu einem konkreten Bauantrag sei es noch ein langer Weg, der durchaus Jahre in Anspruch nehmen könne, so der Wiro-Sprecher.

Nichtsdestotrotz wolle man, wenn nach der Studie klar sei, was dort möglich sei, auch schon dieses Ergebnis im Ortsbeirat vorstellen. Das könne noch in diesem Jahr geschehen, ist Klehn überzeugt.

Der bisherige Haus-Eigentümer, die Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt (KOE), hat das Haus ohne Ausschreibung verkauft, um so die Finanzierung für die Sporthalle in der Parkstraße abzusichern.

„Es gibt einen Beschluss des Hauptausschusses, der uns erlaubt hat, das Haus ohne Ausschreibung zu verkaufen“, sagt KOE-Chefin Sigrid Hecht. Der Verkauf selbst gehörte zu den Auflagen des Schweriner Innenministeriums. Eine Forderung sei damals gewesen, so Sigrid Hecht, die ursprünglich geplante Sporthalle kleiner zu bauen und zusätzlich Geld aus dem Verkauf von städtischen Immobilien zur Verfügung zu stellen.

„Der Bau der Sporthalle hat sich so um zwei Jahre verzögert, doch es war richtig, dass das Ministerium auf einem Eigenanteil bei der Kreditaufnahme bestanden hat“, betont die KOE-Chefin. So seien die 6,2 Millionen Euro für die Sporthallen letztlich aus Eigenmitteln und durch Kredite zusammengekommen. Um den städtischen Anteil zu sichern, wurde neben dem Haus des Sports auch das „Doktorhus ann Strann“ in der Kurhausstraße 1 verkauft. Es soll für rund 1,5 Millionen Euro den Besitzer gewechselt haben. Das Haus des Sports befindet sich baulich in einem desaströsen Zustand, steht aber am Südende des Alten Stroms an einem Top-Standort. Über die Verkaufssumme gibt es keine Angaben. Auch zur notwendigen Investitionssumme durch die Wiro wird es erst nach Vorlage der Machbarkeitsstudie Angaben geben.

1954 hat die Stadt das frühere Hotel und Gasthaus zum Haus des Sports gemacht. Im Juli 2015 sind die letzten Sportler ausgezogen.

Von Thomas Sternberg

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