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Wiro will weitere Sanierungen in Markgrafenheide erst prüfen

Markgrafenheide Wiro will weitere Sanierungen in Markgrafenheide erst prüfen

Neue Aspekte in der Debatte um den städtebaulichen Rahmenplan

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In der Albin-Köbis-Straße hat die Wiro bereits Wohnungen saniert. Offenbar ist es noch nicht klar, ob sie ihre Arbeiten langfristig fortsetzen wird.

Quelle: Fotos: Michael Schißler, Oz-Archiv

Markgrafenheide. . In Markgrafenheide macht sich Verunsicherung breit: Wird die Wiro ihre Pläne, in dem Rostocker Stadtteil insgesamt elf Wohnblöcke zu sanieren, aufgeben?

OZ-Bild

Neue Aspekte in der Debatte um den städtebaulichen Rahmenplan

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Nach den jetzigen Überlegungen ist es so, sagt Ortsbeiratsvorsitzender Jürgen Dudek, dass insgesamt elf Wohnblöcke saniert werden. „Bis jetzt ist das Haus in der Albin-Köbis-Straße 10 fertig und wird nach und nach bezogen.“ Im Frühjahr, so Dudek weiter, werde man damit beginnen das Haus Nummer 8 anzupacken. „Danach ist es dann die Frage, ob es mit dem Haus Nummer 6 weiter in die Sanierung geht“, sagt Dudek. „An der Nummer 6 scheiden sich die Geister.“

Carsten Klehn, Sprecher der Wiro in Rostock, sagte, dass sich jede Investition wirtschaftlich rechnen müsse. „Darüber wird immer erst entschieden, wenn eine Investition ansteht, so wie vor einigen Wochen für die Albin-Köbis-Straße.“ Klehn unterstrich, dass weitere Investitionsentscheidungen in Markgrafenheide derzeit nicht anstehen.

Den Ortsbeirat hatte hellhörig werden lassen, dass offenbar im Bauausschuss der Wiro auch die Investition von Mathias Herrmann eine Rolle gespielt habe. Der Investor aus Hohe Düne will das Stadtteilzentrum in der unmittelbaren Nähe des dortigen Supermarktes errichten und rund 70 Wohnungen schaffen, dazu kommen einige Ladengeschäfte. Diese Investition, die im Sommer wegen möglicher neuer Ferienwohnungen zu langen Diskussionen im Ortsbeirat geführt hatte, ließen in Markgrafenheide die Frage aufkommen, ob sich die Wiro wegen des erhöhten Angebotes aus dem Stadtteil Markgrafenheide zurückziehen wolle. Dies wies Klehn zurück, die Wiro wolle nicht aus Markgrafenheide weichen. Klehn verneinte zudem die Frage, nach einem möglichen Verkauf der Blöcke. Solche Überlegungen hatte es schon einmal vor etwa zehn Jahren gegeben.

Sybille Bachmann, Mitglied im Aufsichtsrat der Wiro, erinnerte daran, dass es sich bei der angestrebten Sanierung um einen Plan gehandelt habe. Gleichwohl befand sie: „Das sieht schon komisch aus, wenn ein Haus saniert ist und das nächste dann nicht.“ Das jetzt in der Albin- Köbis-Straße saniert Haus sehe gut aus und passe sich ein. Ihrer Ansicht nach sollte das Ensemble aus ehemaligen Kasernenbauten in Markgrafenheide erhalten bleiben. Ihr sei es wichtig, dass die bestehenden Wohngebiete im Bestand gesichert seien und nicht immer neue Flächen für die Bebauung vorgesehen werden, was dann schließlich der Umwelt schade.

Im Hinblick auf die Diskussion um den städtebaulichen Rahmenplan für Markgrafenheide merkte Sybille Bachmann an, dass man gerade in dem Stadtteil Gewerbeflächen brauche. „Es gibt durchaus junge Familien, die sich in dem Bereich ansiedeln und ein Gewerbe aufbauen wollen. Das geht aber nicht, wenn es wie jetzt keine Gewerbeflächen gibt“, erläuterte sie.

Würden die Wohnungen der Wiro nicht saniert werden, dürfte die Enttäuschung der Markgrafenheider groß sein. Sie setzen sich gerade dafür ein, dass ihr Stadtteil wächst und sie in Zukunft mehr Bürger haben werden. Das ist bei den bisherigen Bürgerforen auch deutlich geworden.

Am heutigen Mittwoch werden die Ergebnisse aus diesen Zusammenkünften in der Ortsbeiratssitzung vorgestellt werden. Ortsbeiratsvorsitzender Jürgen Dudek hat bereits Befürchtungen geäußert, dass Kleingärten und ein Bolzplatz dabei für Wohnbebauung ausgewiesen werden könnten.

Michael Schißler

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