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Zehn Jahre: Korvetten feiern Geburtstag

Hohe Düne Zehn Jahre: Korvetten feiern Geburtstag

Schiffe bewähren sich in vielen Einsätzen / Standort Hohe Düne attraktiv für viele Marineangehörige

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Mit einer militärischen Zeremonie wurde gestern in Hohe Düne das zehnjährige Bestehen des 1. Korvettengeschwaders gefeiert. Im Hintergrund liegt die Korvette „Erfurt“.

Quelle: Bernd Wüstneck

Hohe Düne. Das in Hohe Düne stationierte Korvettengeschwader gibt es zwar erst seit zehn Jahren, doch die fünf Schiffe der Braunschweig-Klasse sind aus Hohe Düne, dem Alltag der Marine und den deutschen Auslandseinsätzen nicht mehr wegzudenken. Gestern feierte das Geschwader mit seinen Besatzungen, Unterstützungsgruppen und vielen Ehrengästen sein zehnjähriges Dienstjubiläum.

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Vergessen sind die Anlaufschwierigkeiten mit Getriebe, Kupplung, Lüftung und Isolierung. Die Pannenserie sorgte damals für viel Ärger. Die „Braunschweig“ konnte sogar erst vier Jahre später als ursprünglich geplant in Dienst gestellt werden. Jetzt sind die Korvetten aber alle fast ständig auf den Weltmeeren unterwegs, die „Erfurt“ war schon 16 Monate lang ununterbrochen im Einsatz.

Man sei, so der Kommandeur des 1. Korvettengeschwaders, Fregattenkapitän Sascha Zarthe (41), bei einem „normalen Flottendienst in dynamischen Zeiten angekommen“. Da bewährten sich die Korvetten ausgezeichnet. Sie könnten weltweit operieren. „Sie sind in der Lage, Einsätze sowohl in engen Küstengewässern als auch auf hoher See durchzuführen“, sagt Zarthe. Kürzere Einsätze in der Ostsee seien ebenso möglich wie längere im Mittelmeer oder im Indischen Ozean.

Der Einsatz auf den Korvetten sei für viele Marinesoldaten attraktiv. Ebenso der Standort in Rostock-Warnemünde. Es gebe etliche Anfragen und Versetzungsanträge für eine Stationierung im Marinestützpunkt Warnemünde, informiert Zarthe. Und er unterstreicht: „Wir haben uns hier vom ersten Tag an wohlgefühlt.“

Sascha Zarthe ist zwar gerade erst im Juni Kommandeur des Korvettengeschwaders geworden, er war dort aber schon im Jahr 2013 stellvertretender Kommandeur.

In diesen Tagen liegen drei Korvetten an den Pieranlagen im Marinehafen. Die anderen beiden sind auf den Meeren unterwegs.

Die „Braunschweig“ ist vor der Küste Libanons im Einsatz. Sie beteiligt sich an der Unifil-Aktion. Die „United Nations Interim Force in Lebanon“ ist eine Friedensmission der Vereinten Nationen. Vor allem der Waffenschmuggel soll dort verhindert werden. Die Mission begann nach dem Libanonkrieg im Jahr 2006.

Mit 63 Soldaten an Bord ist vor gut 14 Tagen die Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ zu ihrem zweiten großen Einsatz verabschiedet worden. Als Teil eines ständigen Nato-Verbandes nimmt sie an mehreren Manövern in Nord- und Ostsee sowie im Atlantik teil. Während der kommenden drei Monate wird die „Ludwigshafen am Rhein“ in Gdynia, Karlskrona, Kopenhagen, Glasgow, Belfast, Rotterdam und Hamburg einlaufen. Das Schiff wird am 18. November in Warnemünde zurückerwartet.

Das Korvettengeschwader wurde offiziell am 26. Juni 2006 in Dienst gestellt und ist der jüngste seegehende Verband der Flotte. Jede der fünf Korvetten ist ein Verbund von hoch automatisierten und computergesteuerten Systemen, dadurch ist nur eine kleine Besatzungsstärke von im Regelfall 58 Marinesoldaten notwendig.

240 Millionen Euro hat jedes der fünf Schiffe gekostet. Die Korvetten sind 89 Meter lang und verfügen unter anderem über ein Flugabwehrsystem und über Flugkörper, die auch auf Bodenziele abgefeuert werden können. Die Schiffe sollen noch eine moderne Luftaufklärung erhalten.

100-jährige Geschichte

Der heutige Marinestandort in Hohe Düne wurde 1913 als Seefliegerhorst gegründet. Die Straßenbahn, die von der Warnow zur Rostocker Heide fuhr, blieb stehen, wenn ein Flugzeug nahte.

Die Wehrmacht nutzte das Areal, baute die Häuser auf der „Scheuerleiste“ in Hohe Düne, Kasernen in Markgrafenheide und legte eingangs der Heide Schießplätze an. In der DDR war die Vierte Flottille der Volksmarine in Hohe Düne stationiert. In der Heide baute sie 16 Munitionsbunker.

Der Marinestützpunkt ist der einzige Marine-Hafen in Mecklenburg-Vorpommern. Stationiert waren dort ab 1993 zunächst die Schnellboote und heute das 1. Korvettengeschwader.

Thomas Sternberg

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