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Warnow-Fähre pendelt wieder

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Warnow-Fähre pendelt wieder

In frischem blau-weißen Outfit hat die „Gehlsdorf“ gestern die Werft verlassen / Ab heute wieder normaler Fährverkehr

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Mit symbolischem Sektgruß wurde die Fähre „Gehlsdorf“ wieder zu Wasser gelassen.

Quelle: Axel Andreas

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Die Fähre „Gehlsdorf“ verkehrt ab heute wieder über die Warnow. Nach einem einwöchigen Werftaufenthalt in der SAB-Marina Bramow ist sie „wieder ein schönes Schiff geworden“, wie Bootsmann Axel Andreas es ausdrückt.

Die Fähre war planmäßig zur jährlichen Instandsetzung im Trockendock. „Sie wurde im Unterwasserbereich gesandstrahlt, konserviert, in Farbe gebracht“, erklärt Klaus Piorrek, Geschäftsführer der Antaris Seetouristik und Wassersport GmbH, die die Fähre betreibt. Kleinere Reparaturarbeiten seien erledigt, neue Buchstaben angebracht worden.

Die vierköpfige Besatzung war dabei ständig an Bord. „Wir haben auf dem Schiff entrostet, gestrichen, sauber gemacht – all die Arbeiten erledigt, die im Tagesgeschäft nicht zu schaffen sind“, berichtet Bootsmann Andreas, der seit Jahresbeginn zur Crew gehört. Gestern hat er symbolisch eine Flasche Sekt am Bug des Schiffes zerschellen lassen und der Fähre „immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel“ gewünscht. „Die Fähre ist ein Teil der Rostocker Geschichte, die nicht nur Personen, sondern auch Emotionen und Gefühle transportiert“, sagt der 57-Jährige.

Im Schnitt 72 Mal pro Tag schippert die Fähre über die Warnow, gut 500 Meter Wasserweg liegen zwischen den Anlegestellen Gehlsdorf und Kabutzenhof. Hier legt das Schiff alle 20 bis 30 Minuten an, montags bis freitags zwischen 6.10 und 20 Uhr. „Der Takt richtet sich nach dem Verkehrsaufkommen“, sagt Antaris-Chef Piorrek. Am Wochenende pendelt die Fähre zwischen Gehlsdorf und Stadthafen, steuert hier zwischen 10.30 Uhr und 18.10 Uhr die Anlegestelle Schnickmannstraße an. „Das wird gut angenommen“, freut sich der Betreiber. Rund 140000 Fahrgäste und 40000 Räder wurden 2015 transportiert. „Die Fahrräder nehmen zu“, sagt Piorrek. Viele Studenten würden zur Arbeit in die Uniklinik in Gehlsdorf fahren.

Derzeit denken Betreiber und Stadt über eine „Elektro-Fähre“ nach. Sie ist ein Baustein im Konzept „E-Mobilität“, das Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) hat entwickeln lassen.

Antaris-Geschäftsführer Piorrek schaut sich schon mal um, welcher E-Motor passen würde. Die jetzige Fähre wurde 1998 gebaut und vom Wirtschaftsministerium gefördert mit einer 20-jährigen Bindungsfrist. „Die läuft in zwei Jahren aus, und da ist eine neue, elektrisch betriebene Fähre denkbar“, sagt Piorrek. „Wenn’s finanzierbar ist, gibt es eine neue, sonst wird umgerüstet.“ Ab heute geht jedoch noch die alte, wieder flotte „Gehlsdorf“ auf Pendeltour. Allzeit gute Fahrt!

Fähre ist 18 Jahre alt

1994 übernahm die Antaris Seetouristik Wassersport GmbH die Linie zwischen Kabutzenhof und Gehlsdorf. Zunächst verkehrte eine Barkasse über die Warnow. 1998 ließ Antaris mit Fördermitteln des Landes in Holland die Fähre „Gehlsdorf“ bauen – eine Spezialanfertigung für die oftmals von Hoch- und Niedrigwasser heimgesuchten Warnowanleger, zudem ausgestattet mit rollstuhl- und fahrradgeeigneten Türen.

Doris Kesselring

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