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Wasser kommt mit Hochdruck in die See

Graal-Müritz Wasser kommt mit Hochdruck in die See

Für Binnenhochwasser gibt es in Graal-Müritz ein modernes Schöpfwerk / Noch läuft Testbetrieb

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Die Schöpfwerkbeauftragte Stefanie Krieger informiert Hartmut Thies (v.l.), Stefan Schlüter und Frank Hartmann über die Funktionsweise.

Quelle: Foto: J. Falkenberg

Graal-Müritz. Es ist ein alljährlich wiederkehrendes Prozedere: Die Gewässer- und Schöpfwerkschauen, die durch die Wasser- und Bodenverbände (WBV) durchgeführt werden. Der WBV „Untere Warnow-Küste“ mit seinen Gewässern, Rohrleitungen, Stauen und Schöpfwerken im Bereich vom Rostocker Nordwesten bis nach Hirschburg hatte im März elf Schautage angesetzt.

Millionen-Projekt

4721 Hektar beträgt das Einzugsgebiet, das über den Stromgraben entwässert wird. Bevorteilte Gemeinden sind Rostock mit der Heide (47 Prozent der Kosten), Graal-Müritz (5), Rövershagen, Ribnitz-Damgarten, Gelbensande und Klein Kussewitz. Das Projekt Schöpfwerk kostete 2,2 Mio. Euro.

„Es waren anstrengende Tage, erfreulich, dass die Beteiligung der Anlieger und Anwohner gut war“, schaut Verbandsvorsteher Hartmut Thies zurück. Am Dienstag wurden die acht Schöpfwerke auf dem Stadtgebiet zwischen Laakkanal, Verbindungsweg und Peez kontrolliert. Gestern wurden die beiden Schöpfwerke in Graal-Müritz und Hirschburg begutachtet. In der Auswertung der Schauen wird die ganzjährige Instandhaltung der Gewässer und Anlagen geplant.

Als leistungsstarkes Schmuckstück zeigt sich das neue Schöpfwerk am Stromgraben im Ostseeheilbad Graal-Müritz. Die Schöpfwerkbeauftragte des WBV Stefanie Krieger informierte, dass die Abnahme der 2015 fertiggestellten Binnenhochwasserschutzmaßnahme noch nicht erfolgt ist. Der Grund: Zu wenig Wasser fließt zu, um die vier vertikal stehenden Rohrgehäusepumpen unter Volllast zu testen. Sie sind in der Lage, 12240 Kubikmeter Wasser pro Stunde aus dem 9000 Quadratmeter großen Mahlbusen durch die 300 Meter lange Rohrleitung in die Ostsee zu befördern.

Die Fernüberwachung, durch die auch die ehrenamtlichen Schöpfwerkwärter Günter Martens, Andreas-Hendrik Möller und Ron Jennerjahn in Graal-Müritz alarmiert werden, läuft noch im Testbetrieb. „Gegen künftige Binnenhochwasser haben wir jetzt ein Bauwerk für die Zukunft“, sagt Hartmut Thies. Er schließt jedoch nicht aus, dass auch künftig Hausbesitzer nasse Füße bekommen. „Wer in der Badewanne baut, muss bei Starkregen warten, bis das Wasser abfließt“, sagt er und bietet auch weiterhin Unterstützung bei der Bauplanung an, damit Fehler wie in der Koppenheide vermieden werden.

Der Wohnungsbau in Graal-Müritz hat auch das Schöpfwerk am Gewässer 31, dem Moorgraben in Müritz, an seine Grenzen gebracht. Hier werden mittels zweier Tauchpumpen von 1997 bis zu 600 Kubikmeter Wasser in der Stunde aus einem Einzugsgebiet von 294 Hektar der Gemeinden Dierhagen, Gelbensande und Graal-Müritz gepumpt. „Erste Gedanken zum Bau eines neuen Schöpfwerkes gibt es“, sagt der Verbandschef Hartmut Thies.

Neben der Wartung der technischen Anlagen, so wie der Säuberung der Rechen, wird an beiden Gewässern die Pflege des Uferbereiches und des Gewässerbettes in den Arbeitsplan aufgenommen.

Jürgen Falkenberg

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