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Wasserretter bauen Jugendteam auf

GRAAL-MÜRITZ Wasserretter bauen Jugendteam auf

Für die DLRG geht die Saison zu Ende / Die Nachwuchsausbildung steht jetzt im Vordergrund

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Frank Vowinkel (l.) und André Rieckhoff rangieren ein Rettungsboot ins Winterquartier.

Quelle: Michael Schißler

Graal-Müritz. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Graal-Müritz hat ihre Wachsaison abgeschlossen. Zeit für die Gemeinde, an ihrem Wachturm etwas zu tun. Neue Fenster hat es gegeben, „und nun wird noch eine Elektroheizung eingebaut“, sagt André Rieckhoff, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Graal-Müritz. „Notwendig ist die Heizung, weil es immer wieder Frostschäden gegeben hat“, sagt der DLRG-Chef. Die Neuerung bringt allerdings auch einen Vorteil für die Wasserretter: Sie können auch im Winter den Rettungsturm für ihre Vereinsarbeit nutzen.

„Bislang sind wir nur privat untergekommen oder haben uns bei der Feuerwehr eingemietet.“

Nun hat die DLRG auch die Möglichkeit, ihr Jugendeinsatzteam im Rettungsturm auszubilden und zu schulen. „Wir haben 15 Kinder im Alter von zehn bis 16 Jahren, die dazu gehören.“ Sie werden für den Rettungsdienst ausgebildet, „damit wir auf Dauer den Wachdienst während der Saison mit eigenen Kräften sicherstellen können“, sagt Rieckhoff. Die Jugendlichen – erst im Alter von 16 Jahren dürfen sie in den aktiven Dienst – bekommen eine Ausbildung an den Funkgeräten, eine Schwimmausbildung und einen Erste-Hilfe-Kurs. Ausgerüstet werden sie auch mit der Dienstkleidung der Wasserretter. Die Kosten übernehmen zur Hälfte die Ortsgruppe und zur anderen die DLRG.

Für das Jugendteam sind auch mittlerweile zwei sogenannte Rettungsrucksäcke angeschafft worden, sagt DLRG-Schatzmeisterin Susann Stark. Dafür hatte die DLRG-Spendendosen am Rettungsturm aufgestellt, und es sind 200 Euro zusammengekommen. „Wir haben uns über die Spendenbereitschaft sehr gefreut“, fügt André Rieckhoff hinzu. Dass das Jugendeinsatzteam aufgebaut werden konnte, haben die Wasserretter einer Aktion zu verdanken. „Wir haben uns beim Kindertag in der Förderschule und beim Parkfest mit unserer Ausrüstung vorgestellt“, sagt Rieckhoff. Die jungen Leute wird die Graal-Müritzer Ortsgruppe brauchen können, denn mittlerweile sind sie in das Rettungssystem des Landkreises eingebunden. „Wir sind damit in diesem Jahr erstmals zusätzlich zu den anderen Rettungsdiensten im Einsatz“, erläuterte André Rieckhoff. „Dies geschieht im Rahmen des Ersthelfer-Einsatzes, in dem wir eine Zwischenfunktion haben.“ Im First-Responder-System waren die Mitglieder der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft dann insgesamt 32 mal ausgerückt. „Diese Einsätze finden im nahen Bereich des Strandes statt“, so der DLRG-Vorsitzende. Die Bandbreite der Einsätze an Land reichten dann von Grill- und Kinderunfällen bis hin zur Wiederbelebung.

Erledigt werden diese Aufgaben nach Rieckhoffs Worten allein von Mitgliedern der Graal-Müritzer DLRG-Ortsgruppe, die eine Sanitätsausbildung und eine Einweisung auf allen Fahrzeugen im Bestand haben.

Kleine und große Einsätze am Strand

13847 Dienststunden wurden in der Saison auf dem Wachturm an der Seebrücke geleistet. Die DLRG in Graal- Müritz

blickt aber auf eine relative ruhige Saison zurück.

97 Hilfeleistungen kamen zusammen. Neunmal waren die DLRG-Mitglieder im Einsatz, um Kinder zu suchen, sechsmal mühten sie sich Eltern zu finden, wenn Kinder abgegeben wurden. Außerdem waren die Wasserretter bei kleineren Unfällen im Einsatz, wenn beispielsweise einfach nur Pflaster zu kleben waren.

4 Notfälle gab es auf See. So musste ein gekenterter Katamaran und die Besatzung gerettet werden, ebenso waren die Helfer gefordert, als ein Surfer kenterte. Aus der Strömung der Buhnen musste ein Schwimmer gerettet werden, außerdem war ein Badegast zu weit hinaus geschwommen.

Michael Schißler

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