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Wasserschutzpolizei wacht jetzt im Seehafen in neuen Räumen

Seehafen Wasserschutzpolizei wacht jetzt im Seehafen in neuen Räumen

Ordnungshüter mussten umziehen, weil ihnen die Stadt gekündigt hatte

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Polizeihauptkommissar Ralf Seifert ist zufrieden mit dem Umzug: „Die neuen Räume sind viel besser als die alten“.

Quelle: Foto: G. Kleine Wördemann

Seehafen. Auf den Schreibtischen fehlen die Akten, an den Wänden hängen keine Bilder: Noch sieht es recht karg aus in den Räumen und Fluren der neuen Station der Wasserschutzpolizei im Rostocker Seehafen. Nach 20 Jahren mussten die Ordnungshüter umziehen. Das alte Gebäude lag direkt an der Kaikante, das neue ist gut 100 Meter weiter weg in Richtung Land. Die Stadt hatte als Vermieter sozusagen Eigenbedarf angemeldet und der Polizei gekündigt. Die alte Station wird teilweise abgerissen und teils in der Saison für Kreuzfahrttouristen genutzt.

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Ordnungshüter mussten umziehen, weil ihnen die Stadt gekündigt hatte

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Nun müssen die Polizisten einmal über die Straße gehen, um zur Anlegestelle des Küstenstreifenbootes „Warnow“ zu gelangen. „Laufen soll ja fit halten“, scherzte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) gestern bei der Eröffnung der neuen Einrichtung. Für körperliche Betätigung müssen die Beamten gar nicht vor die Tür: Es gibt einen eigenen Sportraum mit Hantelbank und Tischtennisplatte. Im Trockenraum hängen Handtücher und Neoprenanzüge auf Wäscheständern. Praktisch, wenn man beruflich mit Wasser zu tun hat. Die Nutzer sind jedenfalls zufrieden: „Die neuen Räume sind viel besser als die alten“, sagt Polizeihauptkommissar Ralf Seifert (54). Das alte Dienstgebäude – die ehemalige Hafenapotheke – diente seit 1997 als Polizeistation und war nicht mehr im allerbesten Zustand.

Die neuen Räume belegen den kompletten vierten Stock des Bürogebäudes, darunter sind Bundespolizei, Zoll und verschiedene Firmen untergebracht. Die Höhe bietet durchaus Vorteile: Nicht nur Minister Caffier bewunderte den schönen Ausblick durch handbreitdicke Wärmeglasfenster über Hafenbeck B und Schüttgutkai auf die Ostsee. Mit 376 Quadratmetern ist die neue Station etwa so groß wie die alte (372 Quadratmeter), Raumzuschnitt und -aufteilung seien allerdings deutlich besser.

250 000 Euro gab der Landesbetrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) für den Umbau aus. Raumschnitte wurden geändert, Sicherheits- und Kommunikationstechnik installiert. Weil das über den normalen Standard für Büroräume hinausgeht, habe nicht der Vermieter, die teils landeseigene Hafengesellschaft, die Kosten übernehmen müssen. Damit sich die hohen Ausgaben rechnen, beträgt die Mindestmietzeit 25 Jahre. Die monatliche Gesamtmiete einschließlich aller Betriebskosten beträgt 5400 Euro, rund 1100 Euro mehr als im alten Haus. „Immobilien im Hafen sind begehrt und haben ihren Preis“, sagt ein BBL-Sprecher.

18 erfahrene Wasserschutzpolizisten versehen ihren Dienst in der neuen Station. Zu ihren Aufgaben zählen Kontrollen der Schiffe und ihrer Besatzungen im Hafen und auf See, erklärt Wasserschutzpolizei-Direktor Peter Mainka. Sie prüfen etwa, ob Schadstoffe richtig entsorgt werden. Mainka: „Wir sind auch eine Art Umweltpolizei“. Das Hafengelände ist ebenfalls ihr Revier. Vor ein paar Tagen legten sie einen schrottreifen Lkw aus Tschechien still. Trotz mehr als 30 Mängeln wollte der Fahrer ohne funktionierende Bremsen quer durch Europa fahren. Kurz darauf fischten die Beamten 14 Insassen aus einem überladenen und nicht maroden Kleintransporter. Die Rumänen kamen aus Skandinavien und wollten nach Hause. In Rostock war die Reise erst einmal zu Ende.

Zehn Jahre älter als andere Polizisten

57 Jahre alt sind die 45 Beamten der Rostocker Wasserschutzpolizeiinspektion durchschnittlich. Das sind zehn Jahre mehr als der Durchschnitt der gesamten Landespolizei in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Überalterung sei eine Folge der früheren Personalpolitik, so Innenminister Lorenz Caffier (CDU). Die Wasserschutzpolizei leidet besonders darunter, dass über viele Jahre kaum neue Polizisten eingestellt wurden. Mittlerweile sucht die Behörde offensiv nach Personal – und setzt dabei auch auf Quereinsteiger mit nautischen Kenntnissen, zum Beispiel ehemalige Marineangehörige oder ausgebildete Seeleute. Für diese Bewerber stellt die Verwaltungshochschule Güstrow jedes Jahr spezielle Ausbildungs- und Studienplätze mit dem Ziel Wasserschutzpolizei zur Verfügung.

Zur Wasserschutzinspektion Rostock gehört neben der Station im Seehafen die Zentrale im Stadthafen.

Gerald Kleine Wördemann

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Rostock
Polizeihauptkommissar Ralf Seifert (54) vor der neuen Station der Wasserschutzpolizei im Seehafen Rostock. „Die neuen Räume sind viel besser als die alten“, sagt er.

Weil die Stadt Rostock die alten Räume gekündigt hatte, mussten die Wasserschutzpolizei ihre Station im Seehafen verlegen. Die neuen Räume sind moderner als die alten. Der Umbau kostete 250 000 Euro, obwohl die Station nur gemietet ist.

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