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Wassersportler der Uni sammeln für neues Bootshaus

Petriviertel Wassersportler der Uni sammeln für neues Bootshaus

Knapp vier Millionen Euro müssten investiert werden / Die Erneuerung der maroden Anlage steht aber nicht auf der Prioritätenliste der Universität

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Christine Radtke und Hartmut Preuß bemängeln den baulichen Zustand der Uni-Wassersportanlagen am Warnowufer. Fotos (2): Ove Arscholl

Petriviertel. An der Warnow entsteht nach und nach ein neues, modernes Wohngebiet. Nur ein Bereich des Petriviertels fällt aus dem Rahmen: die Wassersportanlage der Universität Rostock. Marode und heruntergekommen präsentieren sich die Gebäude. Doch das soll sich ändern. Zu ihrem ersten „Wasserfestival“ starteten die Sportwissenschaftler eine Spendenaktion.

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Knapp vier Millionen Euro müssten investiert werden / Die Erneuerung der maroden Anlage steht aber nicht auf der Prioritätenliste der Universität

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Das sportliche Uni-Leben pulsiere am Wasser, sagt Hartmut Preuß vom Institut für Sportwissenschaften. Die Bedingungen auf der Anlage seien jedoch alles andere als zeitgemäß. Von einem „gut erhaltenen Steinzeitmodell“ spricht Preuß, Leiter des Hochschulsports.

Entstanden ist die Anlage schon 1935, bis in die 70er Jahre kamen Uferbefestigung, Steganlage, eine zusätzliche Bootslagerhalle und eine Werkstatt dazu. Die musste allerdings wegen Baufälligkeit in den 90er Jahren abgerissen werden. Boote müssen für Wartung und Reparatur nun mit großem Aufwand zum Garagenkomplex in der Ulmenstraße transportiert werden. Nur eines der Probleme am Warnowufer, die Hartmut Preuß beschreibt. „Das Dach ist teilweise undicht“, weiß Marten Maack (27), der einen Ruderkurs belegt hat. Für Hartmut Preuß steht deshalb fest: „Wir wollen auf die Bauliste. Zeitnah“ Ein neues Bootshaus, Seminarräume für die Ausbildung von Studenten und Trainern sowie Sanitärtrakt und Werkstatt sollen entstehen. „Ein Umkleidebereich mit Schließfächern wäre cool“, sagt Tine Feldmann, Kursleiterin im Rudern. Seit acht Jahren liegen fertige Pläne in der Schublade, berichtet Hartmut Preuß.

Die kennt auch Jan Tamm, amtierender Kanzler der Universität. Tamm spricht von einer notwendigen Investition von etwa vier Millionen Euro. Ja, der Wassersport sei wichtig, sagt Tamm. Schließlich werbe Rostock ja auch mit dem Slogan „Studieren am Meer.“ Da hätten die Studenten schon Erwartungen. Allerdings: „Die Wassersportanlage steht bei uns aber nicht auf der Prioritätenliste.“ Da gebe es andere wichtige Dinge, in die Universität und Land vorrangig investieren müssten. Tamm nennt unter anderem den Ulmencampus. Deshalb möchte er bei den Sportlern keine zu großen Erwartungen wecken und sich nicht auf eine Zeitschiene festlegen. Investieren werde die Uni trotzdem, in die Erneuerung der Steganlage beispielsweise. „Da geht es um die Sicherheit.“

„Eine schöne Lage, aber eine schlechte Hülle“, sagt Rektor Professor Wolfgang Schareck, der sich die Präsentationen der Sportler gestern selbst ansah. Als ehemaligem Surfer liege ihm der Wassersport schon am Herzen, allerdings fragt er sich, ob eine neue Anlage vier Millionen Euro kosten müsse. Er hofft, dass die von den Sportwissenschaftlern angeschobene Spendenaktion Bewegung bringe.

Das Team „Uni-Jubiläum 2019“, dann feiert die Universität den 600. Geburtstag, hat gestern mit dem Verkauf von selbst gebackenem Kuchen schon einen Beitrag für die neue Wassersportanlage geliefert.

Beim ersten „Wasserfestival“ gab es den ganzen Tag sportliche Höhepunkte, Mitmachangebote und wissenschaftliche Forschung zum Thema Wasser, um zu zeigen, dass sich die Hochschule als „Forschungseinrichtung am Meer“ und als „Hafen der Wissenschaften“ versteht.

260 Kurse

Aufgaben des Hochschulsports sind Aus- und Fortbildung der Trainer, die Organisation von Sportveranstaltungen, Forschung und die Vitalitätsförderung der Mitarbeiter. 260 Kurse umfasst das Angebot des Hochschulsports, die im laufenden Sommersemester zu 90 Prozent ausgelastet sind. 6000 Plätze stehen dabei zur Verfügung. Im Bereich des Wassersports im Freien werden an der Uni Rostock Klassiker wie Segeln, Rudern und Kanu, aber auch Wellenreiten, Surfen, Stand-Up-Paddeln, Ocean-Kajak, Kanupolo oder Drachenboot angeboten.

Thomas Niebuhr

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