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Wasserwehr: Gefahr droht aus Hinterland

GRAAL-MÜRITZ Wasserwehr: Gefahr droht aus Hinterland

Seit 20 Jahren sorgen sie mit anderen Kräften dafür, dass die Graal-Müritzer weitestgehend trockene Füße behalten.

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Ölbekämpfungsübung: Die Graal-Müritzer Wasserwehr beim Auslegen von Sandsäcken.

Quelle: Klaus Graf

Graal-Müritz. Seit 20 Jahren sorgen sie mit anderen Kräften dafür, dass die Graal-Müritzer weitestgehend trockene Füße behalten. Die Wasserwehr im Ostseeheilbad hat sich in den vergangenen Jahren in vielerlei Hinsicht verdient gemacht. Nun hat es einen Wechsel an der Spitze gegeben: Wolfgang Lübcke, der die Organisation seit dem Jahre 2010 führte, hat sein Amt an Frank Nickel abgegeben. „Wir können Wolfgang Lübcke nur für sein ehrenamtliches Engagement danken“, sagt Frank Giese, Bürgermeister in Graal-Müritz. Die Wasserwehr sei eine große Hilfe, wenn es um den Hochwasserschutz im Ort gehe. Giese lobte das bürgerschaftliche Engagement, „das vor allem auf dem Einsatz von Manpower beruht“.

OZ-Bild

Seit 20 Jahren sorgen sie mit anderen Kräften dafür, dass die Graal-Müritzer weitestgehend trockene Füße behalten.

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„Wir haben keine große Ausrüstung“, sagt Lübcke dann auch, „wir haben nur ein paar Säcke und ein Sandlager.“ Früher einmal habe man die Säcke mit Sand befüllt und eingelagert. Das allerdings habe sich nicht bewährt, weil der Stoff darunter leide und die Säcke nicht mehr hielten. „Wir bekommen im Ernstfall Technik vom Technischen Hilfswerk“, fügte Lübckes Nachfolger Frank Nickel hinzu, der ebenfalls auf die Arbeitskraft der Wasserwehrmitglieder setzt. Und beide wissen, wo ihre Grenzen sind: „Bei einer Sturmflut ist auch mit Sandsäcken nichts mehr zu retten.“

Es geht aber auch mehr um die Prävention beim Hochwasser. Die Wasserwehr, die dem Bürgermeister unterstellt ist, wird über die entsprechenden Pegelstände informiert und geht dann in den Einsatz. „Das beginnt ganz einfach mit verschiedenen Kontrollgängen“, sagt Frank Nickel, „es steigert sich dann zum Wachdienst bis hin zur Hochwasserabwehr.“ Ausgebildet sind sie auch dafür, beispielsweise Ölsperren bei Havarien auszulegen und der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk zur Seite zu stehen.

Nickel selbst ist im Jahr 2011 zur Wasserwehr gestoßen, als Graal-Müritz nach starken Regenfällen von einem Binnenhochwasser aus der Rostocker Heide bedroht worden war: „Damals habe ich Pumpenwache geschoben und bin dann bei der Wasserwehr geblieben.“ Seither haben sie auch den Schutz vor Binnenhochwasser in ihre Satzung aufgenommen. „Denn die Düne ist nach vielen Baumaßnahmen sicher“, sagt Wolfgang Lübcke, er sieht die Wassergefahr mehr aus dem Hinterland, und hier vor allem aus der östlichen und westlichen Richtung kommen. „So ist jedenfalls im Moment die Sichtweise.“

Und einen Wunsch haben die beiden Männer von der Wasserwehr noch: „Der Evakuierungsplan müsste dringend einmal aktualisiert werden.“

Und natürlich ist die Wasserwehr gut mit dem Wasser- und Wegeausschuss der Gemeindevertretung vernetzt: Frank Nickel ist dort Mitglied. Fast unabdingbar, wenn man der Risiken des Wassers Herr werden will. Deswegen ist die Wasserwehr auch vertreten, wenn der Wasser- und Bodenverband zu seinen Grabenschauen einlädt.

Von Michael Schißler

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