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Weg frei für barrierefreien Strandzugang

HEILIGENDAMM Weg frei für barrierefreien Strandzugang

Mit dem Rollstuhl bis ins Wasser, mit dem Kinderwagen und dem Rollator mühelos an den Strand — das soll in Heiligendamm bald kein Problem mehr sein.

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Norbert Sass und Ute Busse vom Stadtplanungsamt (v.l.), Tourismuschefin Andrea Lang und Wilfried Kändler vom Beirat für behinderte Menschen zeigen, wo der barrierefreie Zugang entstehen soll.

Quelle: Anja Levien

Heiligendamm. Mit dem Rollstuhl bis ins Wasser, mit dem Kinderwagen und dem Rollator mühelos an den Strand — das soll in Heiligendamm bald kein Problem mehr sein. Stadt und Landkreis investieren dieses Jahr in einen barrierefreien Zugang zum Wasser. Zudem sollen in Richtung Börgerende zwei zusätzliche Strandübergänge gebaut werden. Dafür überreicht Landrat Sebastian Constien (SPD) gestern den Förderbescheid über 347000 Euro an Bürgermeister Thorsten Semrau (parteilos). Im Seeheilbad nicht die einzigen Investitionen in die Infrastruktur: An der Strandversorgung wird derzeit ein neues WC-Haus gebaut. In Richtung Börgerende sollen in diesem Jahr Dixitoiletten als Übergangslösung aufgestellt werden.

„Die vorhandenen Strandübergänge entsprechen nicht mehr der Anforderung an ein Seeheilbad“, sagt Bürgermeister Thorsten Semrau. Teilweise führen sie ungeordnet durch die Natur, sagt er und bezieht sich dabei auf die Trampelpfade beim Saisonparkplatz, der im vergangenen Jahr gebaut wurde. Das soll sich in diesem Jahr durch zwei neue Treppen-Strandübergänge ändern. Zudem wird die Treppe am Kinderstrand abgerissen und erneuert. Am Hauptrettungsturm wird die vorhandene Rampe genutzt, um hier einen barrierefreien Zugang zu schaffen. An der Seite wird ein Geländer angebracht, am unteren Ende der Rampe eine drei mal fünf Meter Plattform zum Verweilen gebaut, erläutert Ute Busse vom Amt für Stadtplanung. Fünf Matten ermöglichen dann den Zugang zum Wasser. Zwischen den Buhnen wird eine Einstiegshilfe in die Ostsee installiert. Matten und Plattform würden über den Winter vom Bauhof eingelagert werden. Der Rollstuhl wird über die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes an die Nutzer gegeben werden, kündigt Sebastian Constien an und dankt für die Unterstützung der Ehrenamtler, die ab Mai wieder am Heiligendammer Strand im Einsatz sind.

„Mit der gesamten Maßnahme tun wir was für Menschen mit Behinderungen und sorgen für Barrierefreiheit“, sagt Landrat Sebastian Constien. „Und es ist eine naturschonende und -schützende Maßnahme.“ Mit dem neuen Strandzugang werde die Infrastruktur im Seeheilbad weiter ausgebaut, sagt Bürgermeister Semrau, nachdem in den vergangenen Jahren die Strandversorgung, der Saisonparkplatz und das Lindenpalais gebaut wurden. „Wir gehen davon aus, dass die Besucherzahlen weiter steigen“, sagt Semrau. Ein geplantes Walking- und Wandernetz in Heiligendamm werde diesem Trend weiter Rechnung tragen. Auch Tourismuschefin Andrea Lang begrüßt die Investition. „Es ist eine tolle Ergänzung. Ein behindertengerechter Zugang bis zum Meer gibt es selten“, sagt Andrea Lang. Den lobt auch Wilfried Käudler, Mitglied im Beirat für behinderte Menschen im Landkreis Rostock. Er war an den Planungen von Anfang an beteiligt. Zwei Jahre hätten die Vorbereitungen gedauert. Jetzt werde es Zeit für den barrierefreien Zugang, sagt er. al

OZ

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Norbert Sass und Ute Busse vom Stadtplanungsamt (v.l.), Tourismuschefin Andrea Lang und Wilfried Kändler, Mitglied vom Beirat für behinderte Menschen im Landkreis Rostock, zeigen, wo der barrierefreie Zugang in Heiligendamm entstehen soll.

Landrat Sebastian Constien übergibt in Heiligendamm (Landkreis Rostock) Zuwendungsbescheid in Höhe von 347000 Euro.

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