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Lichtenhagen Weg mit dem Schandfleck!

Viele warten darauf, dass die Garagenanlagen in Lichtenhagen verschönert werden

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Dort wird in diesem Jahr auf alle Fälle etwas passieren.Chris Günther (CDU) Ortsbeirat Lichtenhagen

Lichtenhagen. Wer dem kleinen Josef-Polz-Weg folgt, der den Immenbarg mit der Hundertwasser-Schule verbindet, der kann diesem Anblick nicht entkommen: die Garagenanlagen von Lichtenhagen. „Sie sehen verwahrlost aus“, schimpft der Anwohner Enno Zeug. Die Baracken sei über und über mit Graffiti beschmiert.

Um diesen Schandfleck zu beseitigen, habe man im vergangenen Jahr sogar mal eine Unterschriftenaktion gestartet. „Innerhalb von nur drei Stunden kamen 56 Unterschriften zusammen“, erzählt Zeug.

Einige Anwohner waren so eifrig, dass sie bereits Geld für die Umgestaltung der Außenwände gespendet hätten. „Die insgesamt 140 Euro wollte ich dem Ortsbeirat übergeben, doch sie waren nicht in der Lage, das Geld entgegenzunehmen.“ Seitdem verwahrt Zeug die Spenden, bis sie ihrem Zweck zugeführt werden können. „Ich würde auch noch Geld dazugeben“, betont er.

Kunst soll vor illegalen Graffiti schützen

„Dort wird in diesem Jahr auf alle Fälle etwas passieren“, versichert die stellvertretende Ortsbeiratsvorsitzende von Lichtenhagen, Chris Günther (CDU). Auch die Verwaltung habe ihre Mitarbeit zugesichert. Der Präventionsrat würde die Oberfläche jedoch nur grundieren. Die Idee sei jedoch, nicht nur die Schmierereien zu verstecken, sondern die Außenwände der Garagen kunstvoll zu gestalten.

„Wir sind nicht so künstlerisch begabt, also brauchen wir Hilfe von außen.“ Auch der Ortsbeiratsvorsitzende Ralf Mucha (SPD) hat sich für die Idee ausgesprochen. „Wir hoffen da ein bisschen auf den Codex, dass so eine Arbeit nicht mit illegalen Graffiti beschmiert wird. Auch wenn das nicht immer beachtet wird.“

Man habe sich schon einmal mit der Kunst.Schule.Rostock in Verbindung gesetzt. Konkrete Pläne gebe es bisher jedoch nicht.

„Als staatlich anerkannte Kinder- und Jugendkunstschule sind wir allerdings immer daran interessiert, die Potenziale der Kunst auch in jene Stadtteile zu bringen, welche keinen direkten oder nur erschwerten Zugang zu Angeboten der Kunst und Kultur haben“, sagt Inga-Lena Vöpel, die Leiterin der Kunstschule. Dazu zähle sie auch Kunstaktionen im öffentlichen Raum und Projekte, die gemeinsam mit Schülern oder Bewohnern des Stadtteils umgesetzt werden könnten.

Auch beim Garagenverein Rostock stößt der Vorschlag auf offene Ohren. „Wir haben bereits eine Umfrage bei unseren Mitgliedern gemacht. Sie waren dafür, dass dort etwas gemacht wird“, sagt die Geschäftsführerin Birgit Arndt. Nun würden sie nur darauf warten, dass endlich etwas passiere.

Doch nicht nur die Optik der Garagenanlage sorgt für Unmut. „Mich ärgert, dass so viel Müll dort hingeschmissen wird“, sagt Annelies Polz. Teppiche, Flaschen, ein Fahrradgestell, Reifen und Müllsäcke. „Die kleinen Sachen sammle ich immer ein und schmeiße sie in den Müll“, erzählt die Lichtenhägerin. Der kleine Weg, der an den Baracken entlangführt, wurde einst von ihrem verstorbenen Mann Josef Polz angelegt. Ihm zu Ehren soll der Weg seinen Namen tragen.

„Wir haben die Mieter des Garagenvereins bereits darauf hingewiesen, dass die Entsorgung bitte privat erfolgen soll“, erzählt Chris Günther vom Ortsbeirat. Sie geht davon aus, dass sich das Problem seitdem verbessert habe. Schon in gut einer Woche wollen die Lichtenhäger jedoch ihren „Dreckecken“ erneut den Kampf ansagen. „Am 1. April können sich gern viele Anwohner an unserer Aktion ,Lichtenhagen räumt auf’ beteiligen“, erzählt Ralf Mucha.

Rostock räumt auf

250 Meter lang ist der Josef-Polz-Weg in Lichtenhagen. Als Josef Polz ihn 1976 anlegte, war er für Fußgänger die wichtigste Verbindung zwischen dem damaligen Dorf Klein-Lichtenhagen und dem Neubaugebiet.

„Lichtenhagen räumt auf“ findet am 1. April ab 9 Uhr vor dem Kolping Begegnungszentrum in der Eutiner Straße 20 statt. Gegen 12 Uhr wird gegrillt.

Termine für weitere Aufräumaktionen: 25. März, 10 bis 13 Uhr Strandsäuberung Rosenort; 1. April, 10 bis 13 Uhr „Der Nordosten räumt auf“; 8. April, 9 bis 12 Uhr im Barnstorfer Wald; 8. April, 10 bis 13 Uhr in der Östlichen Altstadt; 8. April, Säuberung Lindenpark; 8. April, 9 bis 11 Uhr Markgrafenheide; 8. April, ab 10.30 Uhr „Warnemünde soll schöner sein“; 8. April „Klar Schiff“ in Groß Klein; 22. April, 10 bis 16 Uhr Brinckmanshöhe aufräumen; 22. April, 9 bis 13 Uhr „Schmarl räumt auf“; 28. April, 10 bis 16 Uhr „Evershagen räumt auf“

Johanna Hegermann

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