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Wehr in Not: Kein TÜV für Einsatzwagen

PÖLCHOW Wehr in Not: Kein TÜV für Einsatzwagen

Mit der Aufrufaktion „Helfen Sie den Helfern“ soll das Geld für einen neuen Transporter gesammelt werden

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Hauptlöschmeister Ronny Opitz und Bürgermeisterin Irmgard Rautenberg stehen neben dem 16 Jahre alten Mannschaftstransportwagen der Pölchower Feuerwehr. Der ist in die Jahre gekommen und muss ersetzt werden. Fotos (2): Mathias Otto

Pölchow. Feuerwehr in Not: Nur noch wenige Wochen können die Feuerwehrleute aus der Gemeinde Pölchow mit ihrem Kleintransporter zum Einsatz gebracht werden. „Im Oktober läuft der TÜV ab, und wir bekommen für dieses Fahrzeug keinen neuen“, erklärt Hauptlöschmeister Ronny Opitz. Der stellvertretende Gemeindewehrführer hofft auf einen gleichwertigen Ersatz.

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Mit der Aufrufaktion „Helfen Sie den Helfern“ soll das Geld für einen neuen Transporter gesammelt werden

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Elf Einsätze 2015

35 Mitglieder gehören zur Freiwilligen Feuerwehr Pölchow. Davon sind 20 Kameraden aktiv. Die Zahl im Nachwuchsbereich ist von sieben auf zehn gestiegen.

Im vergangenen Jahr wurden die Mitglieder zu elf Einsätzen gerufen, darunter sechs Brände.

Spendenkonto: Kontoinhaber: Amt Warnow-West; IBAN: DE76130700000 166033100; BIC: DEUTDEBRXXX; Verwendungszweck: Spende MTW Pölchow

Großes Problem dabei: Die Gemeinde hat kaum Gewerbe in den Ortsteilen und somit selbst wenig Geld in der Kasse.

Noch steht er in der Garage des Feuerwehrhauses in Wahrstorf: der T4-Transporter. 16 Jahre hat das Fahrzeug nun schon auf dem Buckel, die Verschleißerscheinungen im und am Fahrzeug sind nicht zu übersehen. An vielen Stellen, wie an der Stoßstange und den Radkästen, blättert der Lack ab. Darunter sind rostige Stellen zu entdecken. „Das ist aber längst nicht das größte Problem. Beim Rahmen der Frontscheibe ist die Fassung undicht“, erklärt der Feuerwehrmann. Eine Reparatur wäre zu kostspielig. „Beim TÜV vor zwei Jahren wurde gesagt, dass unser Mannschaftstransportwagen keine weitere Plakette mehr bekommen würde“, so Opitz.

Jetzt ist die Pölchower Feuerwehr auf der Suche nach einem geeigneten Ersatzfahrzeug. Doch aus Sicht der Feuerwehr kann es dieses Mal größer ausfallen. Heißt: mehr Sitze, mehr Stauraum. „Bisher ist es so, dass wir zu Einsätzen acht Feuerwehrleute mitnehmen können. Bei größeren Einsätzen ist der VW-Transporter gleichzeitig Versorgungsfahrzeug und Gerätewagen. Es sind also immer mehrere Fahrten pro Einsatz geplant“, berichtet der stellvertretende Wehrführer Opitz.

Sein Wunsch: Ein Transporter, der sowohl einen Großteil der Mannschaft als auch Gerätschaften, wie Drucklüfter, transportieren kann. Es sollte auch ein Auto sein, das einen Mehrzweckanhänger bis 2,6 Tonnen ziehen kann. Denn über solch einen Anhänger verfügt die Pölchower Feuerwehr, aber nicht alle Fahrzeuge können ihn ziehen. Mehrere Modelle würden für die Kameraden künftig infrage kommen. Einen Transportwagen für 76 000 Euro haben sie sich ausgesucht. Die abgespeckte Version dieses Modells würde 63 000 Euro kosten.

Das große Problem dabei: Die Gemeinde Pölchow hat kein Geld. Da kaum Gewerbe ansässig ist, kann auch nur wenig Gewerbesteuer eingenommen werden. Aber einen Teil der Kosten möchte sie trotzdem übernehmen. „Wir haben 40 000 Euro in unserem Gemeindehaushalt für diese Ausgabe bereits eingestellt“, sagt Bürgermeisterin Irmgard Rautenberg. Um an das restliche Geld zu gelangen, wurde schließlich die Aktion „Helfen Sie den Helfern“ gestartet. „Wir bitten die Bevölkerung und Unternehmen, uns bei diesem Vorhaben finanziell zu unterstützen“, sagt das Gemeindeoberhaupt. Bisher sind schon mehr als 5000 Euro zusammengekommen. „Das ist bereits ein ansehnlicher Betrag. Wir sind begeistert von der Spendenbereitschaft“, so Hauptlöschmeister Ronny Opitz.

Er hat auch Positives zu berichten. Denn mit der Zahl der Mitglieder geht es wieder bergauf. Derzeit sind von 35 Mitgliedern 20 aktiv. „Auch im Nachwuchsbereich ist die Zahl in den vergangenen Jahren von sieben auf zehn angestiegen. Das ist sehr erfreulich“, sagt der Hauptlöschmeister. Das heißt auch, dass mit dieser Anzahl wieder an Meisterschaften teilgenommen werden kann. „Wir wollen uns im kommenden Jahr wieder an den feuerwehrsportlichen Wettkämpfen beteiligen“, so Opitz.

Mathias Otto

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