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Weihwasser für neue Rostocker Pfarrei

Stadtmitte Weihwasser für neue Rostocker Pfarrei

Mit Festgottesdienst wurde neue Groß-Gemeinde „Herz Jesu Rostock“ gegründet / Symbolisch öffnete Erzbischof Dr. Stefan Heße ein neues Kirchenbuch

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Die Heraus- forderung: authentisch den Glauben vermitteln.“Ulrich Karsten, Pfarrer

Stadtmitte. Festlicher Gottesdienst im Hägtweg: Hier ist am Sonntag durch den Erzbischof Dr. Stefan Heße die neue Pfarrei „Herz Jesu Rostock“ gegründet worden. Zu ihr gehören mehr als 11 000 Katholiken, die bisher den Pfarreien in Bad Doberan, Ribnitz-Damgarten, Tessin und Rostock zugeordnet waren. Grund der Fusion: Kosten einsparen und die Verwaltung verschlanken.

 

OZ-Bild

Der Hamburger Erzbischof Dr. Stefan Heße war zur Gründungsfeier der neuen Pfarrei in die Rostocker Christuskirche gekommen. Er segnete das Haus mit Weihwasser. Fotos (2): Ove Arscholl

Quelle:

Wer zum Gottesdienst in der Christuskirche sitzen wollte, musste schon weit vor Beginn kommen. Viele standen, selbst Vorraum und Eingangsbereich waren mit Menschen gefüllt. Gezählt wurden 600.

„Üblich ist, dass die sonntäglichen Gottesdienste gut besucht sind. Heute findet hier ein außerordentliches Ereignis statt, das viele sehen wollen“, sagt Bistumssprecher Martin Innemann.

Kirchenmitglied Hannelore Günther (73) zeigt sich unbeeindruckt über die Fusion: „Für mich bleibt dadurch alles beim Alten. Es ist nur ein Verwaltungsakt, der jetzt abgeschlossen wurde“, meint sie.

Symbolhaft für die neue Pfarrei wurde ein neues Kirchenbuch eröffnet, nachdem die ehemaligen Bücher geschlossen wurden und nun archiviert werden. „Alles, was in diesen Büchern verzeichnet ist, wird für die kommenden Generationen aufbewahrt – nichts vom Glaubenserbe der hier verzeichneten Menschen soll untergehen“, sagte der Erzbischof. Es würden dadurch neue Seiten aufgeschlagen. „Im neuen gemeinsamen Kirchenbuch wird verzeichnet, welche Menschen durch die Taufe in die Pfarrei ,Herz Jesu Rostock’ aufgenommen werden, wer hier zur Erstkommunion und zur Firmung geht, wer sich hier das Sakrament der Ehe spendet und wer zu Grabe getragen wird. Mögen sich die Seiten weiterhin mit vielen Namen füllen“, so Stefan Heße.

Er sprach in seiner Predigt von einer neuen Etappe, von einem Neuanfang. Die Fusion war nötig, „weil wir wissen, dass es manchmal Schwierigkeiten gibt“. Die größten Verluste mussten die Katholiken in den vergangenen Jahren durch sinkende Finanzen sowie Mitgliederzahlen hinnehmen.

Deshalb wurde fast vier Jahre lang an der neuen Strukturreform gearbeitet. Ulrich Karsten hat den Entwicklungsprozess geleitet. Er wird als Pfarrer künftig „Herz Jesu Rostock“ leiten. „Dieser Name ist nicht neu, den gibt es schon seit mehr als 100 Jahren. Das Herz steht dabei als Symbol für das Herz und die Offenheit“, erklärt der Pfarrer.

Vier zentrale Schwerpunkte stehen künftig in besonderem Fokus: Seelsorge für alte Menschen, die Kinder- und Jugendarbeit, die Hochschulseelsorge und die Tourismusseelsorge. Derzeit gibt es auf dem Pfarreigebiet 14 Kirchen und zahlreiche Orte kirchlichen Lebens wie zwei Kindertagesstätten, zwei Schulen, ein Alten- und Pflegeheim, eine Mutter-Kind-Kurklinik, eine Familienferienstätte und Beratungsstellen der Caritas und des Erzbistums Hamburg. „Die größte Herausforderung bleibt dabei: authentisch den Glauben zu vermitteln, die Plausibilität Gottes vermitteln“, erklärt Pfarrer Ulrich Karsten.

Vierjähriger Prozess

Die Rostocker Pfarrei ist der erste von künftig acht sogenannten Pastoralen Räumen in Mecklenburg, die aus insgesamt 23 Pfarreien gebildet werden. Die Gemeinden der neuen Pfarrei „Herz Jesu Rostock“ haben in einem vierjährigen Prozess ein Konzept erstellt, wie Gemeindeleben nach innen und außen wirken soll.

Schwerpunkte sollen zukünftig die Seelsorge für alte Menschen, die Kinder- und Jugendarbeit, die Hochschulseelsorge und die Tourismusseelsorge sein.

Mathias Otto

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