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Weniger Busse: RSAG dünnt Angebot im Nordosten aus

Rostock-Toitenwinkel Weniger Busse: RSAG dünnt Angebot im Nordosten aus

Veränderte Linien: Der Seehafen ist ab 5. August durch zwei Linien angebunden. Doch in Toitenwinkel werden dafür einige Haltestellen gar nicht mehr bedient.

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Bushaltestelle Dierkower Kreuz: Die RSAG fährt ab 5. August einige Haltestellen im Nordosten nicht mehr an.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock-Toitenwinkel. Ab 5. August ändert sich für Busfahrer im Nordosten einiges. In Toitenwinkel werden einige Haltestellen nicht mehr bedient, einige Linien steuern seltener dorthin.

Grund ist die neue Anbindung des Seehafens. „Es ist schade, dass ein gut funktionierender Busfahrplan über Bord geworfen wird“, kritisiert Peter Winokuroff (71) aus der Urho-Kekkonen-Straße. Jetzt kämen er und viele andere Toitenwinkler mit der Linie 15 im 15-Minuten-Takt zum zentralen Umsteigeplatz am Dierkower Kreuz. Nach dem 5. August fahre die Linie 15 nur noch alle 30 Minuten, und es werden nicht mehr alle Haltestellen in Toitenwinkel angefahren.

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Es ist schade, dass ein guter Busfahrplan über Bord geworfen wird, jetzt ist das Dierkower Kreuz schwerer zu erreichen.“Peter Winokuroff, Toitenwinkel

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Hintergrund der Umstellung ist die Anbindung des Seehafens an das Bus-Netz. Im Dezember 2012 ist die S-Bahnlinie zum Seehafen eingestellt worden. Es hagelte Kritik: Pendler zu den Unternehmen im Hafen fühlten sich abgehängt, Fährgäste ohne Auto kritisierten die schlechte Erreichbarkeit der Terminals. Das ändert sich. Ab 5. August fahren nun zwei Buslinien den Hafen vom Hauptbahnhof und aus Lütten Klein an, und die Busse rollen häufiger.

„Es ist ein Wunsch der Hansestadt gewesen, den Seehafen wieder besser erreichbar zu machen“, sagt Catrin Dumrath, die den Bereich Marketing bei der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) leitet. Darum sei das Liniennetz umgestellt worden. So fahren in drei Wochen die Busse der Linie 45 aus Lütten Klein, die der Linie 49 vom Hauptbahnhof und die der Linie 19 vom Dierkower Kreuz aus zum Seehafen. Die Linie 40 wird eingestellt.

Richtig sei, so Catrin Dumrath, dass die Linie 15 nur noch alle 30 Minuten in Richtung Dierkower Kreuz fahre, doch dafür fahre die 45 ab Lütten Klein über das Dierkower Kreuz und die Kekkonenstraße zum Weidendamm. Da sie versetzt auch alle 30 Minuten fahre, gebe es wieder den 15-Minuten-Rhythmus.

Die Haltestellen Hafenallee und Joliot-Curie-Straße werden nicht mehr angefahren. Wer dort bisher mit dem Bus gefahren sei, müsse nun auf die Straßenbahn ausweichen, bestätigt die Marketingchefin der RSAG diese Veränderung.

Sie wurde im Juni im Ortsbeirat vorgestellt und von diesem akzeptiert. Initiiert hat die Umstellung die Bürgerschaft. Sie hat die Verwaltung beauftragt, ein Konzept vorzulegen, wie der Hafen künftig erreicht werden soll.

Auch aus Sicht des Verkehrverbundes Warnow sei mit den Vorschlägen eine Lösung gefunden, mit der der Bedarf gedeckt werden könne, schätzt Geschäftsführer Günter Gladisch ein.

Peter Winokuroff bleibt skeptisch. Er sieht die bisherigen Anschlüsse am Dierkower Kreuz gefährdet, und er ist davon überzeugt, dass wieder einige Rostocker von Bus und Bahn aufs Auto umsteigen werden.

• Die neuen Fahrpläne ab 5. August unter: www.rsag-online.de.

Land soll Geld geben
Ausgelöst hat die jetzigen Fahrplanänderungen die Entscheidung des Landes, den S-Bahn-Verkehr vom Hauptbahnhof in den Seehafen wegen zu hoher Kosten einzustellen. Die Stadtverwaltung hat daraufhin eine Arbeitsgruppe gebildet. Ihre Aufgabe war, Vorschläge für eine Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Stadtgebiet in den Seehafen zu erarbeiten. Das Ergebnis ist der neue Fahrplan ab dem 5. August. Allein möchte die Stadt den zusätzlichen Verkehr nicht bezahlen. Da mit dem Ausbau der Buslinien Schienenverkehrsleistungen des Landes ersetzt werden, hat Rostock Geld bei der Verkehrsgesellschaft MV beantragt.

 

 

Thomas Sternberg

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