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Weniger Diebstähle, mehr Sexualdelikte

Güstrow Weniger Diebstähle, mehr Sexualdelikte

Der Landkreis hat geringste Kriminalitätsbelastung in MV / Höhere Aufklärungsquote als im Landesschnitt

Güstrow. Im Landkreis Rostock ist die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr um 4,6 Prozent gestiegen. 2016 wurden 11928 Strafdelkte erfasst, im Jahr zuvor 11403.

Damit folgt die Kriminalitätsentwicklung im Rostocker Umland weitgehend dem Landestrend. Der Landkreis kann gemeinsam mit dem Landkreis Ludwigslust-Parchim die geringste Kriminalitätsbelastung in Mecklenburg-Vorpommern vorweisen: 5579 Straftaten je 100000 Einwohner.

Vor allem bei Rohheitsdelikten, sonstigen Straftaten und im Bereich der Strafnebengesetze registriert die Polizei eine Zunahme der Straftaten. Einfache Körperverletzung, Nötigung, Hausfriedensbruch aber auch Rauschgiftdelikte hätten zugenommen. Den höchsten prozentualen Anstieg weisen mit 54 Prozent die Sexualdelikte auf, wie aus der aktuellen Kriminalitätsstatistik des Kreises hervorgeht. Gab es 2015 im Landkreis noch 87 Fälle, waren es im vergangenen Jahr 134 Sexualstraftaten. Die Polizei führt dies auch auf ein verändertes Anzeigeverhalten zurück. Infolge einer verstärkten Sensibilisierung würden mehr derartige Sachverhalte öffentlich. 93,3 Prozent dieser Delikte konnten 2016 aufgeklärt werden.

Insgesamt liegt die Aufklärungsquote im Landkreis Rostock mit 63,7 Prozent aller Straftaten knapp ein Prozent über dem Landesschnitt. Insgesamt 5047 Tatverdächtige wurden 2016 im Landkreis ermittelt.

582 davon sind nicht deutscher Herkunft und haben laut Polizei vor allem Rohheits- und Diebstahlsdelikte begangen.

Gestohlen wurde im vergangenen Jahr im Landkreis laut Statistik offensichtlich weniger. Die Fälle gingen von 4517 im Jahr 2015 auf 4287 Fälle zurück. Allerdings war dieser Rückgang nicht gleichmäßig verteilt. Klar angestiegen, nämlich um 9,1 Prozent, ist die Zahl der Wohnungseinbrüche. Besonders betroffen waren hier Eigentümer von Einfamilienhäusern im Bereich des Amtes Rostocker Heide. Hier traten Tatverdächtige mit einer Serie von Einbrüchen auf. Dabei verschafften sich die Täter Zutritt in die Häuser, indem sie die Fensterrahmen durchbohrten und anschließend den Fenstergriff öffneten.

Die Serie, die bereits im Jahr 2015 begann und sich bis Mitte April 2016 hinzog, umfasst allein 90 Straftaten.

Im Bereich der Rauschgiftkriminalität wurden im Landkreis 555 Delikte festgestellt, 187 mehr als im Jahr 2015. Diese Zunahme resultiere aus der polizeilichen Kontrolltätigkeit und den sich anschließenden Ermittlungen, die weitere Delikte zum Vorschein bringen, wie Gert Frahm, Sprecher der Polizeiinspektion Güstrow, erklärt.

Im Bereich der Straßenkriminalität, in dem alle Straftaten zusammengefasst werden, die sich im öffentlichen Bereich ereignen, ist auch 2016 ein Rückgang um 8,4 Prozent zu verzeichnen gewesen. Die Polizei geht davon aus, dass die für den Landkreis Rostock festgestellte geringste Kriminalitätsbelastung pro 100000 Einwohner im Land von den Bürgern positiv aufgenommen werde. Denn sowohl Kriminalitätsbelastung als auch die Straßenkriminalität könnten der Bevölkerung einen Anhaltspunkt für das subjektive Sicherheitsgefühl bieten.

dk

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