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Weniger Geld als geplant: Bauprojekte verzögern sich

Stadtmitte Weniger Geld als geplant: Bauprojekte verzögern sich

Mit acht Millionen Euro von Land und Bund hatte die Stadt für die Innenstadt gerechnet, sieben gibt es stattdessen – aber nur für das Theater / OB Roland Methling verwundert

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Am Ende konnte Roland Methling (l.) doch noch lachen. Wirtschaftsminister Harry Glawe hatte ihn mit neuen Förderplänen überrascht.

Stadtmitte. Damit hat Roland Methling (UFR) offenbar nicht gerechnet. Für die Innenstadt gibt es von Land und Bund mehr als sieben Millionen Euro weniger an Fördermitteln als beantragt. Eine bittere Pille für den Oberbürgermeister – trotz eines zweistelligen Millionenbetrages, der in der Zusage zum Städtebauförderungsprogramm steht, den Wirtschaftsminister Harry Grawe (CDU) Methling gestern überreicht hat. Die Stadt befürchtet nun, dass sich Bauvorhaben wie die Rathauserweiterung verzögern könnten. Entfallen sollen keine.

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Mit acht Millionen Euro von Land und Bund hatte die Stadt für die Innenstadt gerechnet, sieben gibt es stattdessen – aber nur für das Theater / OB Roland Methling verwundert

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Immer und immer wieder ist Roland Methling die rote Mappe durchgegangen, in der die Zusage für Fördermittel zur städtebaulichen Entwicklung gefasst war. Sie müssten jetzt „prüfen, wie die Verteilung in dieser eklatanten Abweichung erfolgt“, sagte der Oberbürgermeister sichtlich enttäuscht. Lediglich 700000 Euro gibt es von Bund und Land für die Innenstadt. Ob und wann nun der geplante Erweiterungsbau des Rathauses umgesetzt werden kann, werde derzeit beraten, sagt Kerstin Kanaa, Sprecherin der Stadt Rostock.

Dabei gäbe es auch Grund zur Freude: Für das neue Theater bekommt die Stadt sieben Millionen Euro Zuschuss, die waren in den beantragten Millionen nicht enthalten. Mehr Geld soll in den nächsten Jahren folgen. Zusätzlich bekommen die Stadtteile Dierkow, Toitenwinkel und Schmarl zusammen gut vier Millionen Euro. Das gesamte Fördervolumen beträgt 11,8 Millionen Euro.

„Es muss nicht alles urbanisiert werden“, verteidigte Minister Glawe die Entscheidung. Aus seiner Sicht sei es wichtig, dass Geld in den Stadtrand fließe. Methling könne die Entscheidung allerdings noch nicht nachvollziehen.

52 Millionen verteilen Bund und MV gemeinsam in die Kommunen und übernehmen damit je ein Drittel einer Investition. Der Rest geschieht in Eigenleistung. Dass Glawe immer wieder auf die Konsolidierung zu sprechen kam, gefiel dem Oberbürgermeister nicht. „Ich bin erstaunt über solche Bemerkungen“, sagte Methling. Schließlich habe die Stadt schon mehr als 400 Millionen Euro an Schulden getilgt.

Die Prioritätenliste für Baumaßnahmen umfasst 37 Positionen. Welche Einzelmaßnahmen im innerstädtischen Bereich wann umgesetzt werden können, ist unklar. Die Erweiterung des Rathauses steht auf Platz zwei, das Theater – der mit Abstand teuerste Posten – auf dem elften. Die Sanierung der Kooperativen Gesamtschule Südstadt (Platz 1) soll in den Sommerferien beginnen, könnte sich nun aber auch verzögern. Mehr als zwei Millionen Euro sollten aus Fördermitteln kommen. Laut Wirtschaftsministerium „sollen unter anderem die Modernisierung und Instandsetzung von Gebäuden in der Strandstraße, der Mühlenstraße und der Lagerstraße mit Hilfe der Fördermittel umgesetzt werden. „Wir haben mit Augenmaß überlegt. Wir glauben, unsere Hausaufgaben gemacht zu haben“, sagt Harry Glawe. „Jetzt freu dich doch mal“, scherzte er. Roland Methling konnte sich zumindest ein Lächeln abringen. Die Förderungszusage müsse er jetzt erst mal verstehen.

Städtebauförderung

Seit 1971 gibt es die Förderung von Ländern und Bund. Von 1991 bis Ende 2015 hat Rostock 146 Millionen Euro für städtebauliche Projekte

bekommen. Etwa 53 Millionen

steuerte die Hansestadt selbst bei.

Neben öffentlichen Baumaßnahmen gibt es auch Fördermittel für private Bauherren für Modernisierung und

Instandsetzung wie Fassaden, Fenster oder Dächer. Auch Neubauten werden unterstützt, die Brachen nutzen oder Baulücken und ungenutzte Grundstücke schließen. Bis zu 150 Euro Förderung pro Quadratmeter sind möglich.

Philip Schülermann

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