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Wenn die Kirche zur Wahlkabine wird

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Wenn die Kirche zur Wahlkabine wird

Die 15 Kirchgemeinden in Rostock wählen ihre Leitungsgremien / 17 Kandidaten sind allein in der Heiligen-Geist-Kirche aufgestellt

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Doris Krenz (m.) spendet beim Gottesdienst. Der Kirchgemeinderat ist für das Sammeln der Kollekte zuständig.

Quelle: Fotos: Johanna Hegermann (3), Oz-Archiv

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Sie helfen bei den Gottesdiensten mit, sammeln die Kollekte ein und organisieren Veranstaltungen in ihrer Kirche: die Mitglieder der Kirchgemeinderäte (KGR). Alle sechs Jahre entscheiden die christlichen Gemeinden über die Zusammensetzung ihres sogenannten Ältestenrats. Vom 13. bis zum 27. November wird auch in Rostock wieder gewählt.

 

OZ-Bild

Die Wahl- beteiligung ist meist sehr gering. Wir hoffen auf 150 Stimmen.“Marcus Antonioli (45), Pastor

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Die Stadt ist nicht in Wahlkreise, sondern in 15 Gemeinden unterteilt, in denen jeweils ein KGR tätig ist. „20172 Wahlberechtigte gibt es insgesamt in Rostock. Alle haben bereits eine Wahlbenachrichtigung per Post bekommen“, erklärt Christian Meyer, Sprecher des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises in Mecklenburg. „Einen Überblick, wie viele Kandidaten die jeweiligen Kirchengemeinden aufgestellt haben, haben nur die einzelnen Gemeinden“, so Meyer.

In der Heiligen-Geist-Kirche in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt haben sich 17 Kandidaten für die ehrenamtlichen Posten aufgestellt. „Erstmals sind zwölf Plätze in unserem Ältestenrat zu besetzen“, sagt Pastor Marcus Antonioli. Das Alter der Kandidaten sei jedoch ganz unterschiedlich, um sowohl „alte Hasen“ als auch junge Zugereiste ansprechen zu können. „Die wichtigste Aufgabe des Kirchgemeinderates ist die Leitung der Gemeinde – sowohl rechtlich als auch geistlich“, betont Antonioli. Als Pastor ist er automatisch im KGR. „Abgesehen von Ausnahmefällen besetzen wir die Rolle des stellvertretenden Vorsitzenden“, sagt der 45-Jährige.

Vor der Wahl bieten die meisten Gemeinden noch eine Veranstaltung an, bei der sich die Kandidaten ihren Wählern noch einmal vorstellen. In der Heiligen-Geist-Kirche soll dieser Termin am 9.

Oktober nach dem Gottesdienst stattfinden.

Für Jutta Höher ist das ehrenamtliche Engagement Familiensache. Seit 40 Jahren habe sie aktiv am Leben in der Gemeinde teilgenommen und ist auch nach ihrem Wegzug nach Fahrenholz ein Teil davon geblieben. „Einer aus meiner Familie war immer im Gemeinderat“, sagt die 69-Jährige. Nun sei sie an der Reihe.

Auch Claudia Wolf aus der KTV hat sich zum ersten Mal für die Kandidatur entschieden. „Für mich ist es sehr wichtig, Verantwortung in meiner Gemeinde zu übernehmen“, sagt die 50-Jährige. Bisher habe sie durch ihre Arbeit keine Zeit für die ehrenamtliche Aufgabe gehabt, doch dies habe sich nun geändert. „Und wenn man Zeit hat, dann muss man sie richtig einsetzen“, sagt sie bestimmt. Eine Stimme hat Claudia Wolf bereits sicher. Denn Simone Witzel will auch deswegen an der Wahl teilnehmen, um ihre Freundin zu unterstützen. „Außerdem fühle ich mich als Teil der Gemeinde und möchte mitbestimmen“, sagt die 37-Jährige.

Die Wahlbeteiligung sei jedoch wesentlich niedriger als bei einer politischen Wahl. „Wir hoffen auf 150 Stimmen“, sagt Pastor Antonioli. 2100 Mitglieder seiner Gemeinde seien wahlberechtigt. „Wählen darf man schon ab 14 Jahren“, fügt er hinzu. Um zumindest jedem die Möglichkeit zu geben, sich zu beteiligen, werden mehrere Wahlsonntage angeboten. Wenn die Heiligen-Geist-Kirche zum Gottesdienst geöffnet wird, könne man am 13., 20. und 27. November auch den Stimmzettel einwerfen. Wer nicht kommen kann, habe auch die Möglichkeit, per Briefwahl teilzunehmen. „Bisher wurden schon zehn Mal die Unterlagen dafür beantragt“, so Antonioli.

Erstmals gemeinsam

20 172 Wähler gibt es in den 15 Kirchengemeinden in Rostock. In diesem Jahr gibt es 1197 Erstwähler. Wahlberechtigt ist man ab 14 Jahren.

Erstmals finden die Kirchengemeinderatswahlen in der gesamten evangelischen Nordkirche gemeinsam mit den zwei evangelischen Kirchenkreisen in Mecklenburg-Vorpommern statt.

Die Wahllokale sind meist in den Kirchen oder in Gemeinde- und Pfarrhäusern eingerichtet.

Johanna Hegermann

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