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Wer für die Sache brennt

Wer für die Sache brennt

Es gibt ja Wichtigeres als Fußball. Und dass der bekannteste örtliche Fußballverein seit Jahren in den Niederungen der 3.

Es gibt ja Wichtigeres als Fußball. Und dass der bekannteste örtliche Fußballverein seit Jahren in den Niederungen der 3. Liga herumdümpelt und Schlagzeilen vor allem mit Randalen einiger Fans macht, die diese Bezeichnung eigentlich nicht verdienen, ist auch keine Werbung für den Sport.

Trotzdem strömen zu jedem Heimspiel 10000 und mehr Zuschauer in das Ostseestadion, präsentieren ihre Hansaschals, stimmen Gesänge an, erheben sich von ihren Sitzen, um ihre Mannschaft zu begrüßen und applaudieren bei jeder gelungenen Aktion. Niederlagen werden mit stoischer Gelassenheit ertragen, die wenigen Siege frenetisch gefeiert. Wer kein Fan ist, kann das kaum nachvollziehen, zumal eine Eintrittskarte mehr als ein Zoobesuch kostet. Was treibt die Stadionbesucher an? Was veranlasst sie, immer wieder loszugehen, obwohl sie doch so oft frustriert und enttäuscht werden von ihrer Mannschaft oder den eigenen Fans, die sich so oft daneben benehmen? Wir können von ihnen einiges lernen: Wer für jemand oder eine Sache brennt, lässt sich nicht so leicht von realen Gegebenheiten abschrecken. Man weiß um die beschränkten Möglichkeiten und hofft doch Woche für Woche, dass das eigentlich Unmögliche geschieht. Aber was heißt schon unmöglich? Im Fußball ist alles möglich. Auch wenn es selten passiert. Und im „richtigen“ Leben? Wie oft haben Sie schon ihre ganz persönlichen Hoffnungen begraben, und wie oft sind Sie wieder aufgestanden, haben neu gehofft, sich neue Ziele gesetzt, Vergangenes hinter sich gelassen?

Man muss kein Fußballfan sein, um zu verstehen, dass Glauben, Hoffnung und, ja, auch Liebe zu einem gelungenen Leben dazugehören. Wer glaubt, hofft und liebt, lässt sich nicht so leicht erschüttern von den Enttäuschungen des Lebens. Nehmen wir uns ein Beispiel an den wahren Fuß- ballfans.

OZ

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