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Stadtmitte Werben für faire Ananas-Preise

Aktivistin aus Costa Rica berichtet über katastrophale Zustände im Land

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Xinia Briceno (42) ist in Rostock, um über die Zustände beim Ananasanbau in ihrem Heimatland Costa Rica zu erzählen.

Quelle: Johanna Hegermann

Stadtmitte. Rund 9500 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Costa Rica und Rostock. Doch obwohl tonnenweise Ananas jährlich diese Entfernung zurücklegen, sind die Früchte im Supermarkt für etwa zwei Euro erhältlich. Gespart wird auf Kosten der Arbeiter und der Anwohner in den Anbaugebieten.

„Wir zahlen drei Euro für eine Ananas“, vergleicht Xinia Briceno (42) aus Costa Rica. Unter dem Thema „Faire Preise und weniger Gift in der Fruchtproduktion“ ist sie gemeinsam mit Eva Carazo auf einer Rundreise durch Deutschland. Dabei machen die beiden Aktivistinnen auch Station in Rostock.

Hier kooperieren sie mit Kathleen Löpke vom Projekt Fairtrade-Stadt Rostock: „Mit dem Besuch wollen wir das Thema an die Stadt tragen und ein Bewusstsein dafür schaffen.“ Doch es gebe nur selten Ananas, die fair und biologisch gehandelt werden. „Wichtig ist, dass die Politik aktiv wird“, fügt sie hinzu. Kriterien zum Anbau und Handel sollten ihrer Meinung nach gesetzlich vorgegeben werden.

Da kann Xinia Briceno nur zustimmen. Denn nicht nur die Arbeitsbedingungen beim Anbau sind katastrophal. Durch Pestizide wird das ökologische Gleichgewicht zerstört und das Trinkwasser verschmutzt.

„Es werden 26 verschiedene Chemikalien genutzt“, sagt die 42-jährige Aktivistin. Durch die Bewässerungsanlagen gelangen sie ins Grund- und damit ins Trinkwasser. Die Einwohner und vor allem Kinder leiden an Magenproblemen, Haut-Ekzemen und Krebs. „Wir haben eine Studie anfertigen lassen, die die Schädlichkeit beweisen soll, doch die Produzenten zweifeln daran“, sagt Briceno. Bis die Politik in Costa Rica und auch in Deutschland auf die Forderungen nach besseren Bedingungen reagiert, muss der Konsument aktiv werden. „Erst wenn der Verbraucher ein anderes Produkt stärker fordert, kann sich etwas bewegen“, betont Löpke.

jh

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