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Werftallee soll sicherer werden

Groß Klein Werftallee soll sicherer werden

Nach zwei tödlichen Unfällen 2016 wird aber die Fußgänger-Querung versetzt / Baubeginn im Frühjahr

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Im Januar 2016 kamen innerhalb nur einer Woche zwei Menschen am Fußgänger-Überweg ums Leben.

Quelle: Foto: Stefan Tretropp

Groß Klein. Recht unscheinbar sieht der Fußgängerüberweg auf der Werftallee in Groß Klein aus. Gut ein Jahr ist es her, da ereigneten sich hier gleich zwei tragische Verkehrsunfälle. In beiden Fällen kam je ein Fußgänger ums Leben – und das innerhalb nur einer Woche. Damit so ein Unglück nicht noch einmal passiert, will die Stadt eine neue Fußgänger-Querung bauen. Geschehen ist bis jetzt jedoch nichts.

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Nach zwei tödlichen Unfällen 2016 wird aber die Fußgänger-Querung versetzt / Baubeginn im Frühjahr

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Baustart in Kürze

50 000 Euro soll die Versetzung des Fußgängerüberwegs kosten. Er soll vom jetzigen Standort rund 50 Meter weiter südlich gebaut werden. Die Arbeiten sollen im Frühjahr beginnen und rund zwei Wochen dauern. Im Januar 2016 kam es in dem

Bereich innerhalb einer Woche

zu zwei schweren Verkehrsunfällen. Zwei Menschen starben.

„Ich verstehe es nicht, warum das so lange dauert“, sagt Eberhard Stoffer aus Groß Klein. „Es kann doch nicht so schwer sein, für ein paar Tausend Euro dort eine Ampel hinzusetzen oder den Überweg zu verschieben.“ Seiner Meinung nach sollte die Stadt Rostock nicht nur viel Geld für Ausschreibungen und Gutachten ausgeben, sondern auch handeln.

Baubeginn im Frühjahr

„Wir hatten schon vor einiger Zeit einen Antrag gestellt, dass ein neuer Fußgängerüberweg in den Haushalt eingestellt werden sollte und das hat auch geklappt“, erklärt Uwe Michaelis (SPD). Der Haushalt musste jedoch zunächst noch beschlossen und soll nun noch vom Innenministerium bestätigt werden. „Der Plan ist auf dem Weg, mehr können wir da momentan nicht machen“, sagt der Vorsitzende des Ortsbeirates Groß Klein. Dies sei ein natürlicher Ablauf und das dauere nun mal seine Zeit.

Doch Bausenator Holger Matthäus (Grüne) hat gute Nachrichten: „Sobald das Frühjahr einsetzt, wird mit dem Bau begonnen.“ Die eigentlichen Arbeiten sollen dann rund zwei Wochen dauern.

Damit die Situation weiter entschärft werden kann, soll die Querung um etwa 50 Meter nach Süden versetzt werden. Dann soll sie den Weg vom Börgerhus über die Werftallee zum Dorf Groß Klein direkter verbinden. „An dieser Stelle wechseln schon jetzt Anwohner häufig die Straßenseite, die sich nicht an der Fußgängerüberweg halten“, weiß Michaelis.

Sofortmaßnahmen

Nach den Unfällen im Januar 2016 habe man jedoch unverzüglich reagiert, betont Matthäus. „Die Sofortmaßnahmen waren Tempo 30 ganztags und eine Erhöhung der Leuchtstärke in den begleitenden Lichtpunkten.“ Außerdem würde die Polizei den Schwerpunkt nun häufiger überwachen. „Es gab seitdem keine Unfälle mehr“, erklärt der Bausenator. Dies sei nach Ansicht von Eberhard Stoffer jedoch ein Wunder: „Ich fahre dort häufiger lang und die Fußgänger laufen kreuz und quer über die Straße.“ Im Berufsverkehr würden dann – gerade morgens und abends – auch die Autos kaum Rücksicht nehmen, sorgt sich der Anwohner. „Ein Zebrastreifen bringt nichts, da muss eine Ampel hin“, gibt Stoffer zu bedenken. Da würden viel zu viele alte Leute entlanggehen, denen ein Fußgängerüberweg kaum Sicherheit geben könne. „Es wird immer mehr gebaut in Groß Klein Dorf und die kommen ganz schlecht über die Straße.“

Doch die Idee für eine Ampel habe man wieder verworfen. „Es wird keine geben“, betont der Ortsbeiratsvorsitzende. Auch er weiß, dass das Verkehrsaufkommen steige. „Man bemerkt schon, dass gerade tagsüber reger Verkehr auf der Werftallee herrscht“, so Michaelis. Doch er ist sich sicher, dass eine Querung mit modernen Sicherheitsstandards und das Tempolimit ausreichen werden. „Als Kraftfahrer weiß man doch, dass man bei einem Fußgängerüberweg anhalten muss“, so Michaelis.

Für Matthäus liege die Ursache für die bisherigen Unfälle auch nicht im baulichen Zustand der Werftallee. „Sie können nur durch menschliches Versagen erklärt werden“, ist sich der Bausenator sicher.

Denn die Straße sei eigentlich sehr lang und übersichtlich für alle Verkehrsteilnehmer. „Wir werden in der Verkehrsunfallkommission diesen Abschnitt nach den sehr traurigen Ereignissen sehr aufmerksam beobachten.“

Johanna Hegermann

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