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Werftarbeiter hoffen auf den Aufschwung

Warnemünde Werftarbeiter hoffen auf den Aufschwung

Die Genting-Pläne werden von Mitarbeitern begrüßt / Politiker sehen starkes Signal für den Wirtschaftsstandort

Warnemünde. Investitionen und Modernisierungen in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro an den Standorten Wismar, Rostock und Stralsund, die Zusage dort Schiffe zu bauen und die Aussicht die Zahl der Mitarbeiter im Land von 1400 auf das Doppelte zu erhöhen. Die Nachricht, dass der Genting-Werftenverbund Mecklenburg-Vorpommern zu seinem Schiffbauzentrum machen will, wird in Warnemünde positiv aufgenommen.

„Das ist super. Als Rostocker finde ich, dass das etwas ganz Tolles ist“, sagt Christian Groß erfreut, der für die Werft arbeitet. Auch Schlosser Dirk Schrock stimmt zu. „Das bringt Arbeitsplätze und ist ganz wichtig für Warnemünde.“ Es sei toll, dass es jetzt weitergehen solle. Der Ausblick auf zehn Jahre Arbeit sei vielversprechend. „Ein bisschen Skepsis hab ich schon, aber es besteht Hoffnung.“ Frank Sanne ist nicht ganz überzeugt. „Das klingt alles gut, aber ich weiß nicht, ob ich das miterleben werde“, sagt der Leiharbeiter, der für eine Wismarer Firma arbeite.

„Wir kommen wieder zu unseren Wurzeln zurück und machen das, was wir am besten können: Schiffe bauen und zum Schwimmen bringen“, sagt Harald Ruschel vom Betriebsrat. Bei einer Betriebssitzung habe man gestern den Mitarbeitern das Konzept vorgestellt. „Es gab wenig Fragen und alle waren positiv erstaunt“, so Ruschel. Jahrelang habe man von Personalabbau gesprochen „Und jetzt reden wir von massivem Personalaufbau.“ Der Plan der Genting-Group sei ein Vertrauensvorschuss für die Werftmitarbeiter. „Jetzt müssen wir sie auch begeistern – und das werden wir auch.“

Freude auch bei den Rostocker Politikern. „Das begrüßen wir natürlich“, kommentiert Ortsbeiratschef Alexander Prechtel (CDU) die Genting-Pläne. Er hofft, dass beispielsweise in der Zulieferindustrie weitere Arbeitsplätze entstehen. Der Ortsbeirat werde jedenfalls alles soweit wie möglich unterstützen, wenn es um die Entwicklung der Werften geht, zum Beispiel bei Bauvorhaben.

Mit Freude werden die Signale des Konzerns aus Malaysia bei den Rathaus-Fraktionen aufgenommen. „Darüber können wir uns nur freuen“, sagt Eva-Maria Kröger (Linke), vor allem darüber, dass neue Arbeitsplätze entstehen sollen. Sie fragt sich nur, ob genug Fachkräfte vorhanden seien.

Der mögliche Fachkräftebedarf beschäftigt auch CDU-Kreischef Daniel Peters. „Wir hoffen, den Bedarf decken können“, sagt er. Personal zu finden sei Aufgabe des ganzen Landes, eventuell ließen sich Abgewanderte zur Rückkehr bewegen. Für den Wirtschaftsstandort MV seien die Genting-Pläne ein wichtiges Signal, so Daniel Peters. „Für Rostock freut mich das Engagement“, erklärt Uwe Flachsmeyer, Fraktionschef der Grünen. „Nach den vielen Rückschlägen für die Werften im Land wäre es klasse, wenn wir jetzt einen Eigentümer haben, der nachhaltig die Standorte voranbringt.“

Thomas Niebuhr und Johanna Hegermann

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