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Wie Kinder ihre Zukunft sehen

Reutershagen Wie Kinder ihre Zukunft sehen

Im Kunstprojekt „StadtRaum – Die Stadt als Galerie der Zukunft“ gestalten Schüler ihr eigenes Rostock

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Das KTC der Zukunft: Schülerinnen aus der Klasse 3b gestalten mit Studentinnen der Universität Rostock ihr eigenes Einkaufscenter.

Quelle: Foto: L. Kenzler

Reutershagen. Wie sieht die Stadt in 20 Jahren aus, wenn ich erwachsen bin? Was würde ich verändern? – Im Kunstprojekt „StadtRaum – Die Stadt als Galerie der Zukunft“ an der Grundschule „Nordwindkinner“ in Reutershagen waren die Drittklässler selbst gefragt. Sie haben sich auf eine Entdeckungsreise durch Rostock gemacht und kräftig diskutiert, wie sie gemeinsam ihren zukünftigen Lebensraum gestalten würden. Das Konzept schrieben Studenten der Universität Rostock.

Nicht alle Kinder der „Nordwindkinner“-Schule sind in Deutschland geboren oder in Rostock aufgewachsen. Das Projekt biete vor allem Schülern mit Fluchterfahrungen eine Möglichkeit, ihre neue Heimatstadt, einen vielleicht noch fremden Raum, mit ihren Mitschülern zu entdecken. „Nicht die kulturellen Unterschiede oder die Andersartigkeit stehen im Vordergrund, sondern das Zusammenleben in einem Raum, den Kinder selbst gestalten können“, erklärt Dr. Stefanie Nickel, die den Fachbereich Allgemeine Grundschulpädagogik an der Universität Rostock leitet. Ihre Studenten haben bereits im Winter am Konzept, den pädagogischen Zielen und der Umsetzung gefeilt. Nun arbeiten die angehenden Lehrer mit den Grundschülern in der Projektwoche zusammen. Bei einem Stadtrundgang haben sich die Gruppen verschiedene Objekte wie das KTC, den Brunnen der Lebensfreude, den Spielplatz am Gerberbruch oder den Barnstorfer Wald – ihre eigenen Lebensräume – angeschaut.

Zurück im Schulgebäude setzen die Schüler der Klasse 3b ihre Ideen zur Neugestaltung um. Unterstützung bekommen sie bei den Studenten. „Es ist erstaunlich, wie viel Tatendrang und Kreativität meine Schüler entfalten“, sagt Klassenlehrerin und stellvertretende Schulleiterin Katrin Kretzschmar. Durch die gemeinsame Arbeit funktioniere Integration, ohne dass die Schüler es merken.

Mathilda (9), Heva (10) und Abrar (9) verleihen ihren Schuhkartons – den neuen KTC-Läden – mit Glitzer noch den letzten Glanz. „Sie gestalten das KTC der Zukunft, ganz nach ihren Vorstellungen“, erklärt Studentin Christin Hundt. Mathilda präsentiert stolz ihr Pappkarton-Kino mit Schaumstoff-Sitzen. Ein frischer Gemüsestand, Eisdiele und Fotobox dürfen ebenfalls nicht fehlen. Nebenan geben ihre Mitschüler einer Rutsche für den Stadtbrunnen noch den letzten Feinschliff.

Heute präsentieren die Schüler ihre Modelle in einer Vernissage in der Grundschule. Und dann wird sich auch bei den Großen sehen lassen können, wie schön das Rostock aus der Sicht der Kleinen ist.

lmk

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