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Wiederaufbau bis 2018: Rostock baut das Petritor nach

Rostock Wiederaufbau bis 2018: Rostock baut das Petritor nach

Das historische Stadttor aus dem 13. Jahrhundert war zu DDR-Zeiten gesprengt worden / Bürger fordern seit Jahren ein neues Tor / OB Methling: Baustart schon 2017

Rostock. Die historische Silhouette Rostocks soll zum 800. Stadtgeburtstag wieder in vollem Glanz erstrahlen: Nach jahrelangen Diskussionen werden die Planungen für einen Wiederaufbau des 1960 zerstörten Petritores jetzt konkret. „Es wäre toll, wenn wir am 24. Juni 2017 den Grundstein dafür legen könnten“, gibt Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) das Ziel vor.

Und geht es nach dem Rathauschef, dann wird bereits 2018 die Wiedereröffnung des alten Stadttores in der östlichen Altstadt gefeiert.

Das Petritor – benannt nach der benachbarten Kirche – war vom Rat der Stadt ohne Vorwarnung am Morgen des 27. Mai 1960 beseitigt worden – angeblich, weil es der künftigen Verkehrsentwicklung im Wege stand. Ebenso heimlich wie dereinst die Sprengung des rund 700 Jahre alten Bauwerks vorbereitet wurde, laufen hinter den Kulissen seit Monaten die Planungen für den Neuaufbau. Verantwortlich dafür ist Ralf Schinke, Stadtplaner bei der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung (RGS). „Das Petritor war Teil einer fantastischen Silhouette“, sagt Schinke. Das Gebäude mit dem gotischen Spitzbogen, das sogar die Bombennächte im Zweiten Weltkrieg größtenteils unbeschadet überstanden hatte, war ein „Vermittler“ – zwischen dem alles überragenden Turm der Petrikirche, den alten Stadthäusern und der Mauer, die einst die mächtige Hansestadt vor Feinden schützte. „Jetzt haben wir dort ein Loch, das wir schließen wollen.“

Wie genau das neue Tor aussehen soll und was der Bau kosten wird, ist noch unklar: Noch in diesem Jahr will die RGS einen Wettbewerb starten. Planer, potenzielle Investoren und Architekten sollen Ideen für das Äußere und die künftige Nutzung des neuen Eingangs zur Altstadt vorlegen. „Denn wir wollen ja nicht nur das Tor neu aufbauen. Neben dem Portal standen einst drei Stadthäuser. Auch die sollen wiedererrichtet werden“, so RGS-Geschäftsführerin Sigrid Hecht. Einen originalgetreuen Nachbau lehnt Hecht ab. Der entspreche weder modernen Anforderungen – zum Beispiel an die Durchfahrtshöhe und -breite für Fahrzeuge –, noch sei ein historisierter Bau wünschenswert: „Das neue Portal“, sagt Hecht, „muss schließlich die Altstadt mit dem neuen PetriViertel und der Holzhalbinsel vor den Stadttoren verbinden.“

Wer bauen soll – die Stadt, eine Tochterfirma oder ein Dritter – ist auch noch unklar. „Das ist kein einfaches Gesamtprojekt, für das Investoren Schlange stehen“, erklärt Hecht. Darüber soll Anfang 2017 entschieden werden. Wenn die konkreten Pläne vorliegen. Lokales

Andreas Meyer

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