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Wildschweine konsequent aus Wohngebieten vertreiben

Rostock Wildschweine konsequent aus Wohngebieten vertreiben

Ein Pilotprojekt in Rostock hat gezeigt, wie Schwarzwild aus bewohnten Gebieten verjagt werden kann.

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Ein Pilotprojekt in Rostock hat gezeigt, wie Wildschweine aus städtischen Gebieten vertrieben werden können.

Quelle: Lilienthal, Dietmar

Rostock. Die Hansestadt Rostock will verhindern, dass sich Wildschweine in der Nähe von bewohnten Gebieten ausbreiten. Durch ein gemeinsames Projekt mit dem Biologen Hinrich Zoller von der Universität Rostock konnte das für die Ortsteile Markgrafenheide und Hohe Düne bereits erreicht werden.

Das Beispiel Rostock verdeutlicht die Möglichkeit, durch effektive Bejagung in Kombination mit anderen Maßnahmen die Schwarzwild-Population zu reduzieren“, sagt Umweltsenator Holger Matthäus (Bündnis 90/Grüne). Durch gezieltes Abschießen wurden die Bestände aus den Orten vertrieben, so das Ergebnis des Pilotprojekts. Gerade vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Afrikanischen Schweinepest könnten die Erfahrungen des Gemeinschaftsprojekts von Stadt und Wissenschaft anderen Kommunen eine Hilfe zur Verringerung der Wildschweinzahlen sein, erklärt Holger Matthäus.

In Markgrafenheide und Hohe Düne galt es zunächst herauszufinden, wie sich die Tiere bewegen und wo sie herkommen. 85 Wildschweine wurden gefangen, 44 mit Sendern versehen. Zur Verblüffung aller stellte sich heraus, dass es die gleichen Tier waren, die in beiden Ortsteilen Schäden verursachten. Zur Gefahrenabwehr wurde dann im zweiten Schritt gejagt und zwar anders als in den Revieren üblich, erläutert Hinrich Zoller. Zuerst galt es, die Bachen in den Rotten auszuschalten und dann die Jungtiere. Zudem mussten die Schweine mit Futter aus den Orten gelockt werden, um überhaupt schießen zu können. „In Markgrafenheide und in Hohe Düne hat es mit dieser Methode schnell Erfolge gegeben“, blickt Hinrich Zoller zurück. Seit 2014 gebe es dort kein Problem mehr mit Wildschweinen.

Thomas Niebuhr

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