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30-Millionen-Projekt: Hansestadt plant neuen Kreuzfahrthafen

Rostock-Warnemünde 30-Millionen-Projekt: Hansestadt plant neuen Kreuzfahrthafen

Rostock will seine Spitzenposition im Kreuzfahrt-Geschäft ausbauen: Das alte Werftbecken in Warnemünde soll ausgebaut werden - für Luxusliner mit mehr als 300 Metern Länge. Doch noch fehlen der Stadt Flächen von der Werft.

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Im alten Werftbecken in Warnemünde will die Stadt Platz für noch größere Kreuzfahrtschiffe schaffen.

Quelle: Jens Wagner

Rostock-Warnemünde. Bald wird es wieder eng in Warnemünde – nicht nur an Land, sondern auch an den Kaikanten: 183 Kreuzfahrt-Anläufe sind für dieses Jahr bisher gemeldet. An manchen Tagen liegen drei, vier oder sogar fünf Luxusliner gleichzeitig im Seebad. Und genau das ist das Problem: Immer häufiger müssen die Kreuzfahrer in den wenig attraktiven Überseehafen ausweichen, weil alle Anleger in Warnemünde belegt sind.

Nun hat die Stadt intern mit ersten Planungen für einen neuen, größeren Kreuzfahrt-Hafen begonnen. Ein 33-Millionen-Euro-Projekt, das seit dem Verkauf der Werft in Warnemünde an die Hongkonger Genting-Gruppe neuen Auftrieb bekommt. Denn im Visier hat das Rathaus für den Kreuzfahrthafen nach wie vor das alte Werftbecken in Warnemünde. Die Kaianlagen dort gehören bereits der Hansestadt. Bereits 2007 hat Rostock die Kai-Anlagen und auch den so genannten Fingerpier in dem Bereich samt eines 15 Meter breiten Streifens gepachtet. Auf der Stadt-Seite des Beckens machen schon jetzt regelmäßig kleinere Kreuzfahrer fest. Doch das reicht nicht: Um dort ein weiteres Terminal für An- und Abreise der Schifffsurlauber zu bauen, bräuchte die Stadt mehr Platz. Stadtsprecher Ulrich Kunze formuliert es so: „Um eine adäquate Nutzung zu ermöglichen, sollten diese Flächen aber vergrößert und Missstände wie alte Baracken beseitigt werden.“ Bislang scheiterte das am Widerstand der jeweiligen Werftbesitzer.

Seit Mitte 2015 plant die Stadt deshalb um. Das jedenfalls belegen interne Planungen aus dem Tief- und Hafenbauamt, die der OZ vorliegen: Auf den neuen Zeichnungen für das Areal plant die Stadt vier neue Anleger. Schiffe bis fast 340 Meter Länge könnten dann im Becken festmachen. Dafür sollen die Kai-Kanten saniert und begradigt werden. Das Werftbecken wird auf mindestens acht Meter ausgebaggert – tief genug selbst die „Aidaprima“, für das neue Flaggschiff der Rostocker „Haus-Reederei“. Ein neues Terminal ist da noch nicht mal mit eingeplant. Rathaus-Sprecher Kunze bestätigt die neuen Planungen: „Die Studie aus dem Jahr 2015 beinhaltet auch eine Variante, die eine Kaisanierung unabhängig von der Bereitstellung zusätzlicher Flächen durch Dritte ermöglicht.“ Im Klartext: Rostock will sein Wachstum im Kreuzfahrt-Geschäft nicht von der Werft abhängig machen.

Von Andreas Meyer

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