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Acht Gemeinden wollen Glasfasernetz

Papendorf Acht Gemeinden wollen Glasfasernetz

Auch Papendorf bekundet Interesse / Bürgerbeteiligung aber noch gering

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Wir warten in der Gemeinde dringend auf schnelles Internet.Thomas Witt Bürgermeister in Ziesendorf

Papendorf. Rasend schnelles Internet ohne lange Wartezeit auf einen Anschluss: Acht Kommunen im Landkreis haben bislang ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem privaten Anbieter Deutsche Glasfaser bekundet. Als letzte Gemeinde stimmte Papendorf in der vergangenen Woche zu. Der Haken: 40 Prozent der Haushalte müssen mitmachen – und von dieser Quote sind alle vier Gemeinden, aus denen die Bürger sich bereits beteiligen können, noch weit entfernt.

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Auch Papendorf bekundet Interesse / Bürgerbeteiligung aber noch gering

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In Admannshagen-Bargeshagen sind mit derzeit 21 Prozent noch die meisten Einwohner interessiert. Bis zum 1. Juli haben sie noch Zeit, sich zu verpflichten, einen Vertrag über zwei Jahre abzuschließen. Die Frist war bereits zwei Mal verlängert worden, weil die 40 Prozent nicht erreicht wurden. Die Deutsche Glasfaser hatte aber einen positiven Trend erkannt und daher mehr Zeit für die Entscheidung eingeräumt.

In Börgerende-Rethwisch haben dagegen bisher nur sieben Prozent zugestimmt, in Kühlungsborn sechs und in Lambrechtshagen vier. In Lambrechtshagen läuft die Frist noch bis zum 2. September.

In Ziesendorf hat diese sogenannte Nachfrage-Bündelung noch nicht begonnen. Bürgermeister Thomas Witt ist allerdings optimistisch, dass die 40-Prozent-Marke in seinem Ort geknackt wird: „Wir informieren die Bürger bereits, und viele, die mich darauf ansprechen, halten es für eine gute Idee.“ Ziesendorf habe zwar bereits Internet, allerdings nur mit einer sehr schlechten Datenrate. „Wir warten dringend auf schnelles Internet“, betont der Bürgermeister. Das Unternehmen Deutsche Glasfaser plant unterdessen schon weiter: „Wenn Orte Interesse haben, sollen sie sich melden und wir prüfen dann, ob eine Kooperation möglich ist“, sagt Sprecherin Gerda Meppelink. Überall sei ein Anschluss allerdings nicht möglich: „In kleineren, abgelegenen Orten können wir einen Ausbau nicht wirtschaftlich betreiben.“ Am größten seien die Chancen in Gemeinden, die in der Nähe von Orten liegen, die bereits vernetzt sind, so dass sich mehrere Kommunen wie an einer Perlenkette in einer Reihe anschließen lassen können.

In Papendorf wurde am vergangenen Donnerstag bei der Gemeindevertretersitzung beschlossen, mit der Firma Deutsche Glasfaser zusammenzuarbeiten. Im Herbst sollen dort die Bürger befragt werden.

Gemeindevertreter Wolfgang Methling (Linke), gleichzeitig stellvertretender Kreistagspräsident, hatte zuvor deutlich gemacht, dass es noch Jahre dauern werde, bis die Gemeinde Papendorf im Zuge des öffentlich geförderten Breitbandausbaus durch die Telekom angeschlossen wird. In Kühlungsborn hatte die Telekom vor einigen Wochen einen ersten Verteilerkasten aufgestellt, der eine Datenübertragung mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde ermöglichen soll. Die Anschlüsse der einzelnen Haushalte laufen allerdings über langsamere Kupferkabel. Die Deutsche Glasfaser dagegen verspricht bis zu 500 Megabit in einem durchgängigen Glasfaserkabel bis zum Kunden.

Es gibt allerdings auch Befürchtungen, dass bei einer Kooperation mit dem Anbieter öffentliche Fördermittel für den Breitbandausbau wegfallen könnten.

Höchste Geschwindigkeit

Ob elektrische oder magnetische Einflüsse, Temperaturschwankungen oder Feuchtigkeit – Glasfaserleitungen sind unempfindlich gegenüber äußeren Störquellen. Grund hierfür sind das Material und das Funktionsprinzip. Denn die Datenübertragung erfolgt optisch über haarfeine Fasern als Lichtwellenleiter.

Glasfaserleitungen übertragen Daten mit der höchsten Geschwindigkeit überhaupt – mit Lichtgeschwindigkeit. Entsprechend sind diese auch weitaus schneller als zum Beispiel die Kupferleitungen der bestehenden DSL- oder VDSL-Netze.

Axel Büssem

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