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Ämter-Chaos beim neuen „Hurenausweis“

Rostock Ämter-Chaos beim neuen „Hurenausweis“

Ab 1. Juli benötigen Prostituierte eine Anmeldebescheinigung mit Foto von einer städtischen Behörde. Doch die Kommunen in MV wissen nicht, was sie machen sollen, weil die Landesregierung noch immer keine Richtlinie vorgelegt hat.

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Für  „Beatrice“, Prostituierte aus Rostock, sind Kondome schon jetzt Pflicht. Ab 1. Juli sind sie auch gesetzlich vorgeschrieben, ebenso der „Hurenausweis“. Das Recht, den zu sehen, haben aber nur Ämter.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Etwas mehr als 200 sogenannte Modellwohnungen gibt es laut Polizei in MV, in denen Sexarbeiterinnen ihre Dienste anbieten. Ab dem 1. Juli müssen sie sich in ihrer Kommunen anmelden, eine Folge des neuen Prostituiertenschutzgesetzes.

Aber die Städte und Gemeinde fühlen sich allein gelassen. Das Sozialministerium hat noch keine Richtlinie vorgelegt, wie das Gesetz umgesetzt werden soll, obwohl das bereits in zwei Monaten gilt. Unklar ist etwa, welche Ämter zuständig sind und wer die Kontrollen durchführt.

Teil des Gesetzes ist auch eine Kondompflicht. Bei Verstößen drohen den Freiern bis zu 50 000 Euro Geldstrafe. Die Rostocker Beratungsstelle für Menschen in der Sexarbeit bezweifelt, das sich das überhaupt kontrollieren lässt.

Gerald Kleine Wördemann

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