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Aida bleibt Rostock treu: Bis zu 1000 Jobs am Stammsitz

Rostock/Genua Aida bleibt Rostock treu: Bis zu 1000 Jobs am Stammsitz

Trotz Teil-Umzugs nach Hamburg baut die Kreuzfahrt-Reederei ihre Zentrale an der Warnow aus. Neue Schiffe sind geplant. Die Bettenzahl soll bis 2024 verdoppelt werden.

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Das neue Aida-Gebäude im Rostocker Stadthafen.

Quelle: Frank Söllner

Rostock. Die Kussmund-Flotte soll weiter wachsen: Die beiden neuen Aida-Schiffe, die gerade im japanischen Nagasaki gebaut werden, sind nicht die letzten Neuzugänge. „Wir werden das Unternehmen weiter ausbauen“, kündigt Michael Thamm an. Wie der Chef des Aida-Mutterunternehmens Costa Crociere berichtet, sollen die derzeit knapp 60 000 Betten auf den momentan 25 Costa- und Aida-Schiffen bis zum Jahr 2024 verdoppelt werden. Wie viele Schiffe genau geplant sind, lässt er offen — auch wann sie zur Kreuzfahrtreederei mit Sitz im italienischen Genua stoßen sollen.

Nicht nur die Flotte soll verstärkt werden, auch der Mitarbeiterstamm. Trotz der Verlagerung von Arbeitsplätzen von Rostock nach Hamburg (die OZ berichtete), hält Thamm an seinem Ziel fest, an der Warnow die Zahl der Arbeitsplätze zu erhöhen: „1000 Mitarbeiter halte ich für möglich.“ Zurzeit sind es etwa 800, ungefähr zehn Prozent davon sollen nach Hamburg umgesiedelt werden — in eine neue Technik-Zentrale der Reederei.

Betroffen von der Umstrukturierung sind die Abteilungen technischer Betrieb und technischer Einkauf. Sie sollen künftig in einem digitalen Schiffsführungszentrum arbeiten, das sich um die Technik aller Schiffe der zur Gesellschaft gehörenden Marken kümmert — Aida, Costa und Costa Asien. Die Eröffnung der neuen Zentrale steht kurz bevor. Wie Michael Thamm bestätigt, werden gerade die Büros ausgestattet und in den kommenden Wochen bezogen. Bis zum Sommer soll der Umzug — von dem auch 120 Mitarbeiter aus Genua betroffen sind — abgeschlossen sein.

Die beiden Standorte Rostock und Genua seien aber nicht in Gefahr. „Unsere Flotte wächst, wir müssen international agieren — auch unsere Mitarbeiter“, betont Thamm. Derzeit gibt es intensive Gespräche mit den Betriebsräten. Außerdem werde ein Arbeitszeitmodell entwickelt, um die Belastungen für Pendler zu verringern. Insgesamt wird in Hamburg ein zweistelliger Millionen-Betrag investiert.

Partner des Projekts sind die Lufthansa Technik GmbH und die Beratungsgesellschaft Mc Kinsey. „Die Flotte der Lufthansa ist wie unsere weltweit unterwegs. Es ist ein starkes Unternehmen, mit einer Menge Wissen im technischen Bereich, davon wollen wir profitieren“, betont Thamm. Dass er seine Schiffe irgendwann nicht mehr vollkriegt, weil auch die Konkurrenz kräftig investiert, befürchtet er nicht. „Die Nachfrage steigt, sehr stark in Asien.“ Wer den Zuschlag für die Neubauten bekommt, entscheide sich erst nach den internationalen Ausschreibungen. Lobende Worte hat der Konzernchef für die Meyer-Werft im niedersächsischen Papenburg: „Die sieben Schiffe, die sie für uns gebaut hat, sind sehr erfolgreich.“ Das neueste Mitglied der Flotte, die „Aidaprima“, wird derzeit in Nagasaki gebaut und soll im Oktober auf Jungfernfahrt gehen. Seiten 2 und 3

 



Kerstin Schröder

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