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Anwohner und Mieter frustriert über Arbeiten an Deutscher Med

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Anwohner und Mieter frustriert über Arbeiten an Deutscher Med

Den ganzen Sommer hindurch wird schon am Gebäude gearbeitet / Kaum Informationen vom Verwalter / Über die Dauer der Arbeiten wurde bisher nur spekuliert

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Wolfgang Jasinski steht auf seinem Balkon und zeigt die Baustelle an der Deutschen Med.

Quelle: Mathias Otto

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Lärm, Staub und Ungewissheit: Anwohner und Mieter sind genervt von den Arbeiten an der Deutschen Med. Seit Wochen wird dort nun schon gehämmert und gebohrt. Warum diese Arbeiten notwendig sind, wissen die Nachbarn hingegen nicht. Sie haben keine Informationen über ein zeitintensives Bauvorhaben erhalten. Der Verwalter des Gebäudes äußert sich verhalten zum Vorhaben.

„Ins Parkhaus der Deutschen Med komme ich nun nicht mehr und stehe oft vor großen Problemen, wenn das gegenüberliegende Parkhaus besetzt ist“, sagt Sabine Herrmann (39). Die Verkäuferin arbeitet am Doberaner Platz und sei aufgrund des Anwohnerparkens in der Umgebung Dauergast im Parkhaus gewesen. „Ich würde gern wissen, warum das Parkdeck geschlossen ist. Und vor allem, wie lange ich nun warten muss, bis es wieder öffnet. Infos darüber habe ich bisher nicht erhalten“, so die Rostockerin.

Wolfgang Jasinski wohnt mit seiner Frau genau gegenüber. Beide haben die Deutsche Med täglich vor Augen, wenn sie auf ihrem Balkon ihren Kaffee genießen wollen. „Gemütliches Sitzen ist hier aber nicht mehr möglich. Es ist sehr laut und ständig liegt hier der Baustaub“, meint er. Seit dem Frühjahr hätten beide ihn nicht mehr benutzt. Wenn in seiner Straße gearbeitet wird, „habe ich grundsätzlich nichts einzuwenden“. Aber ohne informiert zu werden, sollen die ersten Bagger angerollt sein. Und dass sich die Ausbesserungsarbeiten jetzt über mehrere Monate hinziehen, sei nicht hinnehmbar. Um sechs Uhr würden die Arbeiten beginnen. „Erst liefen ununterbrochen die Luftbohrhämmer, jetzt werden die Gehwegplatten zugeschnitten. Wird zwischen beiden Häusern gearbeitet, dröhnt es noch lauter“, sagt er.

Auch Mieter der Deutschen Med sind genervt vom Baulärm. „Wir wurden nicht darüber informiert, konnten uns also nicht darauf vorbereiten“, sagt eine Mitarbeiterin vom Haema Blutspendezentrum Rostock.

Sie berichtet von enormen Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten. „Außerdem kann es dazu führen, dass wir Blutspender verlieren. Uns haben schon viele Spender berichtet, dass sie durch die ganzen Absperrungen nicht mehr wissen, welchen Eingang sie benutzen sollen“, sagt sie.

Bauarbeiter hätten Wolfgang Jasinski erzählt, dass bei der Dämmung beim Bau vor mehr als zehn Jahren schlecht gearbeitet worden sei und nun Wasser in die Technikräume und ins Parkhaus fließe. Dass die Arbeiten an der Deutschen Med lange dauern würden, sei Jasinski bewusst gewesen, als er das Aufstellen der mobilen Baucontainer in der Arnold-Bernhard-Straße im Frühjahr beobachtete. „Dass sie nach so vielen Wochen immer noch hier stehen, damit haben wir nicht gerechnet. Mittlerweile kursieren sogar Gerüchte, dass die Arbeiten erst in zwei Jahren abgeschlossen sein sollen“, ärgert sich der Anwohner.

Die Drestate Services GmbH, die das Gebäude verwaltet, äußerte sich zum Bauvorhaben jedoch nur knapp auf OZ-Anfrage. „Wir sanieren seit April die Tiefgarage der Deutschen Med“, sagt Vermietungsmanager Thomas Glazik. Die Ausbesserung laufe planmäßig und „wird bis zum Ende des Jahres 2017 voraussichtlich abgeschlossen sein“.

14 000 Quadratmeter

2003 entstand im Stadtzentrum der postmoderne Bau der Deutschen Med vom deutsch-amerikanischen Architekten Helmut Jahn. Projektentwickler war Harald Lochotzke.

Das Bauwerk wurde um ein SWT-Stahlskelett (Scandinavian WeldTech), errichtet.

Auf 14 000 Quadratmetern ist in der Deutschen Med Platz für 20 Praxen unterschiedlicher Fachrichtungen, ambulante Operationssäle, Fitness- und Wellnessbereich, Akademie für traditionelle asiatische Medizin, Apotheke, Sanitätshaus und vieles mehr.

Mathias Otto

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