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Bauarbeiten auf A 20: Stau droht

Güstrow Bauarbeiten auf A 20: Stau droht

Ab Montag gibt es Einschränkungen für den Fahrzeugverkehr / Sanierung beginnt am Kreuz Rostock

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Noch rollt der Verkehr auf der Autobahn 20 zwischen der Anschlussstelle Rostock-Südstadt und Warnowtalbrücke (Blickrichtung). Ab Montag, 11. September, beginnt die Sanierung der Straßendecke auf dem ersten Abschnitt. Mit Verkehrseinschränkungen ist zu rechnen.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Güstrow. Am Montag geht es los: Auf rund 8,5 Kilometern wird die Autobahn 20 zwischen dem Kreuz A 19/A 20 und der Abfahrt Rostock-Südstadt zur L 132 saniert. Der Abschnitt erhält eine neue Schwarzdecke. „140000 Tonnen Asphalt müssen raus und in gleicher Menge wieder eingebracht werden“, erläutert Ronald Normann, Leiter der Abteilung Autobahn beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg- Vorpommern.

Am 11. September werde mit der Einrichtung der Baustelle zunächst auf den ersten 2,5 Kilometern vom Autobahnkreuz bis kurz hinter den Parkplatz Warnowtal begonnen. Mit der Deckenerneuerung werde in Fahrtrichtung Stettin gestartet. „Für die Verkehrsteilnehmer stehen zwei Spuren in beide Fahrtrichtungen zur Verfügung“, sagt Normann, wobei eine an der Baustelle vorbeiführe und drei sich die andere Fahrbahn teilen würden. Die Geschwindigkeit in der Baustelle werde auf 60 bis 80 Kilometer pro Stunde herabgesetzt. Mit gelegentlichen Sperrungen der Abfahrten im Baubereich und Umleitungen müsse gerechnet werden. Der Parkplatz Warnowtal ist während der Bauphase dicht. „Aus Sicherheitsgründen“, erläutert Norman, „wir haben dann keinen Aus- und Einfädelungsspur.“

Die Sanierung der Straße sei dringend nötig, weil die Bitumenschichten tiefe Risse aufweisen. „Wir haben im vergangenen Jahr Asphaltuntersuchungen machen lassen und dabei starke Schädigungen festgestellt“, erklärt Normann. Die A 20 in diesem Bereich sei Ende 2000 fertiggestellt worden und einer der „höchstbelasteten Straßenabschnitte“ in MV. 40000 bis 45000 Fahrzeuge fahren hier täglich. „Durch diese hohe Verkehrsbelastung ist die Tragschicht verschlissen“, sagt Normann. „Den Zyklus bis zur nächsten Straßenunterhaltung in 15 bis 17 Jahren würde der Abschnitt nicht überleben.“

Die Gesamtinvestition dieser Deckenerneuerung beträgt 14,8 Millionen Euro. Bis Jahresende soll der erste Bauabschnitt fertig sein. „Ab Weihnachten läuft der Verkehr wieder normal“, kündigt der Abteilungsleiter an. Ab März 2018 werde dann die Fahrbahn bis zur Abfahrt Rostock-Südstadt erneuert.

Zuerst in Richtung Westen. An diesem Knoten sei ab dann die Auffahrt von der A 20 auf die L132, sowie umgekehrt auf die A 20 in Richtung Westen gesperrt. „Das andere Auf-und Abfahrtsauge bleibt offen.“ Der Verkehr wird komplett auf die andere Fahrbahn verlegt und dort dann vierspurig fließen. „Es wird eng, funktioniert aber“, ist Normann überzeugt.

Bis zur Sommersaison wird die Schwarzdecke auf einer Fahrbahn komplett erneuert. Anfang Juli werde diese Fahrbahn wieder für den Verkehr freigegeben. Dann können Einheimische und Urlauber die A 20 für einige Wochen ohne Einschränkungen passieren. Bis zum Herbst, dann beginnt das gleiche Procedere auf der Gegenspur. „Läuft alles gut, sind wir im November oder Dezember 2018 fertig“, betont der Abteilungsleiter.

Bei der Planung dieser großen Baumaßnahme sei insbesondere auch auf den Schwerlastverkehr Rücksicht genommen worden. Der Windkraftanlagenbauer Nordex sei täglich mit Schwerlasttransporten von der Rostocker Südstadt zum Überseehafen unterwegs. Die Hansestadt habe keine schwerlasttauglichen Straßen für die 130 bis 140 Tonnen schweren und bis zu 4,50 Meter breiten Transporte. „So ist die A 20 die verlängerte Werkbank für Nordex“, sagt Normann. Um den Betrieb des Unternehmens nicht zu behindern, werde für die Transporte nachts eine Vollsperrung der A 20 zwischen Südstadt und Autobahnkreuz ermöglicht. „Das gilt wahrscheinlich erst für den zweiten Bauabschnitt ab März nächsten Jahres“, erklärt Normann.

Doch dann werde in jeder Nacht für ein bis zwei Stunden der Abschnitt voll gesperrt, um Schwerlasttransporte passieren zu lassen. „Wir wollen das dann in diesem Zeitfenster bündeln“, so Normann.

Doris Deutsch

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