Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 3 ° stark bewölkt

Navigation:
Behörden zahlen Öko-Prämien falsch aus

Rostock Behörden zahlen Öko-Prämien falsch aus

Die EU-Gelder für Öko-Geflügelfarmen sind in der neuen Förderperiode an strengere Vorgaben für den Viehbesatz gekoppelt. Mecklenburg-Vorpommern hat dies bisher nicht beachtet.

Voriger Artikel
Stadtwerke Rostock treten Landwerken M-V bei
Nächster Artikel
380 Liter Farbe: „Aidaperla“ lächelt in Japan

Für Öko-Hühner gelten nach einer EU-Vorgabe strengere Regeln beim Viehbesatz.

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Rostock. Mecklenburg-Vorpommerns Behörden haben großen Bio-Geflügelhaltern regelwidrig Öko-Prämien ausgezahlt. Wie das Schweriner Agrarministerium bestätigte, sind im Juni und im Oktober von den zuständigen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt fällige Zahlungen angewiesen worden. Auch an Betriebe, denen nach neuen EU-Kriterien keine Förderung mehr zusteht. Dies betrifft vor allem große Geflügelbetriebe, die zum Beispiel pro Hektar mehr als 140 Legehennen halten. Das Ministerium will deshalb jetzt die Obergrenze für den Viehbesatz, die bei zwei Großvieheinheiten liegt, aus seiner Extensivierungsrichtlinie streichen.

Strengere Vorgabe für den Viehbesatz

Die EU koppelt neuerdings die Vergabe von EU-Geldern im ländlichen Raum (ELER) an strengere Parameter im Viehbesatz, vor allem bei Geflügel. Schon 2014 hatte Brüssel dies bekanntgeben, die Behörden in MV hatten es aber nicht beachtet. „Wir haben das nicht als relevant angesehen“, räumte der designierte Agrar-Staatssekretär Jürgen Buchwald auf Nachfrage der OSTSEE-ZEITUNG  ein. In einem am 31. Juli 2014 veröffentlichten Amtsblatt der Europäischen Union gilt ein neuer Umrechnungsschlüssel für den Viehbesatz. Danach gilt eine Legehenne nicht mehr als 0,003 Großvieheinheiten (GVE), sondern nur noch als 0,014 GVE. 

Umrechnungsschlüssel: 70 Hühner zählen so viel wie eine Kuh

Die Großvieheinheit (GVE) ist ein Umrechnungsschlüssel zum Vergleich verschiedener Nutztiere aufgrund ihres Lebendgewichts. Vergleichsgröße ist dabei eine ausgewachsene Kuh, die etwa 500 Kilogramm wiegt. Kleinere Tiere brauchen weniger Futter und belasten die Umwelt weniger, unter anderem mit ihrem Kot. Ergaben bisher etwa 330 Legehennen eine Großvieheinheit, sind es jetzt nur noch rund 70.

Elke Ehlers

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Nienhagen
Silbermöwe am Strom in Warnemünde: Nachdem ein solches Tier tot aufgefunden wurde, gilt in Rostock Seuchenalarm.

Veterinäramt legt Vogelgrippe-Beobachtungsgebiet fest. Grund ist eine infizierte Silbermöwe, die in Rostock gefunden wurde.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Meinung OZ-Stadtteil-Umfragen Ihre Meinung ist gefragt. Jeden Monat rücken wir einen anderen Rostocker Stadtteil und seine wichtigsten Thema in den Fokus. Auf unserer Umfrage-Seite wollen wir wissen, wie Sie zu Problemen, Projekten und Plänen in Ihrer Nachbarschaft stehen.
Beilagen
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
OZ-Bild
Marodes Kopfsteinpflaster: Zwei Straßen sollen saniert werden

Notreparatur von Burg- und Schillerstraße für 2017 geplant / Sanierung bis 2019