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KÜHLUNGSBORN Botschafter fürs Ostseebad

Praktikum beim Touristik Service: Däne Sören Eriksen soll seine Landsleute als Urlauber locken

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Sören Eriksen soll das Auslandsmarketing ankurbeln.

Quelle: Fotos: Lutz Werner

Kühlungsborn. Sören Eriksen (31) verstärkt seit dem 12. September das Team der Touristik Service Kühlungsborn GmbH (TSK) – und das wird bis kurz vor Weihnachten so bleiben. Seine Mission: Der junge dänische Touristiker soll seine Landsleute auf der anderen Seite der Ostsee davon überzeugen, dass das Ostseebad Kühlungsborn für sie ein attraktives Urlaubsziel ist – ganzjährig.

 

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Seit Jahren reden wir über Auslands- marketing, jetzt wird es gemacht: Das ist für mich der Durchbruch.“Albrecht Kurbjuhn, German Riviera

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„Sören soll für uns ganz gezielt Kontakte bei interessanten Marketingpartnern in Dänemark aufbauen, uns neue Kommunikationskanäle erschließen“, beschreibt seine Chefin Katja Seppelt, die Marketing-Leiterin der TSK, das Anforderungsprofil. „Es macht schon einen großen Unterschied, dass dabei nun von unserer Seite ein Ansprechpartner agiert, der dänisch als Muttersprache spricht und – genauso wichtig – die Mentalität seiner Landsleute kennt, weiß, wie sie angesprochen werden wollen und welche Informationen für sie wichtig sind“, erklärt sie.

Außerdem solle Sören Eriksen die dänische Variante des Internetauftritts der TSK überarbeiten und „in den sozialen Medien, vor allem bei Facebook und Instagram, durch interessante Einträge auf Kühlungsborn neugierig machen“, so Katja Seppelt. Sören Eriksen studiert an der Universität Aalborg Tourismus und wird im kommenden Jahr seine Master-Arbeit einreichen. Einen Bachelor-Abschluss als Event-Manager hat er bereits. Das gut dreimonatige Praktikum, das er jetzt in Kühlungsborn macht, ist Bestandteil seines Studiums. Auf den Praktikumsplatz bei der TSK war er im Internet aufmerksam geworden. Bei der Anbahnung der Kontakte half Prof. Peter Kvistgaard von der Uni Aalborg, „mit dem wir schon seit längerer Zeit zusammenarbeiten“, so TSK-Geschäftsführer Ulrich Langer.

Obgleich die dänische Küste keine 50 Kilometer entfernt ist, fühlt sich Sören Eriksen in Kühlungsborn fast in einer anderen Welt. „Solche Ostseebäder mit dem Flair einer Stadt, vor allem mit so vielen Hotels und Restaurants und der ganzen anderen touristischen Infrastruktur, gibt es bei uns nicht. Hier ist es attraktiv, ganzjährig Urlaub zu machen“, hebt er einen ganz entscheidenden Unterschied hervor. Denn die dänische Ostseeküste sei auch wunderschön, aber vor allem mit ihren großen Ferienhaus-Siedlungen für Urlauber fast ausschließlich ein Ziel im Sommer.

Dazu kämen viele historisch und architektonisch interessante Ziele, zu denen es von Kühlungsborn nur ein Katzensprung sei. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis, das sich für Dänen in Deutschland sehr günstig darstelle, sei auch ein Argument, so Eriksen. „Kühlungsborn ist für meine Landsleute ein verborgener Schatz und ich werde ihnen davon erzählen“, kündigt er an.

Das hört TSK-Chef Langer gern. Eine Stelle für das Auslandsmarketing – am besten besetzt mit einem Dänen – war schon seit langem sein großer Wunsch, aber nicht finanzierbar. Jetzt hat er –wenn auch auf Zeit – einen Touristiker für den Job, der von der Uni Aalborg finanziert wird. Die TSK brauchte nur für Wohnung, Fahrrad und ein paar andere Dinge zu sorgen.

„Ich hoffe, dass Sören auch nach seinem Praktikum ein Botschafter für Kühlungsborn bleibt und Studienfreunden erzählen wird, dass ein Praktikum hier sinnvoll und schön ist“, sagt Langer. Denn er hofft, dass das Praktikum von Sören Eriksen kein Einzelfall bleiben wird.

Sehr erfreut reagiert auch Albrecht Kurbjuhn, der Chef der regionalen Marketing-Vereinigung German Riviera. Dahinter stehen Hotels und andere touristische Dienstleister. German Riviera hat sich auf die Fahne geschrieben, für Kühlungsborn und die umliegende Region ausländische Gäste zu gewinnen. Er „spricht von einem Durchbruch“, denn dieses Praktikum werde „Maßstäbe setzen“. Wie wichtig Sören Eriksen für das Ostseebad Kühlungsborn werden kann, belegen diese Zahlen: 2,4 Millionen Übernachtungen hatte Kühlungsborn im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Der Anteil ausländischer Gäste stagniert bei einem Prozent.

Lutz Werner

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