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Bürger wollen im Werftdreieck wohnen

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Bürger wollen im Werftdreieck wohnen

Der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs sorgt für Begeisterung / Ab 2019 könnte der Bau beginnen

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Marco und Diana Schemel sowie Helmut Aude (v. l.) betrachten ein Modell des künftigen Werftdreiecks. Fotos (5): Ove Arscholl

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Ganz viel Grün, wenig Verkehr, Verweise auf das historische Erbe und Wohnen für jedermann — das waren die Wünsche, die sich in den Gesprächsrunden rund um das Werftdreieck herauskristallisierten. Das Wiener Architektenbüro Albert Wimmer und die Landschaftsplanerin Martha Schwartz haben in ihrem Gestaltungsentwurf all diese Aspekte untergebracht und damit den Architekturwettbewerb der Wiro gewonnen (die OZ berichtete). Vor einem halb vollen Arno-Esch- Hörsaal wurde der Siegerentwurf noch einmal vorgestellt.

OZ-Bild

Der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs sorgt für Begeisterung / Ab 2019 könnte der Bau beginnen

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Neben der Jury hat das grüne Konzept der Wiener Architekten vor allem auch die Bürger überzeugt. Während der zehntägigen Ausstellung aller eingereichten Entwürfe im Rathaus empfanden 97 von 141 befragten Besuchern den Vorschlag mit der lockeren Wohnbebauung „sehr gut“, 37 Menschen stimmten mit „gut“. Dass sich nun viele Rostocker und Nichtrostocker vorstellen können, in einigen Jahren ins Werftdreieck zu ziehen, zeigte der vorerst letzte Bürgerdialog gestern auf dem Ulmencampus. Auch wenn nur halb so viele Menschen wie zur ersten Gesprächsrunde erschienen, war der Tenor durchweg positiv.

„Meine Eltern sind ehemalige Rostocker und wollen gern wieder zurückziehen. Deshalb schauen wir uns gerade auf dem Markt um. Die Pläne fürs Werftdreieck sehen toll aus“, erzählt Diana Schemel.

Altersgerecht müsse die Wohnung aber sein, gibt sie zu bedenken. Darauf hat Architekt Michael Frischauf eine erfreuliche Nachricht. „Jede Wohnung kann barrierefrei erschlossen werden. Damit ist das Werftdreieck für alle Altersklasse geeignet — nicht nur für Ältere, sondern auch für die Mutter mit Kinderwagen“, sagt Frischauf, der extra aus Wien kam, um das Projekt noch einmal vorzustellen.

Auch die Lage des Wohngebiets sei ideal. „Es ist schön zentral, die Verkehrsanbindung ist gut“, erzählt Heidi Neumann, die sich den Entwurf bereits in der Rathaus-Ausstellung angesehen hatte.

„Besonders super finde ich auch, dass die Anlage keinen Durchgangsverkehr hat“, lobt sie. Nur eine neue Straße verbindet laut der Wiener Planung die Lübecker mit der Werftstraße und ist etwa auf Höhe der Einfahrt zum Neptun-Einkaufscenter angelegt.

Weil in der Planung auch die Max-Eyth-Straße weg fällt — darunter verläuft nämlich der Kayenmühlengraben, der als besonderer Hingucker der neuen Wohnanlage renaturiert werden soll — wünscht sich Helmut Aude, dass die Planstraße „Neue Max-Eyth-Straße“ genannt wird. Als Historiker begrüßt er auch die Einplanung der Heinkel-Mauer im Siegerkonzept. Ob die stehen bleiben kann, müssen Gutachten entscheiden. „Das sind technische Fragen. Wenn die Mauer erhaltbar ist, bleibt sie stehen“, versichert Christian Urban, technischer Geschäftsführer der Wiro.

Auch bei Fragen zur Bezahlbarkeit der zukünftigen Wohnungen, hat Urban eine Antwort parat. „Der Mietspiegel richtet sich natürlich nach den Baukosten.“ Man habe beispielsweise bewusst auf Tiefgaragen verzichtet, um deren Kosten nicht auf die Mieten draufschlagen zu müssen. Generell strebe die Wiro aber Wohnungskategorien für jedermann an. „Es muss zwangsläufig auch teure Wohnungen geben, damit wir auch niedrige Mieten anbieten können“, erklärt Urban das angestrebte Prinzip. Mit dem Bau des ersten Abschnitts kann voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2019 begonnen werden.

Von Nele Reiber

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