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CDU: Rostock gibt zu viel Geld für Onlineauftritt aus

Stadtmitte CDU: Rostock gibt zu viel Geld für Onlineauftritt aus

Fraktion hält Web-Firma für zu teuer und fordert Neuausschreibung / Tourismuschef warnt vor schnellem Wechsel

Stadtmitte. Geldverschwendung beim Rostock-Portal? Die Stadt gebe deutlich zu viel für ihren Internetauftritt www.rostock.de aus, kritisiert die CDU-Fraktion der Bürgerschaft. Um die Onlineseiten kümmert sich die Lupcom media GmbH Rostock. Deren Dienste seien zu teuer, meint Wirtschaftsausschussmitglied Mario Derer (CDU). Deshalb fordern er und seine Fraktion Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) auf, die IT-Dienstleistung europaweit neu auszuschreiben. Das Ergebnis der Anbietersuche soll der OB bis 1. Februar 2017 dem Vergabe- sowie dem Hauptausschuss präsentieren.

 

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Das Portal ist die Visitenkarte der Hansestadt Rostock.“Tourismusdirektor Matthias Fromm

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Als Betreiberin des Portals trägt die Tourismuszentrale die Kosten. Wie hoch die sind, will Tourismusdirektor Matthias Fromm nicht verraten. Bei einer möglichen Neuausschreibung sollen Dritten keine Wettbewerbsvorteile entstehen. Vor gut eineinhalb Jahren hatte die Stadt die jährlichen Betreiberkosten mit 177000 Euro beziffert. Bis dato war geplant, den zum Jahresende auslaufenden Vertrag mit Lupcom zu verlängern. Die CDU will das verhindern. Angesichts der großen Vielfalt an Dienstleistern müsse sich ein Alternativanbieter finden lassen, der die Aufgabe genauso gut wie Lupcom, aber billiger erfüllt. Henning Wüstemann, Fraktionsmitglied der Bündnisgrünen, unterstützt den Antrag der CDU. „Der Relaunch ist doch durch. Ich kann mir nicht vorstellen, warum Wartung und Betrieb so teuer sein sollen.“ Der Relaunch laufe noch, sagt Fromm. Eine vorzeitige neue Ausschreibung würde „begonnene und aktive Entwicklungsprozesse unnötig verzögern“. Ein Risiko, vor dem er besonders im Hinblick auf die anstehenden Jubiläen – 800. Stadtgeburtstag und 600 Jahre Uni – warnt. „Es wäre, als würde man aus einem gut funktionierenden Auto den Motor ausbauen.“ Er empfiehlt, wie geplant erst 2018 neu auszuschreiben. Sonst würde die Stadt in Sachen Onlinepräsenz auf den Stand von vor drei Jahren zurückzufallen. Damals hätte Lupcom den Zuschlag erhalten, weil die Firma der wirtschaftlichste Anbieter gewesen sei. Seither habe das Unternehmen gute Arbeit abgeliefert. Fromm lobt das Portal als moderne und nutzerfreundliche „Visitenkarte der Stadt“ mit mehr als 1600 aktiven Seiten. Und die seien beliebt. In den letzten zwölf Monaten hätte rostock.de insgesamt rund 930000 Nutzer angelockt. Die Seiten seien 3,7 Millionen mal aufgerufen worden – ein Plus von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Wirtschaftsausschuss will es dennoch genau wissen: Er hat Fromm damit beauftragt, aufzulisten, wofür Lupcom wie viel Geld bekommt und inwiefern die Finanzen sinnvoll angelegt sind. Danach soll über den Antrag der CDU entscheiden werden.

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