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„Cityblick“ in Toitenwinkel lässt Krise hinter sich

Toitenwinkel „Cityblick“ in Toitenwinkel lässt Krise hinter sich

Kaum noch Leerstand im Einkaufszentrum / Geld für Investitionen vorhanden

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Nach Jahren mit großem Leerstand ist der „Cityblick“-Komplex inzwischen sehr gut gefüllt. Die Eigentümer freuen sich über stabile Mietverhältnisse und können wieder in die Gebäude investieren,

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Toitenwinkel. Von Müll, kreuz und quer parkenden Autos, leeren Geschäften und von einem Verlust an Lebensqualität berichten Anwohner am Toitenwinkler Friedensforum, spätestens, seit dort der Sky-Markt seine Tore schloss. „Ich bin ziemlich entsetzt über die Probleme dort“, sagt die Ortsbeiratsvorsitzende Anke Knitter (SPD). An anderer Stelle im Stadtteil gab es viele Jahre lang ähnliche Sorgen – am „Cityblick“ in der Joliot-Curie-Allee.

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Kaum noch Leerstand im Einkaufszentrum / Geld für Investitionen vorhanden

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Deshalb hatte der Ortsbeirat am Donnerstag Udo Vogel, Chef der Cityblick Verwaltungs GmbH, zu seiner Sitzung eingeladen. „Wir wollten einfach mal wissen, wie sich das Areal entwickelt hat“, sagt Anke Knitter. Die Beiratsmitglieder bekamen dann genau das entgegengesetzte Bild zum Friedensforum. „Wenn Immobilien leer stehen, verschlechtert sich die Situation rasant. Das sind viele Unannehmlichkeiten“, erklärt Udo Vogel mit Blick auf die Probleme anderswo im Stadtteil. Lange Zeit kämpfte er in dem in den 90er Jahren entstandenen Komplex aus Wohnen und Gewerbe mit Leerstand, nicht zahlenden Mietern und den Banken. Den „Cityblick“ habe der Unternehmer mehrfach verflucht, gesteht er ein. Doch dann drehte sich das Bild. „Seit vier, fünf Jahren sind wir in gesundem Fahrwasser. Wir haben jetzt eine positive Situation.“

Alle 193 Wohnungen mit zusammen rund 12000 Quadratmetern im „Cityblick“ sind vermietet oder verkauft, von den 49 Gewerbeeinheiten sind 47 belegt. Gerade mal 210 der rund 8000 Quadratmeter stehen leer. „Das hatten wir noch nie. Es gibt stabile Mietverhältnisse“. Vogel führt das auch auf die verbesserte wirtschaftliche Lage in Toitenwinkel zurück, wo sich der Wohnungsleerstand deutlich verringert habe. Seit drei Jahren sei er auch wieder in der Lage, in das Gebäude zu investieren. Als nächstes lässt er Dächer und Fassaden renovieren.

Als Glück bezeichnet Vogel, dass er Netto als Ankermieter halten konnte. 2011 wurde die Fläche für den Markt sogar vergrößert. Discounter seien trotzdem ein Problemfall. Die würden mit neuen Konzepten heute 1200 Quadratmeter verlangen, aktuell hat Netto rund 800 Quadratmeter. Ob er erweitern kann, wenn der Mietvertrag ausläuft, weiß er noch nicht.

Udo Vogel nutzte die Ortsbeiratssitzung auch, um Wünsche zu äußern. So würde er gerne mit Wegweisern und auf städtischem Grund für die Geschäfte im „Cityblick“ werben. Ex-Hansaspieler Timo Lange habe den Drogeriemarkt übernommen, und der würde sich über jede Werbung für sein Geschäft freuen. Außerdem habe Netto Interesse an längeren Öffnungszeiten und würde gern von sechs bis 22 Uhr verkaufen, was bis her mit dem Hinweis auf den Lärmschutz abgelehnt wurde. Udo Vogel hofft, die Verantwortlichen in der Stadt mit einem eigenen Gutachten umstimmen zu können.

Für das Friedensforum hegt die Ortsbeiratsvorsitzende Anke Knitter inzwischen Hoffnung. Es soll für leerstehende Flächen Mietinteressen geben. Damit könnte sich auch das Parkproblem etwas entspannen.

Stadt und Ortsbeirat können in dieser Angelegenheit wenig ausrichten, erklärt Anke Knitter. „Es gibt einen privaten Eigentümer, und der kann erst einmal machen, was er will.“

Wohnen und Gewerbe

193 Wohnungen mit einer Fläche von etwa 12000 Quadratmetern gehören zum Komplex Cityblick in Toitenwinkel, der komplett vermietet oder verkauft ist. Dazu kommen 49 Gewerbeeinheiten mit einer Gesamtfläche von rund 8000 Quadratmetern, von denen laut Cityblick Verwaltungs GmbH 47 vermietet sind.

Ankermieter ist Netto, dazu kommen eine Drogerie, Gastronomie, mehrere Praxen und Apotheke. Gegenwärtig gibt es 210 Quadratmeter freie Flächen, sagt Geschäftsführer Udo Vogel. „So wenig wie noch nie.“

Thomas Niebuhr

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