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DGB will Missbrauch von Werkverträgen stoppen

Stadtmitte DGB will Missbrauch von Werkverträgen stoppen

Mit einer Protestaktion auf dem Platz vor dem Kröpeliner Tor macht die Gewerkschaft auf das Problem der Arbeitnehmer aufmerksam

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Thomas Fröde hält ein Karten- Paar. Augenscheinlich gleich, wird einer aber nicht nach Tarif bezahlt.

Quelle: Johanna Hegermann

Stadtmitte. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ist gestern auf die Straße gegangen, um den Missbrauch von Werkverträgen anzuprangern. „Sie werden von Unternehmen genutzt, um Löhne zu drücken, Arbeitnehmerrechte zu unterlaufen und Mitbestimmung in Betrieben auszuhebeln“, sagt Regionsgeschäftsführer Thomas Fröde.

Mit einem überdimensionalen Memory-Spiel neben dem Kröpeliner Tor sollten augenscheinlich identische Karten aufgedeckt werden. Nach dem Motto „Finde den Fehler“ wurde dann auf Missstände aufmerksam gemacht. „Es sind Pärchen mit gleichem Gesicht, gleichem Alter und gleichem Beruf, doch mit unterschiedlichem Hintergrund“, erklärt Fröde. Denn Arbeitnehmer mit Werksverträgen müssten regelmäßig Überstunden leisten und oft würden Arbeitsschutzbedingungen missachtet.

Klaus Talke von Verdi gibt ein Beispiel. „Im Handel kann es vorkommen, dass die regulären Mitarbeiter bis 20 Uhr arbeiten und dann von Arbeitern einer externen Firma abgelöst werden“, erklärt der Gewerkschafter. Während die einen 13-Euro-Stundenlohn bekommen, müssen die anderen ihren Job für den Mindestlohn ausführen. Fröde ergänzt: „Es geht darum, einheitliche Bedingungen und Bezahlung für gleiche Arbeit zu schaffen.“

Mit der Aktion wolle der DGB eine gesetzliche Neuregelung einfordern, die bereits im Koalitionsvertrag angekündigt wurde. Momentan wird darüber in Berlin noch diskutiert.

Von jh

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