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Deutsche Glasfaser wirbt mit Infos und Grillwurst

Börgerende/Kritzmow Deutsche Glasfaser wirbt mit Infos und Grillwurst

Gute Nachfrage in drei Orten / Quote nicht überall erreicht / Prüfung der Projekte

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Ein Arbeiter bündelt Glasfaser-Rohre. Wenn Einwohner im Landkreis zustimmen, könnte auch im Umland der Breitbandausbau beginnen.

Quelle: Foto: Dpa

Börgerende/Kritzmow. Info-Abende, Bürgersprechstunde, Halbzeit-Grillen – die Deutsche Glasfaser nutzt jede Möglichkeit, um Einwohner für den Ausbau des schnellen Internets zu gewinnen. 40 Prozent der Haushalte in einer Gemeinde müssen einen Vertrag abschließen, erst dann wird die Deutsche Glasfaser mit dem Netzausbau beginnen.

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Gute Nachfrage in drei Orten / Quote nicht überall erreicht / Prüfung der Projekte

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Acht Gemeinden im Landkreis haben bislang ihr Interesse an der Zusammenarbeit bekundet. In Ziesendorf, Kritzmow und Stäbelow laufen derzeit die Bedarfsabfragen. „Mit sehr guter Beteiligung“, wie Unternehmenssprecherin Ann-Kristin Kleinschmidt feststellt. In Admannshagen-Bargeshagen, Kühlungsborn und Börgerende-Rethwisch ist die Nachfragebündelung indes abgeschlossen. Die erforderlichen Quoten wurden nicht erreicht. Aber da die Orte oft dicht beieinanderlägen, „prüfen wir derzeit wohlwollend die Projekte“, wie Kleinschmidt mitteilt. Auch in Lambrechtshagen ist die Abfrage beendet.

„Es ist gut gelaufen, und das Projekt hat gute Chancen“, erklärt die Sprecherin.

Der 11. November ist Stichtag in der Gemeinde Ziesendorf. 20 Prozent der Haushalte haben bereits entsprechende Verträge mit der Deutschen Glasfaser unterzeichnet. Bürgermeister Thomas Witt ist optimistisch, dass die erforderliche Quote erreicht wird: „Schon bei der Einwohnerversammlung am 6. September hatten wir neun Prozent. Das war der schnellste Start, den das Unternehmen bislang hatte.“ Beim Erntefest morgen gibt es weitere Informationen, außerdem lädt die Deutsche Glasfaser am 11. Oktober von 12 bis 19 Uhr zum „Halbzeit-Grillen“ am Feuerwehrhaus.

Tags zuvor wird am Gemeindehaus in Stäbelow und am 12. Oktober beim Bibliotheksraum in Kritzmow gegrillt und umfassend informiert. „Ich hoffe, dass viele Bürger die Chance erkennen“, sagt Kritzmows Gemeindeoberhaupt Leif Kaiser. „Es gibt immer neue Technologien, und wir werden die Bandbreiten dafür nur mit dem Glasfaserausbau zukunftsfähig hinkriegen.“ Das sei für Hausbesitzer genauso wichtig wie für Gewerbetreibende.

Auf den geförderten Breitbandausbau müsse Kritzmow wohl noch lange warten. „Wir sind erst im zweiten Call dran, und wir kennen die Ausschreibungskriterien nicht“, sagt Kaiser. Es sei unklar, ob der Landkreis auf den Ausbau mit Glasfaser dränge oder auch Kupferkabel zulässig sei, „das ist aber nicht so leistungs- und zukunftsfähig“.

Heute endet die Ausschreibung für die Bauleistungen in den ersten drei Projektgebieten. Vier Telekommunikationsunternehmen haben sich beteiligt. Nach Prüfung der Angebote könne Mitte November mit einem Ergebnis gerechnet werden, wie Kreissprecher Michael Fengler mitteilt. Für diese Baumaßnahmen im ersten Call stehen rund 55,4 Millionen Euro bereit, die aus der Breitbandförderung des Bundes, des Landes und den Eigenanteilen der Gemeinden finanziert werden. Die Planungen für die nächsten Projektgebiete sind laut Fengler angelaufen.

„Ich glaube nicht mehr dran“, sagt Horst Hagemeister, Bürgermeister in Börgerende-Rethwisch. Seine Gemeinde soll im dritten Call mit Turbo-Internet versorgt werden. „Wir werden abgehängt“, sagt Hagemeister. „In Sachen Netzausbau sind wir auf Augenhöhe mit Rumänien.“ Das habe er gerade auf einer Digitalisierungskonferenz in Berlin vernommen. Alle baltischen Staaten seien Deutschland um Längen voraus. „Wir haben die Zeit verpennt“, ärgert er sich.

Doch auch in seiner Gemeinde ist das Interesse am schnellen Netz gering. Die 40-Prozent-Hürde wurde nicht erreicht. „Ich bin enttäuscht, dass so wenige den Schritt mitgehen“, sagt der Bürgermeister.

„Für uns wäre es eine Chance, relativ schnell zum Turbo-Internet zu kommen und ein Vorreiter zu sein.“ In Börgerende sei es im Netz oft „zappenduster“. „Doch gerade Firmen und Fremdenverkehrsbranche brauchen Internet.“

Doris Deutsch

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