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Eigenen Visionen und Vaters Erfahrungen vertrauen

Rostock Eigenen Visionen und Vaters Erfahrungen vertrauen

OZ lädt zu Gesprächsrunde über Firmenübergaben

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Dieter Schütt (v. l.), Rita Schütt, OZ-Chefredakteur Andreas Ebel, Kathrin Schütt und Kyra Siever.

Quelle: Frank Söllner

Rostock. Wann sie das Unternehmen ihres Vaters übernehmen wird, das weiß Zita von Stein ganz genau: „Wenn Papa alt und klapprig ist.“ Christoph von Stein (55), Geschäftsführer der Schöne alte Häuser GmbH in Rostock, muss lachen. Dieser Tag wird erst in ein paar Jahren sein. Bis dahin muss seine neunjährige Tochter warten. Aber sie weiß schon heute, warum sie die Firma übernehmen will. „Weil ich ihn mag“, erklärt sie. Also den Papa – und seine Arbeit.

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OZ lädt zu Gesprächsrunde über Firmenübergaben

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Die Geschäftsführerin in spe ist ganz im Sinne von Claus Ruhe Madsen. „Das ist sehr vorbildlich“, sagt der Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Rostock zu ihren Plänen. Denn die passen wunderbar zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe „Unternehmer Jazz“ von OSTSEE-ZEITUNG und Rostocker IHK gestern Abend im Rostocker Medienhaus. Die beiden Rostocker Unternehmer Benjamin Weiß (37), Trihotel Am Schweizer Wald, und Michael Brüning (36), Ferdinand Schultz Nachfolger Fördertechnik GmbH, berichten über ihre Erfahrungen beim Wechsel an die Spitze ihrer Unternehmen. Das hört sich wirtschaftlich- trocken an. Die Prozesse des Übergangs sind jedoch von hoher Emotionalität geprägt. Zusätzliche Akzente setzt der Rostocker Jazz-Musiker Andreas Pasternack.

Befragt von OZ-Chefredakteur Andreas Ebel und etlichen der etwa 70<TH>Gäste geben Brüning und Weiß locker-launig, aber auch sehr ernsthaft Erfahrungen aus der Zeit ihrer Firmenübernahme sowie Ratschläge für Nachahmer preis.Michael Brüning leitet seit dem 1. Juli ein Unternehmen mit120 Mitarbeitern. Er hat es von seinem Vater übernommen. „Ich habe, praktisch seit ich 15 bin, in Vaters Betrieb gearbeitet.“ Immer wieder berichtet Brüning, wieviel er von seinem Vater gelernt hat. „Am meisten lernt man im Unternehmen“, bekräftigt er. Deshalb habe er dort in vielen Bereichen gearbeitet. Benjamin Weiß dagegen erklärt: „Wichtig ist, ganz viel außerhalb des Unternehmens zu lernen.“ Er hatte 2009 das Hotel mit 60 Mitarbeitern von seinen Eltern übernommen. Die Mitarbeiter seien das wertvollste Kapital. Er rät Firmen- Nachfolgern, sich bei der Übergabe umfassend juristisch beraten zu lassen. Und: „Verwirklichen Sie Ihre Visionen.“ Seine sei das Trio aus Hotel, Kultur und Wellness.

Für gleich drei Generationen, die für die traditionsreiche Fahrgastschifffahrt Thomas und Dieter Schütt OHG stehen, ist das Thema ganz aktuell. „Ja, wir überlegen, zum Jahresende die Geschäftsführung abzugeben“, sagt Dieter Schütt (76). Seine Frau Rita Schütt (75) sagt: „Wenn er aufhört, dann höre auch ich auf.“ Kathrin Schütt (48) und Kyra Siever (19), die auch im Unternehmen tätig sind, hören interessiert zu. Sie alle wollen, dass die vier Fahrgastschiffe der „Blauen Flotte“ auch weiterhin in Familienhand bleiben

Bernhard Schmidtbauer

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