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Einwohner MVs haben im Jahr nur 5165 Euro zum Einkaufen

Rostock/Schwerin Einwohner MVs haben im Jahr nur 5165 Euro zum Einkaufen

Land hat rote Laterne bei Kaufkraft. Höchste Werte gibt es im Umland von Rostock und Schwerin.

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Die Kaufkraft ist in MV bundesweit am niedrigsten.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Rostock/Schwerin. Die Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns geben in diesem Jahr durchschnittlich 5165 Euro für Lebensmittel, Möbel, Parfüm oder Kleidung aus. Das sind 663 Euro weniger als der Bundesdurchschnitt und bedeutet (zusammen mit Sachsen-Anhalt) deutschlandweit den letzten Platz. Außerdem führt es dazu, dass sich immer weniger Unternehmen in den ländlichen Regionen ansiedeln. Denn dort ist die Kaufkraft im Einzelhandel noch niedriger. In Sassnitz auf der Insel Rügen liegt sie bei 4926 Euro, in Kröpelin (Kreis Rostock) bei gerade mal 4816 Euro.

„Vor allem die strukturschwachen Regionen im östlichen Landesteil stehen vor besonderen Herausforderungen“, sagt Mark Hädicke, Projektleiter bei der Cima Beratung und Management GmbH in Lübeck. Die hat die Daten ermittelt. Demnach ist die Durchschnittskaufkraft in MV im Vergleich zum Vorjahr um 158 Euro gestiegen. Die Menschen mit dem meisten Geld in der Tasche wohnen in der Umgebung von Rostock und Schwerin. Dort liegen die Pro-Kopf-Ausgaben für den Einzelhandel im Schnitt bis zu 15 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Auch die Menschen in Stralsund und Neubrandenburg haben mehr Geld zur Verfügung. Dafür sieht es in den dünn besiedelten Regionen um die Mecklenburger Seenplatte und im ländlichen Vorpommern schlecht aus.

Bundesweite Kaufkraft- Spitzenreiter im Einzelhandel sind übrigens Grünwald bei München (8622 Euro) und Königstein bei Frankfurt/Main (8167 Euro).

Kerstin Schröder

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