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Evershagener kritisieren neuen Riesen-Wohnblock

Evershagen Evershagener kritisieren neuen Riesen-Wohnblock

Ein privater Bauherr möchte in der Lagerlöfstraße ein Mehrfamilienhaus bauen / Der Bau würde zwischen zwei bestehende Blöcke gesetzt werden / Der Ortsbeirat ist zwiegespalten

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Evershagen. Der Kindergarten, der noch bis vor einigen Jahren zwischen den Blöcken der Lagerlöfstraße und der Carl-von-Linné-Straße stand, ist abgerissen. Ruhe ist in das Wohngebiet eingekehrt. „Inzwischen haben sich die Anwohner sicher daran gewöhnt“, sagt Niels Schönwälder (SPD) vom Ortsbeirat Evershagen. Mit der Ruhe könnte es aber bald vorbei sein, denn ein privater Bauherr aus Schleswig-Holstein möchte auf der Grünfläche ein Mehrfamilienhaus errichten. Bei dem Bauvorhaben mit 80 neuen Wohnungen und 86 Parkplätzen haben die Anwohner einige Bedenken.

Neues Wohnhaus wird rund 21 Meter hoch

80 Wohnungen könnten mit dem neuen Mehrfamilienhaus in der Lagerlöfstraße entstehen. Hinzu kämen 86 Stellplätze für die Mieter.

4 teilweise auch fünf Stockwerke sind für das Gebäude geplant. Mit rund 21 Metern hält die Bauplanung die festgelegte Obergrenze ein.

„Wir hatten das Bauvorhaben als Beschlussvorlage bei unserer letzten Sitzung auf dem Tisch“, erklärt Schönwälder. Auch einige Anwohner seien dort gewesen und hätten ihre Bedenken vorgetragen. Die Bürger hätten befürchtet, dass die Lärmbelästigung zunehme, die Sicht stark eingeschränkt und die Lebensqualität unter all dem leiden werde. „Das ist natürlich verständlich. Immerhin haben die Bewohner der Lagerlöfstraße auf der einen Seite schon die Stadtautobahn und sollen jetzt noch einen Block vor die Nase gesetzt bekommen“, gibt Schönwälder zu.

Mehrere Millionen Euro will sich der Bauherr das vier bis fünfstöckige Gebäude kosten lassen. Der 80 Meter lange Wohnblock wäre mit Balkonen und Dachterrasse ausgestattet. „Das sieht natürlich eine Nummer schicker und frischer aus als all das, was wir sonst in der Ecke so haben“, erzählt der Ortsbeirats-Chef. Warum der Schleswig-Holsteiner Bauherr ausgerechnet in der Lagerlöfstraße privaten Wohnungsbau betreiben wolle, kann sich Schönwälder nicht erklären. „Aber das ist ja jedem selbst überlassen.“

Ein bekanntes Problem der Lagerlöfstraße sei die Parkplatzsituation. Die Wendeschleife sei beispielsweise bereits jetzt oft durch Anwohner zugeparkt. „Das wird ja mit noch mehr Autos auch nicht besser“, schildert Schönwälder die Einwände. „Bei diesem Punkt müsste man natürlich dann verstärkte Kontrollen durchführen.“ Ein Schwachpunkt in der vorgelegten Planung sei, dass die Zufahrt zu den neuen Parkplätzen über eben diese Wendeschleife erfolgen müsse. „Das heißt, dass da am Tag noch einmal etwa 80 Autos mehr die Straße lang fahren“, so Schönwälder.

Der Ortsbeirat habe deshalb angeregt, die Planung zu überarbeiten und eine Zufahrt zu den Parkplätzen auch vom Beginn der Lagerlöfstraße aus zu ermöglichen. Abgesehen davon habe der Antragsteller formal aber alles richtig gemacht. „Das Grundstück wurde bereits gekauft, es wurde sich an die zulässige Höhe gehalten und auch die Auflagen für Parkplätze wurden offenbar erfüllt“, berichtet Schönwälder. Für den Ortsbeirat habe es also keine konkreten Gründe gegeben, den Antrag abzulehnen. Angesichts der Einwände durch Anwohner habe es bei der Abstimmung jedoch vier Enthaltungen gegeben.

Ein Ortsbeiratsmitglied stimmte sogar gegen den Antrag, zwei dafür. „Damit ist die Beschlussvorlage angenommen worden“, so Schönwälder.

Am 22. März muss nun der Bau- und Planungsausschuss über das Bauvorhaben entscheiden. Bevor die Planungen dann ernst werden, würde sich Niels Schönwälder einen Besuch des Bauherrn im Ortsbeirat wünschen.

Von Nele Reiber

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