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Gelbensande Geht Gelbensande bei Starkregen unter?

Einwohner beklagt verstopfte Rohre und sorgt sich um sein Grundstück

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Dieter Eckhardt (75) zeigt am Gitter des Regenrückhaltebeckens wie hoch das Wasser stand.

Quelle: Foto: Stefanie Adomeit

Gelbensande. „80 000 Liter Wasser habe ich von meinem Grundstück gepumpt“, sagt Dieter Eckhardt. 30 Zentimeter stand ein Teil seines Grundstücks in Gelbensande an der Bundesstraße 105 nach dem Unwetter Anfang Oktober unter Wasser. Denn das Regenrückhaltebecken hinter seinem Grundstück konnte die ungewöhnlich hohen Wassermengen nicht auffangen und lief schließlich über – bis auf das Grundstück des 75-Jährigen.

Betroffen war aber nicht nur Dieter Eckhardt. „Bei uns fehlten noch zehn Zentimeter, dann wäre das Wasser ins Haus gelaufen“, sagt Nachbar Henry Jacobs (52) und fügt hinzu: „Das Rohr in dem Becken war wohl verstopft.“ Dieter Eckhardt kritisiert: „Normalerweise müsste das Rohr einmal im Monat kontrolliert werden.“ Um das Becken herum seien sehr viel Bäume, Sträucher und Gras. „Das fällt alles ins Becken und verstopft den Auslauf des Rohres“, bemängelt der Ingenieur für Verfahrenstechnik.

Nun möchte er von der Gemeinde wissen: Wer ist für das Regenrückhaltebecken und somit für die Wartung zuständig? Denn da gebe es wohl einige Unklarheiten. Gerüchten zufolge seien die Eigentumsverhältnisse und somit auch die Zuständigkeiten nicht ganz geklärt. Die OSTSEE-ZEITUNG fragte beim Bauamt des Amtes Rostocker Heide nach.

„Das Regenrückhaltebecken ist Eigentum der Gemeinde Gelbensande. Die Unterhaltung und Pflege soll in Zukunft der Abwasserverband ,Körkwitz’ gewährleisten. Entsprechende Verträge müssen aber noch abgeschlossen werden“, sagt Bauamtsleiter Udo Zerbe. Bisher werde das Becken zweimal im Jahr auf Funktion und Zustand überprüft. Für die Verstopfung seien aber nicht die langen Wartungsintervalle schuld, sondern die unsachgemäße Entsorgung von Mahd in das Becken.

Dieter Eckhardt sorgt sich aber nicht nur um sein Grundstück, wenn es wieder zu einem Unwetter mit Starkregen kommt. Gegenüber seinem Grundstück verlaufen die B 105 und daneben die Bahnschienen.

Nahe seines Hauses wurde neben den Gleisen ein sogenanntes Einlaufbauwerk gebaut. Das soll ebenfalls Überschwemmungen verhindern und überschüssiges Wasser ableiten. „Hier sind Entwässerungsleitungen drin, aber wenn das Wasser nicht abfließen kann, steht das Wasser im Graben und setzt im schlimmsten Fall die Gleise unter Wasser“, sorgt sich Eckhardt.

Für diese Leitungen ist der Wasser- und Bodenverband „Untere Warnow-Küste“ (WBV) zuständig. „Es finden zwar regelmäßig Kontrollen statt, aber da wir für 600 Kilometer offene Gewässer und 200

Kilometer zeitweise verrohrte Gewässer zuständig sind, sind wir auf die Hinweise der Bürger angewiesen“, sagt Martin Schmid, Verbandsingenieur beim WBV.

Er kümmere sich gleich und schickt Kollegen los, um das Becken zu kontrollieren. „Wenn nötig, wird auch eine Baufirma beauftragt, die das wieder in Ordnung bringt“, versichert der Verbandsingenieur.

Stefanie Adomeit

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