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Germania holt Alpen an die Ostsee

Laage Germania holt Alpen an die Ostsee

Seit gestern fliegt die Gesellschaft zwei Mal pro Woche von Rostock aus nach Zürich. Nächste Woche folgt eine Linie nach Wien. Das soll aber noch nicht alles sein.

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Pilot Szabolcs Kovacs flog gestern die erste Maschine von Rostock-Laage nach Zürich.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Laage. Dörthe Hausmann strahlt – und dazu hat die Chefin des Flughafens Rostock-Laage auch allen Grund: Der Airport der Hansestadt befindet sich weiter im Aufwind. „Wir liegen schon jetzt in puncto Passagierzahlen sechs Prozent über dem Vorjahr – und das trotz der dreiwöchigen Bauarbeiten an der Start- und Landbahn“, so Hausmann. Und das Plus dürfte sogar noch größer werden: Gestern nahm die neue Verbindung der Fluglinie Germania nach Zürich offiziell ihren Betrieb auf. In wenigen Tagen folgt dann die zweite neue Linie – nach Wien. Und in den kommenden Wochen will Hausmann sogar noch weitere Ziele ab Laage verkünden können.

OZ-Bild

Seit gestern fliegt die Gesellschaft zwei Mal pro Woche von Rostock aus nach Zürich. Nächste Woche folgt eine Linie nach Wien. Das soll aber noch nicht alles sein.

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Tourismusbranche hofft auf Gäste aus den Alpenländern

Mit Zürich ist die Hansestadt ab sofort zwei Mal pro Woche mit einem der wichtigsten Luftfahrt- Drehkreuze Europas verbunden. Vor allem die Tourismusbranche im Land setzt große Hoffnungen in die Direktverbindung in die Schweiz: „Die Zahl der Urlauber aus unserem südlichen Nachbarland hat sich in den vergangenen Jahren vervierfacht“, so Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Tourismusverbandes MV. Sie geht davon aus, dass die Eidgenossen schon in diesem Jahr die Niederländer als größte ausländische Urlauber-Gruppe ablösen könnten: „Die Ostsee und die Alpen rücken mit Germania dicht zusammen.“ 2016 kamen 164000 Schweizer nach MV. Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) sieht in den neuen Linien gen Süden vor allem Chancen für den Kreuzfahrthafen Warnemünde: „Für Urlauber aus der Schweiz und Österreich beginnt der Schiffstörn nun schon am heimischen Flughafen.“ Auch die Rostocker Wirtschaft werde profitieren – vor allem von den Flügen in die Bankenmetropole Zürich: Zu den ersten Fluggästen der Verbindung gehörte gestern eine Gruppe der Ostseesparkasse – angeführt von Vorstandsmitglied Karsten Pannwitt.

Germania kündigt weitere Linien ab 2018 an

Claus Altenburg, Verkaufschef bei der Airline Germania, hat in Laage aber noch mehr vor: „Für unsere Branche hat sich in den vergangenen zwei, drei Jahren eine Menge verändert.“ Klassische Flug-Urlaubsziele wie die Türkei oder das nördliche Afrika seien kaum noch gefragt: „Also suchen wir Flugziele, an denen wir unseren Gästen andere Strände bieten können – Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel.“ Das diese Taktik aufgehe, beweisen die Vorbuchungen für die Linien nach Wien und Zürich: Viele Flüge seien schon jetzt nahezu ausgebucht. „Die Hotels in MV müssen das Potenzial erkennen.

Wir wollen in Laage wachsen, wollen noch mehr Verbindungen anbieten – vermutlich schon ab 2018.“ Welche Routen das sein könnten, ließ Altenburg gestern aber noch offen. In acht Wochen will Germania mehr sagen.

Laage will mehr Geschäftsflüge anbieten

Airport-Chefin Dörthe Hausmann arbeitet indes an einer neuen strategischen Ausrichtung: Der Flughafen hatte mehr als 200 Unternehmen im Land nach ihren Flug-Wünschen befragt. Ergebnis: 35000 Geschäftsflüge absolvieren Mitarbeiter aus MV pro Jahr – allerdings nur knapp sechs Prozent davon ab Laage, den Rest vornehmlich von Berlin oder Hamburg aus. „Wir arbeiten nun mit Hochdruck daran, unsere Geschäftsreise-Verbindungen auszubauen. Wir wollen kleinere Flugzeuge einsetzen, aber mehr Verbindungen anbieten.“ Die München-Linie der Airline BMI Regional soll häufiger fliegen, aber auch Flüge nach Frankfurt, Köln, Düsseldorf oder Amsterdam will der Flughafen perspektivisch anbieten. Und dann wäre da noch der wachsende Kreuzfahrt-Markt: „Die Schiffe, die in Warnemünde festmachen, werden immer größer. Deshalb stellen wir uns auch darauf ein, immer größere Flugzeuge mit Passagieren abfertigen zu können.“

Im vergangenen Jahr war der größte Jet eine Boeing 747, ein „Jumbojet“, der spanischen Airline Vamos Air. Mit dem Flieger kamen Kreuzfahrtpassagiere aus Spanien. Rostock-Laage feierte im vergangenen Jahr mit exakt 250199 Fluggästen einen neuen Passagierrekord.

Andreas Meyer

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