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Geteiltes Auto ist doppelte Freude

Reutershagen Geteiltes Auto ist doppelte Freude

Studenten bringen „Carsharing“ nach Rostock / „YourCar Rostock“ heißt neues Unternehmen

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Die Studenten Adrian Merker (23) und Jakob Richter (23) bringen Carsharing nach Rostock.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Reutershagen. In Hamburg, Berlin oder München ist das Prinzip bereits bekannt: Bewohner einer Stadt nutzen mehrere Autos gemeinschaftlich. „Carsharing“ heißt das Modell des Auto-Teilens. Anders als konventionelle Autovermietungen können die Nutzer Fahrzeuge spontan und für kurze Zeit anmieten, sie an Stationen oder Parkplätzen im Geschäftsgebiet wieder abstellen. Mit dieser Idee wollen die Studenten Adrian Merker (23) und Jakob Richter (23) nun auch in Rostock Einzug halten und haben die „YourCar Rostock GmbH“ gegründet. An festen Stationen sollen zunächst bis zu zehn Autos zur Verfügung stehen.

„Wir arbeiten immer mit dem Ziel, das eigene Auto überflüssig zu machen“, erklärt Adrian Merker die Geschäftsidee. „Zumindest den Zweitwagen vieler Menschen“, fügt Co-Gründer Jakob Richter hinzu. Den ersten Kontakt mit der „Carsharing“-Idee bekam Merker während eines Praktikums in Göttingen. Dort sei das Konzept schon etabliert. Merker studiert seit einem Monat in der Hansestadt Wirtschaftsingenieurwesen im Master, Richter ist im ersten Semester Mechatronik seines Aufbaustudiums. Der Studienbeginn liefert nun auch den Startschuss des neuen „Carsharings“ in Rostock.

Den Anfang dazu machen zwei Fahrzeuge. „Das kapitalintensive Geschäft ist natürlich erst einmal ein finanzielles Risiko“, räumt Merker ein. Und auch die Suche nach Stellplätzen ist eine schwierige Aufgabe. „Die Stadt und das Zentrum für Entrepreneurship der Uni helfen uns zwar, wir freuen uns aber über jeden Rat und neue Kontakte“, sagt der Gründer. Die ersten Stationen werden sich im Komponistenviertel befinden. Von da aus wolle man sehen, wie sich der Bedarf entwickle. Zwei Konzepte haben die Gründer bereits erarbeitet. Zum Einen soll der Kleinwagen Seat Ibiza genutzt werden, zum Anderen werde ein Renault-Transporter zur Verfügung stehen. „Damit zielen wir auf Umzüge ab und Nutzer, die eine einfache und unkomplizierte Transportmöglichkeit suchen“, sagt Richter.

Einfach und unkompliziert mache es vor allem eine App, die zu jeder Tageszeit Buchungen ermöglicht. Aber auch online oder telefonisch werden Anfragen bearbeitet. Wer sich kurzfristig entscheidet oder das Auto nur für einige Minuten braucht, werde bei „YourCar Rostock“ fündig. Weiterer Vorteil ist, dass die Fahrer nicht für das Betanken des Fahrzeuges zuständig sind. „Die Bürokratie ist auch gering. Lediglich eine einmalige Anmeldung ist notwendig“, erzählt Merker. Kosten für Versicherungen werden nicht gesondert berechnet und die verschiedenen Preistarife richten sich nach den Bedürfnissen der Kunden.

Nach Terminen bei Notar und Stadt bleibt die Agenda der Studenten weiterhin voll. Verträge abschließen, Autos kaufen, Marketing-Strategien erarbeiten – das alles leisten Merker und Richter während ihres Studiums. „Den Gedanken des Teilens, die sogenannte ,Share Economy’ nach Rostock zu bringen, ist ein spannendes Projekt. Und ein Test für uns in die Selbstständigkeit“, sagt Merker.

„YourCar Rostock“ startet im Sommer 2017

Zum Registrieren braucht man Führerschein, Personalausweis und EC-Karte.

2 Autos werden ab Sommer verfügbar sein.

Reservierungen per App, online oder telefonisch.

„Free Floating Car“ heißt es, wenn das Fahrzeug in einem definierten Bereich wieder abgestellt werden muss.

Nutzer, die weniger als 15 000 Kilometer im Jahr fahren, sparen Kosten.

Durch Klimazertifikate wird der durch die Fahrzeuge verursachte CO2-Ausstoß ausgeglichen.

Autos können spontan und für kurze Zeiträume, zum Beispiel für Umzüge, genutzt werden.

Im Normaltarif kostet eine Stunde bei „YourCar Rostock“ 1,90 Euro.

Ein Transporter kostet 5,90 Euro pro Stunde.

Infos: www.carsharing-rostock.de

Lea-Marie Kenzler

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