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Giftiger Schlick: Warnow kann nicht ausgebaggert werden

Rostock Giftiger Schlick: Warnow kann nicht ausgebaggert werden

Der Rostocker Stadthafen versandet mehr und mehr. Und das wird sich vorerst nicht ändern: Die geplanten Ausbaggerung des Flusses liegt auf Eis. Weil Gift im Schlick nachgewiesen wurde, das Baggergut nicht auf die normalen Spülfelder darf.

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Die Großsegler „Mir“ und „Sedov“ im Rostocker Stadthafen: Das Bild stammt aus dem Jahr 1998. Heute könnten die Schiffe dort nicht mehr liegen. Sie haben zu viel Tiefgang.

Quelle: Oz-Archiv/g. Dehn

Rostock. Der Grund der Warnow im Rostocker Stadthafen ist hochgradig mit Gift- und Schadstoffen belastet. Das geht aus Untersuchungen der Koblenzer Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) hervor. Für die Hansestadt wird das zu einem echten Problem: Denn der Stadthafen versandet mehr und mehr, kann vorerst aber nicht ausgebaggert werden. Der Schlick ist so giftig, dass er nicht auf Spülfelder in der Ostsee gebracht werden darf.

Bereits seit gut zwei Jahren gelten für die Schifffahrt im Stadthafen Einschränkungen: „Im Fahrwasser sind Untiefen entstanden“, sagt Holger Brydda, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) in Stralsund. Die Behörde ist für die Warnow zuständig, der Fluss ist eine Bundeswasserstraße. Bisher treffen die Einschränkungen vor allem die Hanse Sail: „Schiff mit mehr als fünf Metern Tiefgang können große Teile des Stadthafens nicht mehr anlaufen“, sagt Sail-Chef Holger Bellgardt.

Das Rostocker Rathaus will sich zum Thema am liebsten gar nicht äußern, erwähnt in einer Stellungnahme mit keinem Wort die Schadstoffe. Die Stadt sei in Gesprächen mit dem WSA, es gehe um technische und finanzielle Fragen. „Wir können noch keinen Zeithorizont für die Baggerarbeiten abschätzen“, so Stadtsprecher Ulrich Kunze.

Andreas Meyer

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