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Giganten-Duell: Wiro und Stadtwerke streiten um Wärme

Rostock Giganten-Duell: Wiro und Stadtwerke streiten um Wärme

Der größte Vermieter des Landes, die Rostocker Wiro, will ins Energiegeschäft einsteigen und 7000 Haushalte in der Hansestadt künftig selbst und günstiger versorgen. Doch das Schwester-Unternehmen, die Stadtwerke, rebelliert gegen die Pläne.

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Streiten um günstiges Heizen in der Hansestadt: Stadtwerke-Vorstand Oliver Brünnich warnte vor den Energie-Plänen von Wiro-Geschäftsführer Ralf Zimlich (rechts, Montage). 

Quelle: Benjamin Barz

Rostock. Die stadteigene Wohnungsgesellschaft Wiro plant in Rostock die Gründung einer neuen Tochtergesellschaft, die Wärme für rund 7000 Wohnungen in der Hansestadt, aber auch Strom erzeugen soll. Das Ziel: „Wir wollen auch weiterhin Wohnung und Wärme aus einer Hand anbieten“, sagt Ralf Zimlich, der Vorsitzende der Wiro-Geschäftsführung. Was die Mieter finanziell bald freuen dürfte, sorgt innerhalb der Hansestadt für Ärger: Die Stadtwerke Rostock AG fürchtet eine Konkurrenz aus dem eigenen Haus, aus dem Konzern-Verbund der Hansestadt.

Denn die Wiro hat sich bewusst gegen die Fernwärme des Schwester-Unternehmens entschieden: Die Heizkosten bei Wohnungen mit Fernwärme-Anschluss seien im Schnitt bis zu 30 Prozent höher als bei Wohnungen, die mit Gas beheizt werden, sagt Zimlich. Außerdem sei Fernwärme auch gar nicht im ganzen Stadtgebiet verfügbar. Stattdessen wolle die Wiro auf neue, klimafreundliche Energietechnik setzen: Solar-Anlagen, Erdwärme oder auch moderne Blockheizkraftwerke.

Doch die rebellieren gegen die Pläne: In einem Schreiben an die Bürgerschaftsfraktionen warnt Stadtwerke-Vorstand Oliver Brünnich vor „Doppelstrukturen“ auf dem Energiemarkt der Hansestadt: Die hätten „direkte negative Auswirkungen“ auf das Ergebnis der Stadtwerke. Unter anderem würden die Stadtwerke rund eine Million Euro Umsatz verlieren, wenn die Wiro-Wohnungen nicht mehr mit Gas beheizt werden. Doch das stimme nicht, sagt Zimlich: Gas beziehe die Wiro schon heute nicht von der Rostocker Schwester, sondern den Stadtwerken Cottbus. Die seien günstiger.

Andreas Meyer

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