Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Globus: Erfolg mit dem Besonderen

ROGGENTIN Globus: Erfolg mit dem Besonderen

Marktleiter Frank Meißler erzählt zum 20. Jubiläum, was seinen Betrieb von anderen großen Märkten abhebt

Voriger Artikel
Schlechte Noten für Kreuzliner: Aidaprima noch am besten
Nächster Artikel
Blumenstand kehrt nicht zurück

Vorzeigeprojekt: Roggentins Bürgermeister Erhard Bünger (l.) und Globus-Marktleiter Frank Meißler schneiden die Torte an. Fotos´ (2): Claudia Tupeit

Roggentin. Der Kuchen zum 20. Geburtstag ist aus feinem Biskuit, viel Kirschpudding-Füllung und Sahnezipfeln gemacht. Etwa 280 Kunden haben gestern zur Feier des Tages im Globus-Markt in Roggentin von der großen süßen Masse ein Stück abbekommen.

OZ-Bild

Marktleiter Frank Meißler erzählt zum 20. Jubiläum, was seinen Betrieb von anderen großen Märkten abhebt

Zur Bildergalerie

Doch damit das Warenhaus mit Einkaufs- und Gastronomiehalle funktioniert, braucht Marktleiter Frank Meißler natürlich täglich ganz andere Zutaten: eine große Portion Fachkräfte, einen Berg frischer Produkte, dazu eine Prise Mut und eine Messerspitze Trendgespür. Es sei nicht einfach gewesen für den Markt, damals Fuß in Roggentin zu fassen, erzählt Meißler aus einer Zeit, in der er selbst noch nicht vor den Toren Rostocks Chef von mittlerweile über 300 Mitarbeitern gewesen ist.

Bis heute sind die Globus-Besitzer aus dem Saarland nicht mit weiteren Märkten in den Norden vorgedrungen; Meißler leitet daher seit sechs Jahren den einzigen Globus-Selbstbedienungsmarkt weit und breit. Es sei eben schwer, irgendwo Fuß zu fassen, wo bereits seit langem andere Märkte etabliert seien. Warum er neben den geläufigen Betrieben bestehen bleibt? „Unter anderem, weil wir ein produzierender Händler sind“, sagt er und benennt damit „einen deutlichen Unterschied“ zur Konkurrenz. „Natürlich haben auch andere Märkte Frischetheken.“ Aber bei Globus stehe eben der Bäckermeister um zwei Uhr morgens in der Backstube, um zu backen. „Und nicht, um einen Aufbackofen zu bedienen.“

Fleisch-Fachkräfte haben täglich 30 Schweinehälften, die sie verarbeitet an der Theke oder in der Gastronomie anbieten. „Die gesamte Gastronomie betreiben wir in Eigenregie“, betont der 45-Jährige.

Kuchen und Törtchen rühren Konditoren an. So hat Fachmann Knut Burkhard für den Auftakt der Festwoche gestern Vormittag zwölf gleiche Torten gebacken. Auch an der Fischtheke stehen laut Meißler geschulte Leute, die ihr Handwerk verstehen und demnächst – so sein Wunsch – auch eigenes Sushi herstellen sollen.

Meißler bezeichnet seinen Arbeitgeber als „dezentral angelegt“. Er sei recht frei in seinen Entscheidungen als Marktleiter, eigentlich „komplett selbst verantwortlich“. Er habe ein Jahresbudget und einen Entscheidungsrahmen. Nur bei sehr umfangreichen Projekten müsse er sich grünes Licht am Unternehmenssitz holen. Zum Beispiel, was die angestrebten weitreichenden Veränderungen 2017 angeht: „Ich möchte die ,Mall’ neu gestalten und dort die Gastronomie umgestalten und erweitern“, erzählt der gebürtige Schleswig-Holsteiner. Einen „Heißen Stein“ stellt er sich vor, Wok-Gerichte, „einfach auch viel mehr, was vor den Augen der Gäste gekocht wird“.

Von seinem Betrieb aus strömte zudem ein Trend in alle Globus-Filialen in Süd- und Westdeutschland, aber auch nach Tschechien und Russland: die Salatbar. „Das klingt vielleicht komisch, weil es die überall gibt, aber in der speziellen Form waren wir vor Jahren Vorreiter.“ Planung, Befüllen, die Vorbereitung der Produkte – das sei schwieriger, als mancher denke. „Aber da kann ich nur wieder sagen, dass ich mich auch einfach auf mein Fachpersonal verlassen kann“, sagt Meißler. Außerdem sei der Markt führend bei Spezialnahrung und „Superfood-Angeboten“ wie Chia-Samen, Matcha-Pulver, Aroniabeeren. „Und das Bio-Angebot ist so groß geworden, dass wir dafür kein eigenes Regal mehr haben, sondern alles zu den passenden Sortimentsbereichen sortiert haben.“ Eben dezentral – ganz nach der Unternehmensmaxime.

Wie viel Umsatz Globus Roggentin macht, verrät das Unternehmen nicht. Es ist keine Aktiengesellschaft und somit nicht dazu verpflichtet, Summen öffentlich preiszugeben. Zumindest, dass er durchschnittlich 5000 Kassenbons täglich verbuchen kann, verrät der Wahl-Rostocker, der mit Frau und zwei kleinen Kindern hier gut sesshaft geworden ist.

Nur der Baumarkt gehört nicht richtig dazu

1 Woche lang feiern Frank Meißler und seine Mitarbeiter mit den Kunden das 20-jährige Bestehen des Globus-Marktes in Roggentin. Am heutigen Dienstag gilt etwa das Angebot in der Gastronomie „Einer bezahlt, ein Begleiter isst frei“, am Freitag gibt es von 15 bis 18 Uhr Ponyreiten und viele weitere Aktionen für Kinder und Erwachsene.

30 Schweinehälften verarbeiten Fachleute täglich für die Fleischtheke und zur weiteren Verwendung in der hauseigenen Gastronomie.

Insgesamt sorgen 300 Mitarbeiter für gefüllte Regale und kümmern sich auch selbstständig darum, wenn Kunden etwas reklamieren oder sich beschweren.

21 Uhr ist Einkaufsschluss in Roggentin. Nur der Baumarkt schließt bereits eine Stunde früher. Dieser wird als einziger extern geleitet, den Rest – so auch die Tankstelle und den Parkplatz – bewirtschaftet Meißler.

Claudia Tupeit

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Pudagla/Freest

Pudagla: Mühlenbauer Manfred Schönrock rüstet bis zum Tag des offenen Denkmals einen Beutelkasten nach

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Wirtschaft
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

DCX-Bild
Sprungbrett nach Skandinavien

Keine Sommerruhe auf dem Barther Ostseeflughafen. Bundeswehr macht Trainingsflüge.