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Haus Nummer fünf: Richtkrone am Weißen Kreuz

Brinckmansdorf Haus Nummer fünf: Richtkrone am Weißen Kreuz

Investor plant weitere Häuser, fühlt sich aber von der Stadt ausgebremst

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Noch einmal 32 Wohnungen plant der Investor auf der Herrenwiese am Weißen Kreuz. Das wären dort die Häuser Nummer fünf und sechs.

Quelle: Foto: Ato Invest

Brinckmansdorf. Richtkranz über der Herrenwiese am Weißen Kreuz. Dort entsteht das inzwischen fünfte Wohnhaus. Die 16 Eigentumswohnungen seien bereits alle verkauft, sagt Olaf Schulz, Geschäftsführer der Reriker Ato Invest GmbH. Er plant weitere Häuser, muss aber dafür auch Hindernisse in der Stadtverwaltung überwinden.

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Investor plant weitere Häuser, fühlt sich aber von der Stadt ausgebremst

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Die ersten vier Häuser errichtete ein anderer Bauträger. „Wir haben im März angefangen und die Architektur aufgegriffen“, erläutert Olaf Schulz. Für ihn ist es an dieser Stelle der erste, aber nicht der letzte Neubau. Um eine Lücke zu füllen, laufen bereits die Planungen für ein weiteres Doppelhaus mit 32 Drei-Zimmer-Wohnungen im gleichen Stil.

Gern würde der gebürtige Rostocker Olaf Schulz näher an der Tessiner Straße ein weiteres Wohnhaus für noch einmal 16 Käufer errichten. Bisher macht ihm da die Stadt einen Strich durch die Rechnung.

Dort sei der Platz für Gewerbe und für Wohnen zu laut, habe er zu hören bekommen. „Das kann ich nicht verstehen“, sagt Schulz. Es gebe doch für die Behörden einen Ermessenspielraum und niemand wisse, ob es beispielsweise durch Elektroautos nicht leiser auf den Straßen wird, und baulich lasse sich gegen den Lärm auch einiges unternehmen. Gerade vorgelegt hat die Stadt eine Beschlussvorlage, um den Bebauungsplan „Mischgebiet Weißes Kreuz“ zu ändern, und darin ist explizit von „Maximierung des Anteils an Wohnbauflächen“ die Rede.

Da fehlender Wohnraum doch das große aktuelle Thema in der Hansestadt sei, kann Olaf Schulz die Widerstände nicht nachvollziehen und hofft auch auf Unterstützung durch die Politik. „Die Nachfrage nach Wohnraum ist da“, und die Nähe zur Innenstadt mit der Bus-Anbindung sei an der Herrenwiese ideal. „Die Menschen wollen in der Stadt wohnen.“ Grundsätzlich lobt er die Zusammenarbeit mit der Stadt, etwa bei der Entsorgung von asbestverseuchten Gebäuden oder beim Bau des Hochwasserschutzes an der Tessiner Straße. Kaufinteressenten für die 32 geplanten und 16 möglichen weiteren Wohnungen zu finden, werde kein Problem, so Schulz. Der Investor entschied sich bewusst für Eigentumswohnungen. „Das ist dem Markt geschuldet“, sagt Kay Lutter von Lutter Immobilien, das für die Vermarktung zuständig ist. Die Mietpreise in Neubauten seien so hoch, dass sich mancher überlege, gleich zu kaufen. Es gebe in den östlichen Ländern ohnehin noch Nachholbedarf, wenn es um Wohneigentum geht. Zudem gebe es viel Zuzug aus dem Randbereich von Menschen, deren Kinder aus dem Haus sind und die im Alter doch wieder die Vorzüge der Stadt genießen wollen, stellt der Immobilien-Experte fest.

Neue Bauflächen durch Änderung des B-Plans

Das „Mischgebiet Weißes Kreuz“ wird begrenzt durch Unterwarnow und Herrenwiese, die Kleingartenanlage „Verbindungsweg, Abteilung II“, den Verbindungsweg, die Tessiner Straße und Mühlendamm. Weil die bisherigen Planungen auch wegen notwendiger Änderungen im Hochwasserschutz nicht aufgingen, will die Stadt den Bebauungsplan ändern. Dabei sollen Mischgebiete in allgemeine Wohngebiete umgewandelt werden, um neue Bauflächen erschließen zu können. Ziel bleibt auch eine Erschließung der Häuser an der Tessiner Straße vom Verbindungsweg, um einen Verkehrsunfallpunkt zu beseitigen. Die Trasse für den Hochwasserschutz soll so verändert werden, dass sie weitgehend auf Stadtflächen verläuft.

Thomas Niebuhr

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