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Historische Speicher und Hallen locken Firmen in Rostockpark

Gartenstadt Historische Speicher und Hallen locken Firmen in Rostockpark

Dänische Familie Petersen hat Gewerbepark im Tannenweg ausgebaut / Charme der Immobilien wird erhalten / Auch drittes Speicherhaus soll Bürokomplex werden

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Die Nach- frage nach Büroraum ist groß. Wir gehen bis Ende 2017 von einer Voll- vermietung des Parks aus.“Mark Petersen (29), Prokurist

Gartenstadt. Schiffsausrüster, Heizungsanbieter, VW-Zulieferer, Aufzughersteller, Uni-Forscher, Blumenhändler – sie alle arbeiten seit Jahren in guter Nachbarschaft im Rostockpark im Tannenweg 22. Auf insgesamt 42500 Quadratmetern wird in den detailgetreu sanierten Speichern und Hallen des Gewerbeparks geschult, beraten, geforscht, gehandelt und gewerkelt.

„Die sechs Hallen sind komplett vermietet, zwei Speicherhäuser mit Büroräumen ausgebucht“, sagt Prokurist Mark Petersen. Rund 60 Firmen sind auf dem Gelände ansässig. Und die Nachfrage reißt nicht ab. Insbesondere Dienstleistungsunternehmen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnologie melden zunehmend Bedarf an Büroräumen an. Deshalb soll auch der dritte Speicher, der derzeit noch als Lagerfläche dient, zu einem modernen Bürokomplex umgebaut werden. „Wir haben eine Nutzungsänderung beantragt und einen Bauantrag gestellt“, berichtet Petersen. Es sollen Büroräume von 20 bis zu 650 Quadratmetern entstehen, die viele neue Arbeitsplätze bieten.

„Wir haben ständig Anfragen von Mietinteressenten“, betont Petersen. Erste Mietverträge für den neuen Speicher seien schon verhandelt. „Wir möchten zeitnah mit dem Umbau beginnen und gehen von einer Vollvermietung des Gewerbeparks bis Ende 2017 aus“, ist der Juniorchef zuversichtlich.

Sein Vater, der Däne Claus Petersen, hat 2008 die Immobilie am Westrand der Stadt übernommen, Millionen investiert und die ehemaligen Getreidesilos und Lagerhallen mit viel Liebe ausgebaut und modernisiert. Hunderte Fenster wurden erneuert, grüne Fensterläden und Tore nach historischem Vorbild eingebaut, die Dächer renoviert. „Wir wollen den Charme der rot geklinkerten Speicherhäuser und Hallen, die 1936 bis 1938 errichtet wurden, unbedingt erhalten“, erklärt Petersen Junior. Innen sind die Büroräume schick und modern. „Da berücksichtigen wir bei der Planung die Wünsche der Mieter.“

Zu den Mietern der ersten Stunde zählt die Universität, die auf dem Gelände mehrere Labore, Werkstätten und Büros unterhält. „Wir brauchen viel Platz, und den haben wir hier zu günstigen Konditionen bekommen“, sagt Nils Engler, Leiter des Technikums des Lehrstuhls Abfall- und Stoffstromwirtschaft. Versuchstechnische Anlagen, mit denen die energetische Nutzung von Abfall untersucht wird, stehen in einer 400 Quadratmeter großen Halle mit viel Flair. Holzbalken wurden originalgetreu erhalten. „Der Holzwurm ist raus“, sagt Engler schmunzelnd.

Der Technikumchef schätzt das Bemühen des Vermieters, das alte Bild des Ensembles zu erhalten. Engler zeigt auf den Zaun zum Tannenweg, für den gerade die Pfeiler neu aufgemauert und die Felder mit Holzelementen versehen werden. „Ein Maschendrahtzaun wäre sicher billiger gewesen, passt aber nicht hierher“, meint Engler. Und nicht ins Konzept des dänischen Familienbetriebes, der vor über 20 Jahren mit dem Erwerb des Industrieparks Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern startete.

Der Tannenweg ist nun der zweite Gewerbepark, in dem die Petersens besonderes Augenmerk auf die Erhaltung des historischen Komplexes legen. Daher darf auch das alte Gleisbett auf dem Areal verbleiben. Neben Speichern und Hallen gibt es auf dem Gelände noch die „Birkenvilla“, die zu Lagerzwecken genutzt wird, und den „Lokschuppen“. In diesem hat sich ein Bio-Caterer eingerichtet, der den ansässigen Mitarbeitern auch einen Mittagstisch anbietet. Ein attraktiver Mietzins und der hochwertige Ausbau der alten Gemäuer reizen Firmen, sich im Rostockpark anzusiedeln. „Wir sind hier sehr zufrieden“, betonen die Unimitarbeiter Nils Engler und Peggy Wefers.

Doris Kesselring

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